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Hundekauf

Augen auf beim Züchter

Welpen aus Osteuropa?

Wichtige Kriterien beim Kauf

Es ist selbstverständlich, sich vor dem Kauf eines Hundes über diese Tiere allgemein sowie über die gewünschte Rasse schlau zu machen. Kinder achten normalerweise auf das Aussehen ("Guck mal, Mami, was der für schöne Augen hat! Und wie süß die Schlappohren aussehen!"), doch sind die Eigenschaften der Rasse (z.B. Familienfreundlichkeit, Unkompliziertheit) und ihre Bedürfnisse viel wichtiger. Ein nervöser, hochgezüchteter Hund mit viel Bewegungsdrang wäre für eine Familie sicher nicht so geeignet wie ein gutmütiges Tier, dem auch mal ein kurzer Spaziergang genügt.

Sucht man nach einer bestimmten Rasse, so kauft man den Hund oft beim Züchter. Man achte darauf, dass er möglichst ein Liebhaberzüchter von nur ein oder zwei Rassen ist und verantwortungsbewusst mit seinen Tieren umgeht.
Inseriert der Hundeverkäufer häufig und bietet dabei viele verschiedene Rassen an, sollte man aufmerken. Das zeigt oft, dass es sich um eine "Massenanlage" mit oft schlechten Haltungsbedingungen handelt, oder dass der Verkäufer kein Züchter ist sondern nur Händler.
Man sollte gut aufpassen, wo der Hund herkommt. Das gilt zum einen fürs Land, denn jährlich werden über 100 000 Welpen importiert, überwiegend aus Osteuropa. Zum anderen gilt dies für die Umgebung und die Betreuung, d.h. die Unterkunft beim Verkäufer.

Selbstverständlich fahre man beim Züchter vorbei, um sich ein Bild der Tiere und deren Verhältnisse zu machen. Hausen sie in einer alten Bruchbude oder in gepflegter Umgebung? Sind sie neugierig und fröhlich, oder schüchtern und ängstlich? Welchen Eindruck macht das Gelände auf einen? Welchen Eindruck macht der Züchter?
Ein gutes Zeichen ist, wenn der Züchter einen Besuch im künftigen Zuhause des Hundes anbietet und den Käufer ausfragt. Er sollte Interesse daran zeigen, wo und wie der Hund künftig leben wird. Ist es ihm egal, wo der Hund unterkommt, sollte man einen anderen Züchter suchen.

Gut gezüchtete Tiere kosten natürlich nicht wenig. Für einen Welpen darf man schon mit fünfhundert bis 1500 Euro rechnen.
Kauft man einen Welpen, so sollte er mindestens acht bis neun Wochen alt sein, außerdem natürlich entwurmt und geimpft. Ein Impfpass ist wichtig. Keinesfalls akzeptiere man in dem Punkt Ausreden des Verkäufers!

 

Integration

Isolation der ethnischen Gruppen

Schule als Schmelztiegel der Kulturen?

Migranten und Einheimische bleiben unter sich

Besonders im Zusammenhang mit Ausländern hört man immer wieder von der Notwendigkeit einer Integration in die Gesellschaft. Eingewanderte sollen sich mit Ansässigen treffen, unterhalten, befreunden, um gemeinsam mit ihnen zu leben, statt nur neben ihnen zu wohnen. Das gleiche gilt natürlich für ihre Kinder und Enkel. Tatsächlich sondern sich Ausländer jedoch oft in eigene "Cliquen" ab - weil sie die Sprache nicht beherrschen, keine Freunde finden, sich vor dem Fremden fürchten oder einfach kein Interesse an der anderen Kultur haben.

Selbst in der Schule, die doch oft ein "Schmelztiegel der Kulturen" ist, findet keine Integration ab. Russlanddeutsche bleiben unter sich, ebenso Türken, Deutsche, Italiener … Zwar wuseln auf dem Schulhof alle durcheinander, doch mischen sich die Kulturen eher selten. Nach der Schule trennen sich die Wege. In Begleitung ihrer Freunde ziehen die Jugendlichen ab, so wie sie auch zur Schule in Begleitung ihrer Freunde erschienen. Die gehören meist derselben ethnischen Gruppe an. Am Nachmittag, Abend und Wochenende treffen sich die Schüler mit ihren Freunden, den Angehörigen derselben Kultur. Verstärkt wird die Isolation noch in der Pubertät, in der sich Jugendliche ohnehin in Cliquen zusammentun.
Die Isolation erfolgt oft schon im Kindergarten. Kinder mit Migrationshintergrund besuchen oft einen Kindergarten mit höherem Ausländeranteil. So lernen sie schon im Vorschulalter neue Freunde aus ihrer Kultur kennen, während einheimische Kinder eher einen Kindergarten mit höherem Einheimischenanteil besuchen.

Oft erscheinen Familien einer ethnischen Gruppe gemeinsam zu schulischen Veranstaltungen. Sie setzen sich zusammen, unterhalten sich und essen gemeinsam, bis sie die Veranstaltung wieder zusammen verlassen. Das macht eine Kontaktaufnahme bzw. Mischung mit einheimischen Familien schwer.
Dabei haben Eingewanderte ebenso wie Einheimische nicht immer eine Abneigung dagegen, eine neue Kultur kennenzulernen. Ihnen fehlt es oft nur an der passenden Gelegenheit, an einer Ermunterung und an einem Mitmenschen, der einfach auf sie zukommt.

 

Kinderlärm

Kinder in der Nachbarschaft

Rechtslage zu Krach durch Kinder

Ist der Kinderwagen im Hausflur rechtens?

Kindergeschrei geht vielen Leuten auf die Nerven. Andere freuen sich darüber, in einer "zu alten" Gesellschaft auch mal wieder muntere Kinder zu hören. Sei dem, wie dem wolle: Kinder führen im Alltag immer mal wieder zu Streits, manchmal sogar zu Prozessen. Hier ein kleiner Überblick:

Besonders in den allgemeinen Ruhezeiten (13-15 Uhr, 22-7 Uhr) haben Eltern darauf zu achten, dass die Kinder leise sind. Babygeschrei lässt sich allerdings nicht darauf abstimmen. Und Schreien, Lachen und Weinen dürfen Kinder schließlich.
Leicht vermeidbarer, am Ende gar mutwilliger Lärm ist natürlich verboten, z.B. Rollschuhfahren in der Wohnung.
In einem hellhörigen Haus sind Eltern nicht verpflichtet, einen zweiten Teppichboden zu verlegen, damit die Nachbarn nichts mehr hören. Normale Geräusche wie gelegentliches Getrappel oder das Umherlaufen in Schuhen müssen Nachbarn akzeptieren. Das gilt auch für Türenschlagen und die natürliche Unruhe, die durch den Bewegungs- und Spieldrang der Kleinen entsteht.
Der erhöhte Lärmpegel durch einen nahen Spielplatz oder Jugendzeltplatz ist hinzunehmen.

Eltern haben die Aufsichtspflicht und müssen daher sicherstellen, dass ihre Sprösslinge nicht gegen die Hausordnung verstoßen. Weder Treppenhaus noch Aufzug sind Spielplätze.
Kinder dürfen in Garten und Hof spielen und dazu auch andere Kinder einladen. Dazu dürfen eine Schaukel aufgestellt und ein Sandkasten gebaut werden.

In einem Gerichtsfall beschwerte sich der Vater dreier Kinder und Mieter in einer Burganlage über die vielen Hundehaufen in der Anlage. Der Hausmeister kümmerte sich nicht um die Beseitigung. Das Gericht beschloss eine Mietminderung von fünf Prozent.
Amtsgericht Schleiden, 2 C 250 / 07

Kinderwagen
Im Hausflur ist er ein ständiger Zankapfel. Ob er nun dort stehen darf oder nicht, ergibt sich aus Mietvertrag und Hausordnung. Steht dort nichts dazu, hat ein Mieter grundsätzlich das Recht, ihn im Hausflur abzustellen. Natürlich sollte der Brandschutz gewährleistet und der Durchgang frei sein. Allerdings kann man von einer Mutter mit vier Kindern kaum verlangen, dass sie sich täglich mit dem Kinderwagen die Treppe hochquält.

 

Konflikte

Bei Konflikten geht es oft nur um Banalitäten, z.B. eine falsch eingeräumte Spülmaschine oder eine brennende Lampe, die eigentlich ausgeschaltet werden sollte. Was anfänglich als kaum beachtenswert erscheint, führt im Laufe des Gesprächs zu einem wüsten Streit. Dabei ist es gar nicht schwer, Meinungsverschiedenheiten sanft und ohne Gewalt zu lösen. Es ist nur eine Frage der Übung.
Zur gewaltfreien Schlichtung verhilft das Modell von Pat Patfoort, einer belgischen Anthropologin. Sie ist sich sicher, dass Menschen lernen können, Meinungsverschiedenheiten ohne Gewalt und Aggression zu lösen - sobald sie verstanden haben, nach welchen Mustern eine Eskalation normalerweise verläuft.

Menschen sind verschieden. Eine kleine Weisheit, die dennoch schwer zu erfassen ist. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Personen überhaupt nicht schlimm und an sich auch keine Schwierigkeit. Sie werden bloß oft dazu gemacht.
Daran schuldet das Besser-Geringer-Verhalten der Menschen. Sie versuchen stets, sich in eine bessere Position zu bringen und ihre Mitmenschen dadurch in eine schlechtere zu drängen. Die Unterlegenen möchten wieder aufsteigen, weshalb sie versuchen, den Höheren herabzuziehen oder andere Menschen in niedrigere Positionen zu drängen. Damit beginnen Streit und Gewalt, sei es verbale oder körperliche. Oft steckte gar keine Absicht dahinter sondern einfach das Gefühl der Ungleichheit.
Die Lösung ist simpel: Gleichberechtigung. Man akzeptiere die Andersartigkeit des Gegenübers. Das ebnet den Weg zu einer gewaltfreien Konfliktlösung. Statt den anderen besiegen zu wollen, erkundige man sich nach den Gründen für seine Auffassung. So lässt sich leicht ein Kompromiss finden, mit dem beide zufrieden sind.

Natürlich lassen sich nicht alle Konflikte auf diese Art erklären. Doch die Schlichtheit des Modells ist ein großer Pluspunkt, indem dadurch jedem klar wird, worum es geht, und jeder es in sein Leben einbinden kann. Anwender lernen rasch, nicht mehr alle Handlungen ihrer Mitmenschen in "gut" oder "böse" einzustufen.

Das Modell funktioniert in Familien ebenso wie bei Paaren, auf der Straße, zwischen politisch gegensätzlichen Parteien (z.B. Israelis und Palästinenser), in der Kindererziehung, am Arbeitsplatz … Man strengt sich richtig an, um die alten Argumentationsmuster zu verlassen.

 
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