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Seite << 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 >> Selbstironie
Witze über sich statt über andereWas macht Männer sexy?Studie zur sexuellen AttraktivitätManche Männer machen sich gern auf Kosten anderer lustig oder prahlen mit ihren Vorzügen. Damit wollen sie sich wahrscheinlich vor Frauen in ein besseres Licht setzen, doch der Schuss geht nach hinten los. Tatsächlich findet das andere Geschlecht Männer mit Selbstironie attraktiver. Mehr über die Studie gibt´s bei der Universität von New Mexico. Anerkennung
Starke Leistung im AlltagFamilienarbeit kein ZuckerschleckenKinder, Haushalt und Beruf - vollgestopfter TerminplanerEgal ob Mann oder Frau, wer einmal einen Haushalt schmiss und sich um die Kinder kümmerte, weiß, welche Arbeit dahintersteckt. Engagiert man sich zusätzlich noch bei einer gemeinnützigen Vereinigung oder geht einige Stunden am Tag arbeiten, platzt der Terminplaner aus allen Nähten. Es ist ja nicht so, dass Hausfrauen oder -männer den ganzen Tag Däumchen drehen, im Gegenteil. Ihre Arbeit steht der eines Managers in nichts nach, ja übertrifft sie oft gar.
Bezahlung wäre ein Weg zur höheren Anerkennung. So spielen manche Politiker mit dem Gedanken an Erziehungsgeld. Familien hätten die Wahl, dieses für eine Krippe auszugeben oder die Kinder daheim zu erziehen.
Da die "Herdprämie" besonders von konservativen Politikern befürwortet wird, sehen manche darin einen Schleichweg, Frauen doch wieder an den Herd zu bannen. Doch sie stände ja auch Männern offen, wenn diese der Familie zuliebe daheim blieben. Paare wünschen sich meist eine gleichmäßige Arbeitsteilung, sowohl im Haushalt als auch im Erwerbsleben. Leider fällt dieser Wunsch oft in den Bach, denn viele missliche Umstände führen manchmal eben doch zur traditionellen Rollenverteilung, bei der ein Partner zu Hause bleibt, während der andere in Vollzeit arbeitet. Dies muss zwar nicht das schlechteste sein, doch das Gefühl des Zwanges (ich darf nicht machen, was ich wirklich will) nagt natürlich an einem. Bekommt man dann auch noch mehr Verachtung als Anerkennung dafür, sein Leben der Familie zu opfern, muss man sich über Unzufriedenheit nicht wundern. Haushaltsgeräte
Kennzeichnung der EnergieeffizienzBuchstaben und Farben auf KühlschränkenFolgekosten nach dem Billigkauf - Energie sparen bei Kühlgerät, Herd und WaschmaschineBeim Kauf von Haushaltsgeräten sollte man sich nicht immer zum billigsten Angebot hinreißen lassen. Klar scheinen die fünfzig Euro Preisunterschied in einem schönen Abendessen besser angelegt, doch bei genauer Betrachtung entpuppt sich das teurere Gerät oft als günstiger. Klingt widersprüchlich? Nicht bei einem Blick auf die Folgekosten.
Hersteller weisen durch Buchstaben oder Farben auf die Effizienz ihrer Geräte hin. G (rot) ist die schlechteste Bewertung, A (grün) die scheinbar beste. Doch Vorsicht: Inzwischen sind die Bewertungsklassen bei A++ angekommen. Ein recht mieser Trick, denn somit wähnen sich Käufer eines Kühlschranks mit der Auszeichnung "A" im Besitz des momentan besten Geräts, obwohl es nur das drittbeste ist.
Kühlschränke und Gefriergeräte stelle man an kühle Orte, also nicht direkt neben den Herd. Ihr Stromverbrauch steigt nämlich mit der sie umgebenden Temperatur. Beim Herdkauf wähle man einen Induktionsherd, der im Gegensatz zu herkömmlichen Herden nur den Topf erwärmt, nicht die Platte. Zudem lässt er sich gut regulieren.
Wäsche wachse man nicht zu heiß, denn selbst hartnäckige Flecken gehen (bei angemessener Vorbehandlung) bei geringen Temperaturen raus. So lässt sich Kochwäsche meist sparen. Nährwertangaben
Kennzeichnung der LebensmittelGehalt von Salz, Zucker, Fett, gesättigten FettsäurenKalorien pro Portion und in Bezug auf den TagesbedarfWer sich nicht näher mit Ernährungswissenschaften beschäftigte, weiß oft nicht, welche Lebensmittel ihm tatsächlich gut tun. Ein böses Manko, denn wo die Werbung gesunden Genuss verspricht, stellt sich oft Schädigung ein. Übergewicht ist nur eine Folge davon. Doch während die Wirtschaft sich freut, dass die von ihnen gefürchtete Ampel-Regelung nicht übernommen wurde, ärgern sich Verbraucherschützer. Sie wünschen sich die Ampel nach dem Vorbild Großbritanniens, das seine Produkte in grün, gelb oder rot kennzeichnet (je nach Gehalt von Fett, Zucker, Salz u. gesättigten Fettsäuren). Nur dadurch lasse sich Übergewicht bei Kindern bekämpfen. Rahmen dieser Verordnung ist der "Nationale Aktionsplan gegen falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel". Tilidin
Tilly Trend in BerlinGlücksgefühl statt Schmerz und AngstAbhängigkeit und Entzug wie bei HeroinTilidin (Tilly) Etwa ab 2002 tauchten die ersten Fälle auf, als besonders junge männliche Einwanderer in Berlin zu den Tropfen griffen. Inzwischen hat Tilidin den Ruf als "Schlägerdroge", die vor Kämpfen eingenommen werde. Nach der Einnahme herrscht erhöhte Gewaltbereitschaft. Experten widersprechen dem Klischee jedoch; niemand nimmt sie, um sich später zu prügeln. Persönlichkeitsentfaltung
Individuelle Entfaltung statt EinheitsdrillFörderung für ProblemschülerWert des Einzelnen - Wirtschaftlichkeit oder Individualität?Es gibt wenige Themen, mit denen sich die Politik stärker auseinandersetzt als mit Bildung. Sei es Fortbildung für Senioren und Berufstätige, Ausbildung bzw. der Mangel an passenden Stellen, Schulbildung zur Förderung der Kleinen - oder frühkindliche Bildung, um bereits in den Kleinsten das Fundament zu legen.
Eltern haben oft nur eine oder zwei Chancen, das perfekte Kind heranzuziehen. Man selbst würde über eine schlechte Note in Mathe ja hinwegsehen, aber die Zukunft, die berufliche Karriere! Wo bleibt die, wenn nicht frühstmöglich mit Bildung begonnen wird? So buchen sie Chinesischunterricht für Säuglinge, zweisprachige Betreuungsangebote, Museumsbesuche und Wellnessbehandlungen für Kindergartenkinder. Erwachsene merken, dass in der Jugend heutiger Kinder vieles verpasst wurde, und suchen dies nun nachzuholen. Man hört von Problemfamilien, in denen Kinder misshandelt werden oder nicht ausreichend Vorbereitung auf die Schule erfahren. Die Lösung? Man biete flächendeckend Krippen und Kindergärten an, am besten verpflichtend. Man hört von Jugendlichen, die nach der Schule allein gelassen herumlungern und Blödsinn bauen. Die Lösung? Man richte Ganztagsschulen ein oder schicke das Kind zur Nachhilfe.
Bildungsreformen sollen Abhilfe schaffen und das deutsche Bildungssystem an die Weltspitze katapultieren. Vielleicht auch die Karriere des einen oder anderen Politikers vorantreiben. Dabei spielen Pisa- und andere Tests für Deutschland eine große Rolle, während andere Staaten sie eher achselzuckend zur Kenntnis nehmen.
Leider zeigt die Wirtschaft an solcher Bildung kein Interesse. Sie fordert ausbildungswillige Schulabsolventen, die bereits einen Wissensberg mitbringen, die mit Kreativität und Durchsetzungsvermögen ihre Karriere vorantreiben und dem Unternehmen möglichst viel Geld in die Kasse spülen. Apfelsaft
Naturtrüb besser als klarSaft aus Äpfeln als GesundheitsförderungVerlust krankheitsvorbeugender Stoffe bei der KlärungNicht umsonst schwören viele Menschen auf naturtrüben Apfelsaft: Er fördert die Gesundheit stärker als klarer Saft. Möchte man sich also was Gutes, Gesundes tun, folge man der wissenschaftlichen Empfehlung und greife zu trübem Saft. Doch auch die Apfelsorte spielt beim Nährwertgehalt eine Rolle. In einer Untersuchung tauchten im Saft der Apfelsorte "Idared" nur halb so viele Polyphenole auf wie im "Champion"-Saft. Wellnessgetränk
Vorsicht vor tollen WerbesprüchenDiabetesgefahr durch Unmengen ZuckerGesunde Getränke? Gefahr für Zahnschmelz und FigurMit "Wellness" werben die Hersteller moderner Fruchtgetränke. Man tue sich was Gutes, bereichere den Körper mit Vitaminen und Heilkräutern. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Statt zu nützen, schaden Wellnessgetränke. Gesunde Alternativen sind ungesüßte Kräutertees, Wasser und Saftschorle. Letztere stelle man aus Saft mit hundertprozentigem Fruchtgehalt her, da Fruchtsaftgetränke und Nektar ggf. zusätzlichen Zucker aufweisen Baby Signing
Gebärdensprache für Kind und ElternErfolg durch Lernen oder Aufmerksamkeit?Zeichensprache zur leichteren Verständigung mit dem KleinkindWas will mein Kind mir sagen?, fragen sich viele Eltern verzweifelt. Ach, wenn es doch nur schon reden könnte! Hier setzen zahlreiche Psychologen und Wissenschaftler an, indem sie Eltern und Babys Zeichensprache beibringen. Das verhilft nicht nur zur Kommunikation vor dem Spracherwerb, sondern kurbelt diesen angeblich an. So die eine Seite der Medaille. Die andere wirft obiger, wie auch zahlreichen anderen Untersuchungen vor, sie besäßen keine wissenschaftliche Gründung. Es fehle an der Methodik, denn schon der Studienaufbau bestimme das Ergebnis. Zudem stelle sich die Frage, ob tatsächlich die Verbindung aus Gesten und Sprache den Spracherwerb förderte, oder die größere elterliche Aufmerksamkeit. Zur Entwicklung brauchen Kleinkinder eben viel liebevolle Aufmerksamkeit, egal ob in Form von Gebärden, Sprache, Schmusen.
Tatsächlich sind Gesten offenbar eng mit der Sprachentwicklung verknüpft. Bei Sprache und Handbewegungen erfolgt eine ähnliche neuronale Verarbeitung. Man beobachte nur ein Kind von etwa einem halben Jahr Alters, das Arme und Hände oft rhythmisch bewegt. Im selben Zeitraum setzt rhythmisches Gebrabbel ein, oft im Zusammenspiel mit den Bewegungen. Wenn der Trend zu "Baby Sign Classes" (Babygebärdenunterricht) von England und den USA nach Europa herüberschwappt, dürfen auch hiesige Eltern sich damit auseinandersetzen. Ob sie nun Erfolg zeigen oder nicht - es lohnt sich zumindest, sich mit dem eigenen Kind auseinanderzusetzen. Eltern benimmt das oft einigen Frust. Und vielleicht sind ja auch die Kleinen glücklich. Bei Kindern mit Down-Syndrom zeigt Gebärdensprache übrigens Erfolge, Sprachstörungen lassen dadurch nach. Kinderwunsch
Vaterschaft am besten mit 28 JahrenWünsche deutscher MännerFamilie? Ja, bitte - aber auch bessere BetreuungsangeboteIn Deutschland wünschen sich 92,7 Prozent der jungen, kinderlosen Männer Nachwuchs. Sie geben als bestes Alter zum Vaterwerden 28 Jahre an, doch erfüllt sich ihr Wunsch durchschnittlich erst zwischen 29 und 33. Über ein Drittel der Männer zwischen 35 und vierzig Jahren haben noch keinen Sprössling.
Drei Prozent der Männer mit Kind und Erwerbstätigkeit finden bei der Arbeit genug Unterstützung zur Kinderbetreuung. Ein mageres Zeugnis, wo sich doch neunzig Prozent der Männer Möglichkeiten am Arbeitsplatz wünschen, mehr Zeit mit den Liebsten zu verbringen! Seite << 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 >>
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