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Stromverbrauch

Stromfresser vom Netz

Elektrogeräte vor dem Urlaub abschalten

Strom sparen während einer Reise - Tipps zu Heizung und Stand-By-Geräten

Im Urlaub Strom verbrauchen? Geht doch gar nicht, man ist ja nicht zu Hause! - So denken viele und fahren ganz unbekümmert in die Fremde. Doch daheim ziehen ihre Elektrogeräte weiterhin Strom. Zwar nur Kleinvieh, doch auch das macht schließlich Mist.

Elektrogeräte wie Computer, Drucker, DVD-Player, Fernseher, Fax, Stereoanlage etc. sind meist auf Stand-By programmiert. Sie ziehen also selbst im scheinbar ausgeschalteten Zustand Strom, wenn sie nicht vom Netz getrennt wurden. Deshalb: Stecker raus oder Schalter an der Steckdose umlegen. Dasselbe gilt für Halogenlampen (Niedervolt) Spülmaschine, Toaster, Trockner, Waschmaschine, Wasserkocher, …

Eine Abschaltung des Elektroboilers bei längerer Abwesenheit spart einiges an Energie.
Vor der Reise bietet sich das Abtauen und Säubern des Kühlschranks und Gefrierschranks an. Zur Schimmelvermeidung lasse man anschließend die Tür offen.
Moderne Heizungsanlagen lassen die Einstellung mehrerer Programme zu, so z.B. solche für Urlaubsreisen. Dabei findet z.B. keine Wassererwärmung statt, und winters läuft die Anlage im Absenkbetrieb.

 

Stromanbieter

Anbieterwechsel bei der Stromversorgung

Billiger Strom - Vorsicht beim Verkauf in Paketen

Wechsel des Energieanbieters meist ohne Probleme

Haushalte versuchen ihre Ausgaben natürlich niedrig zu halten, um möglichst viel Geld für Freizeitbeschäftigungen und andere Wünsche übrig zu haben. Da sich der Verbrauch in manchen Dingen jedoch nicht herunterschrauben lässt, greifen sie zu billigeren Anbietern. So eben auch beim Strom, wo sich beim Wechsel zum günstigsten Anbieter um die hundert Euro im Jahr einsparen lassen (je nach Verbrauch und Wohnort).
Der Wechsel eines Stromanbieters geht meist problemlos vonstatten. Der neue Kunde füllt für den neuen Stromerzeuger ein Formular aus. Der kündigt dem bisherigen Anbieter und übernimmt nach sechs bis acht Wochen die Versorgung, ganz ohne Umbau (weder an Leitung noch an Stromzähler).
Beim ersten Anbieterwechsel besteht einmonatige Kündigungsfrist, beim wiederholten Wechsel eines Anbieters hat sich der Kunde nach Vertragslaufzeit und nach Kündigungsfrist des Stromversorgers zu richten.

Auf der Suche nach umweltfreundlichem Strom beachte man, dass viele große Konzerne Tochtergesellschaften gründen. Die mögen zwar ökologisch einwandfreien Strom verkaufen, doch der Gewinn kommt trotzdem den Riesen zugute, deren Strom wahrscheinlich deutlich umweltschädlicher ist. Garantiert grünen Strom gibt´s z.B. bei den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), dem WWF und den Verbraucherzentralen (beide mit dem "Okay-Power-Label"), dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Naturschutzbund (NABU). Seit 1998 dürfen Deutsche ihren Stromversorger selbst aussuchen. Obwohl seitdem immer mehr "grüner Strom" angeboten wird, stieg sein Anteil an der Stromversorgung doch kaum. Keine zwei Prozent der deutschen Haushalte bekommen Ökostrom.

Mancher Stromanbieter verkauft seine Ware nur in Paketen, d.h. zu einer bestimmten Anzahl Kilowattstunden. Eine heikle Angelegenheit für Verbraucher, da sie jede zusätzliche Kilowattstunde teuer bezahlen. Im Gegenfall verlieren sie ggf. einiges an Geld.
Einige Energiekonzerne bieten ihre Leistungen nur übers Internet an. Das ist nicht nur insofern ärgerlich, da Computerunkundige aufgeschmissen sind, sondern entbehrt auch jeden Services. So muss der Kunde z.B. den Stromzähler selbst ablesen.
Bei Problemen mit dem neuen Stromanbieter muss übrigens keine Panik aufkommen, denn Strom bekommt man trotzdem. Der lokale Stromversorger steht in der Versorgungspflicht.

Durch einen Stromanbieterwechsel kommt natürlich kein anderer Strom aus der Steckdose als vorher, denn der bleibt bei allen Herstellungsarten gleich. Verbraucher haben jedoch die Gewissheit, nur "grünen" Strom zu bezahlen und somit seinen Anteil im Stromnetz zu erhöhen. Das kommt nicht nur der Umwelt zugute sondern oft auch dem Geldbeutel.

 

Bildungspolitik

Reformvorschläge für Deutschland

Was läuft falsch im Schulsystem?

Zentrale Prüfungen, größere Chancengleichheit

Deutschland steckt mehr Geld in Hochschulen als in frühkindliche Förderung. Angesichts des Prestiges mag dies ein guter Weg sein, doch effektiver wären die Euros bei Kleinkindern genutzt. Zeigen nicht Wissenschaftler immer öfter, welch große Bedeutung frühkindliche Bildung hat? Doch leider besteht im deutschen Schulsystem zu wenig Anreiz, Geld dort auszugeben, wo es den meisten Nutzen trägt. Da hilft es nichts, mehr Geld in Bildung zu investieren - es muss dort ankommen, wo es gebraucht wird. Vermutlich steht genug zur Verfügung, doch wird es bislang einfach an den falschen Stellen ausgegeben.
Hier einige Vorschläge zur Verbesserung der Schulen:

Bundesweite Einheit, so z.B. durch zentrale Prüfungen, wie es Bayern und Baden-Württemberg vorgemacht haben
Größere Selbstständigkeit der Schulen
Private Leitung in staatlich finanzierten Schulen
Lehrerauswahl, um all jenen, die dem Unterricht nicht mehr gewachsen sind, eine andere Aufgabe zu geben. Unmotivierte Lehrkräfte wecken in ihren Schülern weder Interesse noch Lerneifer.

Größere Chancengleichheit für Kinder aus bildungsnahen und -fernen Familien. Diese wächst, je später die Schüler in unterschiedliche Schulen verteilt werden und in je weniger Schulen sie verteilt werden. Hier ließe sich z.B. an einer gemeinsamen Schule Unterricht in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anbieten. Das käme auch denen zugute, die sich in Mathe auf Gymnasiumniveau bewegen, in Deutsch hingegen auf Hauptschulniveau. Zudem würden Grundschulfreunde so nicht auseinandergerissen.

Echte Ganztagsschulen statt Möchtegern-Ganztagsschulen. Sie zeichnen sich nicht nur durch Unterricht bis zum Abend aus, sondern durch Freizeitangebote (Sport, Musik, Arbeitsgemeinschaften …). Damit übernähme die Schule einen Teil der Erziehungsarbeit, der ihr ohnehin verstärkt überlassen wird. Kinder armer oder bildungsferner Eltern hätten, ebenso wie Kinder begüterter Eltern, die Möglichkeit zur individuellen Entfaltung.

Leider werden bildungspolitische Erkenntnisse stets recht langsam auf die Schulen übertragen. Das liegt zum einen an der föderalen Struktur, die einheitliche Entscheidungen für ganz Deutschland verhindert. Zum anderen schulden die vielen ideologischen Debatten daran, die sich meist an Bildungsfragen anschließen. Kein Wunder, schließlich betreffen die Fragen jeden. Doch viele lassen sich durch Zahlen und Fakten eindeutig beantworten.
Zur Versachlichung der Bildungsdiskussion trug u.a. die Pisa-Studie bei. Sie zeigte deutlich, welche Bundesländer ihre Bildungssache gut machen, und widersprach damit so mancher Behauptung. Zuvor konnte ja praktisch jeder Kultusminister oder sonstige Verantwortliche eine These aufstellen, ohne durch Fakten widerlegt zu werden.

Hoffen wir, dass sich öffentliche Schulen bald so weit entwickelt haben, dass sie für Kinder tatsächlich die beste Lösung sind. Einige positive Ansätze zeigen sich ja schon: durch zentrale Abschlussprüfungen, durch Diskussionen über Drei- oder Zweigliedrigkeit, über eine Verlängerung der Grundschulzeit … Nach einer Verbesserung wären sie eine echte Alternative zu Privatschulen, nicht nur für arme Familien sondern auch für wohlhabende Eltern, die ihre Sprösslinge nicht in eine überbehütete Schule schicken wollen.

Möchte Deutschland seine Schulen verändern, um den Schülern tatsächlich mehr zu bieten bzw. sie besser zu fördern, müssten Politiker von ihrem Sparpferd steigen (oder die Geldverteilung ändern, denn vermutlich steht genug Geld zur Verfügung, doch wird es einfach an den falschen Stellen ausgegeben). Wie sollen sonst hochwertiger Unterricht und zusätzliche Angebote verwirklicht werden? Zudem müsste sich jeder Einzelne angesprochen fühlen, das ihm Mögliche zu tun, zum Wohle der Schüler. Die sollten schließlich im Blickpunkt stehen - nicht der Ruhm einzelner Bildungspolitiker, Studien oder Thesen.

 

Jungs an der Schule

Mädchen haben mehr Erfolg

Andere Anlagen, anderes Verhalten

Übergewicht an Lehrerinnen - Bevorzugung von Schülerinnen?

Mädchen sind anders als Jungen, keine Frage. Dabei müssen sie gar nicht mal die Klischees erfüllen (Puppen oder Auto), sondern es genügen bereits ihre Anlagen. Die behalten sie auch im Erwachsenenalter, weshalb Männer und Frauen nicht immer dieselben Entscheidungen treffen. Sie fassen eine Situation anders auf, widmen ihre Aufmerksamkeit anderen Punkten, legen Wert auf andere Dinge. Sie fühlen, denken, sehen anders. Doch was sich im Privatleben problemlos regelt, macht Jungs in der Schule ganz schön zu schaffen. Sie ticken eben anders als Mädchen. Aber wer interessiert sich dafür?

Mädchen kommt in der Schule ihr Naturell zugute, dem langes Stillsitzen gewöhnlich nicht viel ausmacht. Streits tragen sie weniger öffentlich aus (durch Prügeleien) als heimlich, durch Lästern und schiefe Blicke. Jungen hingegen empfinden es als Strafe, lange Zeit still an einem Fleck zu sitzen. Vielleicht ist das der Grund, warum sie sich öfter Luft machen, warum ein oder zwei Jungen meist Störenfriede sind.
Die meisten Mädchen geben sich Mühe, legen Wert auf Schönheit. Man nehme nur Schulhefte als Beispiel, in denen die schönere Schrift von Mädchen natürlich eher besticht als männliches "Geschlampe". Da verlieren Jungen bei Lehrerinnen schon mal Sympathien, Mädchen ernten Lob - ein Phänomen, das sich durch die übrige Schulzeit zieht. Dabei brauchen Jungen fünfmal so viel Lob wie Mädchen.

Während das natürliche Verhalten von Mädchen akzeptiert wird, wird das von Jungen bestraft. Mädchen lernen leichter durch Sprache, Jungen hingegen durchs Tun. Doch wem die Bedingungen nicht gefallen, dem wird auch das Lernen nicht gefallen, wie man aus eigener Erfahrung weiß: Belohnung, emotionales Umfeld und Interesse wirken sich stark auf den Lernerfolg aus.
Waren 1970 noch 56 Prozent der Gymnasiasten Jungen, so beträgt ihr Anteil inzwischen nur noch 43 Prozent. Das mag daran liegen, dass Jungen mit gleichen Noten seltener für eine höhere Schule empfohlen werden, bzw. dass sie bei gleichen Kompetenzen eher schlechtere Noten bekommen als Mädchen. Während vom schönen Geschlecht nur 5,8 Prozent ohne Abschluss von der Schule gehen, trifft dies auf ein Zehntel der Jungen zu. 3,7 Prozent der Jungen bleiben sitzen, aber nur 2,1 Prozent der Mädchen. An Schulen für Sprachbehinderte findet man 71 Prozent Jungen. Zufall?

Problem an der Sache ist das Ungleichgewicht an Schulen. Statt gleichermaßen von Männern und Frauen unterrichtet zu werden, nehmen Lehrerinnen allmählich das Heft in die Hand. Immer mehr Frauen strömen den Schulen zu, immer mehr Männer meiden sie. Dabei liegt bereits die Erziehung zu Hause meist in den Händen der Mutter. Häufig hat sie sich gar vom Vater getrennt, weshalb der Sohn ohne männliche Bezugsperson aufwächst. In der Schule erwarten ihn meist Lehrerinnen, die zwar guten Unterricht geben, aber die Welt eben doch anders sehen als Männer.
So erfährt ein Junge rasch, dass er eben anders ist, dass seine Ideen, Wünsche und Gefühle "komisch" sind. Was er als harmlosen Spaß ansieht, erschreckt die Lehrerin zu Tode - und ihn gleich mit, da er offenbar ein so böses Wesen ist. Ein Mann hätte den Spaß vielleicht ebenfalls als Spaß angesehen und ganz anders reagiert. Doch Männer und Frauen sind eben verschieden. Jungen verhalten sich von Natur rustikaler als Mädchen, was Lehrerinnen natürlich oft befremdet. So lernen Jungen in der Schule allmählich, dass ihre Verhalten irgendwie fehl am Platz ist, dass sie ihre Ideen, Wünsche und Gefühle besser wegstecken, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Natürlich ist das Verhalten von Lehrerinnen ebenso korrekt wie das Verhalten von Lehrern. Das Problem ist nur, dass Schüler nur noch eine Verhaltensweise kennenlernen. Sie erfahren von keiner Seite mehr Bestätigung, dass auch sie völlig normal sind. Lehrerinnen haben eben einen ähnlichen Zugang zu Themen und Situationen wie ihre jüngeren Geschlechtsgenossinnen, Männer wie ihre jüngeren Geschlechtsgenossen. Beide Ansichten und Verhaltensweisen sind richtig und angemessen, doch ein männliches oder weibliches Übergewicht benachteiligt naturgemäß eine Schülergruppe.
Doch die niedrige Lehrerquote mag mit eigenen Erlebnissen zusammenhängen: Mädchen haben eben mehr Erfolg als Jungen.

 

Taschengeld

Tipps zur regelmäßigen Zahlung an die Kinder

Beschränkte Geschäftsfähigkeit von Minderjährigen

Wie viel eigenes Geld für Kinder? Wöchentlich oder monatlich zahlen?

In vielen Familien ist Taschengeld selbstverständlich, in anderen abhängig von der Leistung der Kinder (gute Noten, Hilfe im Haushalt …). Einig sind sich jedoch offenbar die meisten Eltern darüber, dass ihre Sprösslinge Geld brauchen: Für kleine Anschaffungen oder einfach, um den Umgang mit Geld zu lernen. Vielleicht auch, um unter Freunden mitreden zu können.
Im Alter von sechs bis acht bekommen 52 Prozent der Kinder regelmäßig Taschengeld, im Alter von neun und zehn 75 Prozent, im Alter von elf und zwölf 83 Prozent. Da stellt sich natürlich die Frage: Wann ist Taschengeld angesagt? Wie viel sollten Eltern wie oft zahlen?

Die Höhe des Betrags richtet sich nach Alter des Kindes und finanziellen Verhältnissen der Familie. Spätestens ab der ersten Klasse empfehlen Experten kleine wöchentliche Zahlungen von ein bis zwei Euro. Acht- und Neunjährigen gebe man zwischen zwei und drei Euro pro Woche. Die Fähigkeit zur Einteilung größerer Beträge besitzen Kinder ungefähr im Alter von zehn oder elf Jahren, weshalb das Taschengeld (etwa vierzehn Euro) dann monatlich ausgezahlt werden kann.
Zwölf- und Dreizehnjährigen überlasse man ungefähr zwanzig Euro im Monat; Vierzehn- und Fünfzehnjährigen zwischen 22 und 26 Euro. Mit sechzehn und siebzehn Jahren wären schon dreißig bis vierzig Euro im Monat drin, wenn die Jugendlichen noch kein eigenes Geld erwirtschaften. Haben sie mit achtzehn Jahren noch kein eigenes Einkommen, wären sechzig Euro im Monat angebracht.

Das Geld zahle man pünktlich, ohne Gemurre. Man verwende es nicht als Belohnung oder Bestrafung. Jüngeren gebe man es bar in die Hand; Älteren überweise man es ggf. auf ein Girokonto (ohne Überziehungsmöglichkeit). Eine Prepaid-Kreditkarte, von der sich ein zuvor eingezahlter Betrag abheben lässt, überlasse man dem Sprössling erst, wenn er auch mit größeren Beträgen umgehen kann (etwa im Alter von dreizehn oder vierzehn). Dabei vergesse man die Nebenkosten (Abhebung am Geldautomaten etc) nicht!
Natürlich zeigen sich Eltern nicht immer mit dem Einkauf ihrer Kinder einverstanden, doch sollte man ihnen freie Hand lassen. Zu vereinbaren gilt allerdings, was die Eltern bezahlen und was das Kind, und dass der Sprössling bei einigen Käufen zuvor um Erlaubnis fragt.

Einige Kaufverträge von Minderjährigen sind wirksam, doch viele lassen sich widerrufen. Grundsätzlich sind Minderjährige ab dem Alter von sieben nur beschränkt geschäftsfähig, was die meisten Verträge schwebend unwirksam macht. Laut Taschengeldparagraf (Paragraph 110, Bürgerliches Gesetzbuch) haben von Kindern abgeschlossene Verträge Gültigkeit, wenn die Eltern ihnen das Geld zu einem bestimmten Kauf überließen. Beispiel: Zwanzig Euro für einen neuen Fußball. Überlegt sich der Minderjährige die Sache allerdings anders und kauft stattdessen einige Bücher, lassen sich diese mit Hinweis auf den Taschengeld-Paragraphen zurückgeben.

 

Läuse

Mittel gegen Kopfläuse - Tipp zur Diagnose

Kopflausbefall kein Grund zu Panik oder Putzwut

Von Nissenkamm und Überlebenschancen der Laus

Ab und an gehen sie an Schulen um und versetzen Eltern in Panik: Läuse. Neben stündlichen Haarwaschungen steht ausgiebiges Putzen auf dem Programm, um den Kopf des Kindes möglichst bald von den Plagegeistern zu befreien und ihre Verbreitung aufzuhalten. Dabei ließe sich das Problem auch mit deutlich weniger Aufwand beheben, denn Putzen und Haarewaschen trägt nur bedingt zum Erfolg bei.

Verständlich ist der Reinigungshang natürlich, denn Menschen verbinden Parasiten meist mit Schmutz. Tatsächlich spielt es für Kopfläuse jedoch keine Rolle, wie oft die Haare gewaschen werden. Ausgewachsene Läuse klammern sich, ebenso wie Larven, fest genug ans Haar, um weder durch Wasser noch durch eine Bürste vertrieben zu werden. Die Eier kleben ebenfalls zu fest an den Haaren, um weggeschwemmt oder -gebürstet zu werden. Allerdings hilft intensives Kämmen immerhin bei etwa sechzig Prozent der Läusebefalle.

Der Blutsauger trennt sich nicht freiwillig von seinem Wirt, denn auf den Lebensraum Kopfhaut hat er sich bestens eingestellt: Sechs kräftige Beine zur Umklammerung eines Haares, eine Vorliebe für Temperaturen zwischen 29 und 31 Grad … An anderen Orten fühlt sich die Laus weder wohl, noch überlebt sie lange. Ihre Beine taugen schlecht zur Fortbewegung auf anderen Oberflächen; zudem mangeln ihr Spring- und Flugfähigkeit. Außerhalb des menschlichen Kopfes ist ihr außerdem zu kalt. Wanderungen unternimmt sie also nur von Menschenkopf zu Menschenkopf, z.B. beim Kuscheln.

Ohne Blut überlebt eine Laus kaum länger als 24 Stunden, ein Zeitraum, in dem sie nach Verlust eines Menschenkopfes kaum einen zweiten findet. Generalreinigungen der Wohnung oder Verschluss der Kuscheltiere in einer Tiefkühltruhe sind also überflüssig, denn nach 55 Stunden sterben sowohl Laus als auch Larve. Man stecke Mützen, Helme oder Kuscheltiere einfach drei Tage lang weg. Spart Zeit und Energie, die man der Reinigung des Menschen widmen kann.
Eine Säuberung verdienen allerdings Bürsten, Haarbänder, Kämme und Spangen. Sechzig Grad Wassertemperatur töten die Tiere ab. Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche wechsle man am Tag des Beginns der Läusebehandlung.

Experten raten zu Läusemittel (geprüft und zugelassen) und Nissenkamm. Nach Einwirkung des Mittels spüle man das Haar gut (!) aus (um die Tiere nicht resistent zu machen) und kämme es mit dem Nissenkamm. Zu diesem Verfahren raten Experten auch, wenn die Packungsbeilage etwas anderes sagt. Nach acht bis zehn Tagen wiederhole man die Behandlung, da in dem Zeitraum die Läuse schlüpften, die als Eier die erste Bekämpfung überlebten.
Die Kämmtherapie wiederhole man alle fünf Tage, also am ersten, fünften, neunten, dreizehnten und siebzehnten Tag. Hierzu feuchte man das Haar vorher an und tränke es mit einer Pflegespülung, was zugleich die Wirksamkeit der Behandlung aufzeigt. Die Läuse können nicht weglaufen, was auch die Diagnose erleichtert. Die Suche nach Läusen fällt so leichter als durch mühsames Durchforsten der Haare nach Eiern oder Nissen.
Ansonsten fällt die Diagnose Laien eher schwer, denn die winzigen Tiere verwechselt man gern mit Schuppen. Die kleben allerdings nicht an den Haaren, so wie Läuseeier, und jucken nicht.

Die meisten Mittel zur Läusebekämpfung enthalten einen Auszug der Chrysanthemenblüte: Pyrethrum (natürlich bzw. künstlich hergestellt). Seit nahezu zweihundert Jahren nutzt man es in Europa als Insektenmittel. Pyrethroide schaden Muskeln und Nerven der Laus. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit greife man am besten zu Mitteln mit den Wirkstoffen Pyrethrum, Allethrin und Permethrin.
Für Menschen geht von Pyrethroiden angeblich keine Gefahr aus, sofern sie nicht in dem Mittel schwimmen. Brennen, Rötungen oder Juckreiz können sich allerdings einstellen. Bei Kontakt mit Schleimhäuten oder Augen spüle man das Mittel sofort ab. Chrysanthemenallergiker sollten ebenso wie Babys, Kleinkinder und Schwangere zu anderen Mitteln greifen.
Zur Läusebekämpfung eignet sich auch ein Läuseshampoo mit Kokosöl, das die Parasiten offenbar erstickt. Richtig angewendet, zeigt es gute Wirkung.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.bzga.de

Wissenschaftlicher Name der Laus: Pediculus humanus capitis
Größe: ca. drei Millimeter
Größe der Eier: nicht einmal ein Millimeter

 

Weihnachten

Weihnachtsstress ade!

Alternativen zum Weihnachtsrummel

Gemütliche, stressfreie Feiertage im Familienkreis

Meist beginnt der Rummel schon vor Halloween, wenn Kaufhäuser die "Weihnachtszeit" einläuten. Sie räumen Weihnachtsartikel in die Regale und werben mit tollen Geschenken für die Lieben. Kaufen muss man allen etwas, um ja niemanden vor den Kopf zu stoßen. Deko gehört auch dazu, natürlich in den aktuellen Farben und Mustern der Saison.
Man kennt den Stress ja aus eigener Erfahrung. Jedes Jahr soll es mehr sein, schöner, besser, toller als beim letzten Weihnachten. Tatsächlich stellt sich jedoch oft verkrampfte Fröhlichkeit ein, Familienstreit, Kindergejammer und Unzufriedenheit.

Doch nicht jeder beteiligt sich an dem Weihnachtsstress. Manche Familien gehen die Sache auch beschaulich an, so wie sie vermutlich einst gedacht war. Statt sich ins Einkaufsgetümmel zu stürzen, verbringen sie Zeit miteinander. Weihnachtsvorbereitungen sind dabei nicht ausgeschlossen, doch eben auf andere Art. Plätzchen backen mit den Kleinen macht Spaß, außerdem die Anfertigung eigener Dekoration (aus Moos, Zweigen …). Ziel ist schließlich kein Konsumterror, sondern schöne Gemeinsamkeit.

Ausgiebiges Putzen lohnt eher nach dem Fest als vor dem Fest. Spart Zeit, die man besser der Familie widmet, und Nerven. Fünf-Gänge-Menüs kann man sich ebenfalls sparen, wenn einem Kochen keinen Spaß macht. Kinder freuen sich ohnehin meist über einfache Gerichte. Leckere Alternative wäre z.B. ein kaltes Buffet.
Entspannung stellt sich meist bei möglichst geringer Besucherzahl ein. Warum Weihnachten nicht mal nur mit der Kernfamilie verbringen? Selbst Verwandte stören an den Feiertagen meist nur.

Die schönsten Geschenke sind oft selbstgemacht. Verschenken lassen sich z.B. selbstgemalte Bilder (von den Kleinen), Gutscheine zur Mithilfe in Haushalt oder beim Babysitten, eine Sammlung eigener Rezepte, einen selbst gestalteten Kalender, die Einladung zu einem Familienausflug … Oder auch mal was Praktisches, wie z.B. eine neue Mütze.

 

Frauenarbeit

Wunsch nach mehr Arbeit

Frauenarbeitsquote in Deutschland

Durchschnittliche Arbeitszeit der Frauen

Erwerbstätige kennen das Phänomen vermutlich: Je mehr Kinder eine Familie hat, desto weniger arbeitet die Frau außer Haus, desto mehr hingegen der Mann. Deutschland steht noch weit von seinem Ziel entfernt, Männern und Frauen eine gleichmäßige Aufteilung der Familien- und Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Dabei möchten sechzig Prozent der westdeutschen und zwanzig Prozent der ostdeutschen Frauen gern länger arbeiten.

Durchschnittlich arbeiten Frauen in Deutschland 29,1 Stunden in der Woche außer Haus, also eine Stunde weniger als vor sieben Jahren. Damals gingen Männer im Schnitt 8,8 Stunden länger einem Broterwerb nach als Frauen, ein Wert, der binnen fünf Jahren auf 9,3 Stunden stieg.
Die deutsche Erwerbsquote bei Frauen zwischen fünfzehn und 64 Jahren (61,5 Prozent) übertrifft den europäischen Durchschnitt. Sie gehen allerdings nur zu 46,5 Prozent einer Vollzeittätigkeit nach; weitere 46,8 Prozent arbeiten Teilzeit. Durchschnittlich gehen Teilzeitarbeiterinnen in Deutschland achtzehn Stunden pro Woche ihrem Broterwerb nach, die kürzeste Zeit im EU-Vergleich. Einer der Gründe ist vermutlich die Zunahme von Minijobs, denn die Zahl der nur geringfügig beschäftigten Frauen stieg binnen fünf Jahren von 2,97 Millionen auf 3,32 Millionen.
Männer mit zwei Kindern arbeiten vor zwei Jahren 41,5 Wochenstunden, Frauen mit zwei Kindern 23 Stunden.

Trotz ihrer Beteuerungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken, legt die deutsche Regierung Familien Hindernisse in den Weg. So winken durch das Ehegattensplitting steuerliche Vorteile für Ehepaare mit unterschiedlichen Einkommen. Zudem begünstigt die Förderung von Minijobs geringfügige Beschäftigungen.

Mehr zu der Studie gibt´s bei der Universität Duisburg-Essen (Institut Arbeit und Qualifikation, IAQ).

 

Spülen

Leidiger Abwasch oder schöne Gesprächsrunde?

Streit wegen der Spülmaschine und ums Abwaschen

Vorteile des Geschirrspülens – Gemeinsamkeit und interessante Gespräche

Spülen gehört zu den unliebsamsten Haushaltstätigkeiten. Da hat man sich bei einem leckeren Essen entspannt und möchte jetzt am liebsten spazieren gehen, ein gutes Buch lesen oder sich aufs Sofa kuscheln – aber in der Küche ernüchtert der Anblick des dreckigen Geschirrs. Welche Berge da immer zusammenkommen! Während einer spült, gehen die anderen Familienmitglieder wichtigeren oder schöneren Arbeiten nach. Da wundern böse Blicke nicht.
Doch über all der Trübsal werden oft die schöne Seiten des Spülens vergessen. Die gibt es tatsächlich! So schafft Spülen z.B. Gemeinsamkeit: Der eine wäscht das Geschirr und reicht es dem (oder den) anderen zum Abtrocknen. Dabei werden oft recht gehaltvolle, interessante Gespräche geführt. Nicht nur mit Bekannten oder Familienangehörigen, sondern auch mit Wildfremden, die sich auf einer Party ebenfalls der Küche erbarmen. Doch auch zwei Ehepartner oder Mutter bzw. Vater und Kind können sich in der Küche in aller Ruhe von den Tagesereignissen erzählen.

Nicht jeder Haushalt weist eine Spülmaschine auf, im Gegenteil. In jedem dritten Haushalt erledigt man den Abwasch von Hand. Die Spülmaschine setzte sich übrigens in den 1970er Jahren durch, der Zeit, als Frauen ihre Männer häufiger zur Haushaltsarbeit aufforderten. An der Spüle machten sie dann doch ein zu merkwürdiges Bild.
Die Amerikanerin Josephine Cochran hatte sich die Maschine bereits 1886 patentieren lassen. Die Erfinderin wollte eigentlich nur verhindern, dass ihre Angestellten beim Spülen so viel Geschirr kaputt machten. Bei ihrer Maschine drehten sich Drahtkörbe mit Geschirr in heißem Seifenwasser, woraus sich später Restaurantspülmaschinen entwickelten.
Zunächst funktionierten Spülmaschinen recht simpel. Teils musste Wasser zuvor erhitzt und dann per Hand in die Maschine gegossen werden (später wieder abgepumpt). Ein sich drehender Propeller verteilte es. Die berühmte Firma "Miele" stellte 1929 die ersten europäischen Geschirrspülmaschinen für den Haushalt her. Jahrzehntelang fragten nur wenige nach ihnen, bis die Verkaufszahlen in den Sechzigern plötzlich gen Himmel schossen. So stark wuchs die Nachfrage, dass das Unternehmen die Motorradproduktion zugunsten der Geschirrspüle aufgab.

Spülmaschinen verbrauchen deutlich weniger Wasser als menschliche Spüler. Für vierzehn Gedecke benötigen moderne Geräte durchschnittlich dreizehn Liter Wasser. Menschen lassen zur Reinigung deutlich mehr aus der Leitung fließen, auch wenn Deutsche – wie könnte es auch anders sein – beim Spülen recht sparsam sind.

Ideallösung ist die Spülmaschine trotzdem nicht. Zwar mag sie praktischer sein, da die Arbeit rascher von der Hand geht, doch gibt sie auch Anlass zu Konflikten. Sagt der eine Partner "Räum die Teller doch andersrum rein, komm, ich zeig´s dir …", folgt meist ein pampiges: "Dann mach´s doch selber!" und ein Verlassen der Küche. Den leidigen Streit um den Abwasch beseitigt die Spülmaschine damit nicht. Sie birgt eher Konfliktpotenzial. Aber das tut der Abwasch von Hand ja auch …

 

Schuhe

Passendes Schuhwerk für Kinderfüße

Tipps zum Schuhkauf für Kinder - Gefahr von Fehlstellungen

Studie über zu große Treter, zu große Enge und breiter werdende Füße

Oft haben scheinbare Kleinigkeiten große Auswirkungen auf die Gesundheit. Man nehme nur Kinderschuhe als Beispiel, die oft an späteren Schmerzen schulden. Grund sind weniger qualitativ schlechte als vielmehr falsch sitzende Schuhe. Trägt ein Kind unpassende Schuhe, stellen sich im Erwachsenenalter ggf. Fußbeschwerden ein. Da sich nicht alle Fehlstellungen später korrigieren lassen, haben gut sitzende Schuhe große Bedeutung.

Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten, in denen viele Kinder zu kleine Schuhe hatten, tragen vierzig Prozent heutiger Kinder zu große Schuhe (bis zu drei Nummern). Das mag am falschen Einkauf liegen oder am Sparwunsch der Eltern. Gut tut es den Kleinen nicht, denn bei zu viel Luft rutschen die Füße ständig nach vorn, was die Zehen staucht. Zu enge Schuhe rufen hingegen ggf. Fehlstellungen hervor.
Gerade Kleinigkeiten weisen auf unpassende Schuhe hin, so z.B. wunde Stellen (oder Löcher in den Socken) am stets gleichen Punkt.

Den richtigen Schuh findet man durch Fühlen. Etwa eine halbe Daumenbreite Luft sollte sich (beim stehenden Kind) zwischen Zehen und Schuh befinden.
Da Kinderfüße eher rechteckig ausfallen, benötigen sie Schuhe mit ausreichend breiter Spitze. Ein zu enger Zehenbereich führt ggf. zu Fehlstellungen.

Binnen der letzten zwölf Jahre gingen Kinderfüße durchschnittlich um ein bis zwei Millimeter in die Breite. Übergewicht schuldet nicht daran, doch sind die Ursachen noch unklar. Hier haben Hersteller die Aufgabe, ihre Schuhe entsprechend anzupassen.

Näheres über den "Kinderfuß-Report" beim Deutschen Schuhinstitut oder der Uni Potsdam.

 
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