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Selbstironie

Witze über sich statt über andere

Was macht Männer sexy?

Studie zur sexuellen Attraktivität

Manche Männer machen sich gern auf Kosten anderer lustig oder prahlen mit ihren Vorzügen. Damit wollen sie sich wahrscheinlich vor Frauen in ein besseres Licht setzen, doch der Schuss geht nach hinten los. Tatsächlich findet das andere Geschlecht Männer mit Selbstironie attraktiver.
Bei einer zwei Jahre dauernden Forschung hörten Studentinnen Tonaufnahmen von Männern, die über sich berichteten. Auf die anschließende Frage, welche sie sexuell gesehen am attraktivsten fanden, nannten sie diejenigen, die sich über sich selbst lustig machten, keine Witze über andere rissen und nicht prahlten.

Mehr über die Studie gibt´s bei der Universität von New Mexico.

 

Anerkennung

Starke Leistung im Alltag

Familienarbeit kein Zuckerschlecken

Kinder, Haushalt und Beruf - vollgestopfter Terminplaner

Egal ob Mann oder Frau, wer einmal einen Haushalt schmiss und sich um die Kinder kümmerte, weiß, welche Arbeit dahintersteckt. Engagiert man sich zusätzlich noch bei einer gemeinnützigen Vereinigung oder geht einige Stunden am Tag arbeiten, platzt der Terminplaner aus allen Nähten. Es ist ja nicht so, dass Hausfrauen oder -männer den ganzen Tag Däumchen drehen, im Gegenteil. Ihre Arbeit steht der eines Managers in nichts nach, ja übertrifft sie oft gar.
Psychologie, Pädagogik, Organisation, Motivation, Coaching, Betriebswirtschaft, Kochen, Medizin sind nur einige wenige Felder, die täglich eine Rolle spielen. Ganz zu schweigen von den vielen sozialen Kompetenzen, die dazu erforderlich sind (Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Geduld, Flexibilität, Mobilität …).
Ließen sich Eltern jede Arbeitsstunde für Haushalt und Kinder bezahlen, fielen vermutlich horrende Summen an. Doch wie kommt es, dass dieser Einsatz so gering geschätzt wird, die von Managern hingegen hoch? Ist es wichtiger, ein börsennotiertes Unternehmen dem nächsten Crash entgegenzuführen oder die nächste Generation aufzuziehen?

Bezahlung wäre ein Weg zur höheren Anerkennung. So spielen manche Politiker mit dem Gedanken an Erziehungsgeld. Familien hätten die Wahl, dieses für eine Krippe auszugeben oder die Kinder daheim zu erziehen.
Leider birgt diese Idee auch Schattenseiten. In Norwegen beispielsweise, das 1998 das Betreuungsgeld ins Leben rief, behalten besonders Einwanderer und Eltern unterer Gesellschaftsschichten ihre Sprösslinge zu Hause. Gerade ihnen käme die Förderung in einer außerfamiliären Einrichtung jedoch gut zustatten.
Weiteres Problem ist die "Elternfalle". Je länger Eltern nach der Geburt des Kindes zu Hause bleiben, desto schwerer fällt die Rückkehr ins Arbeitsleben. Wer heimische Erziehung also durch ausreichend Geld fördert, erschwert die Wiedereingliederung in den Beruf. Die fällt ohnehin nicht leicht, den Arbeitgeber erwarten hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft.

Da die "Herdprämie" besonders von konservativen Politikern befürwortet wird, sehen manche darin einen Schleichweg, Frauen doch wieder an den Herd zu bannen. Doch sie stände ja auch Männern offen, wenn diese der Familie zuliebe daheim blieben. Paare wünschen sich meist eine gleichmäßige Arbeitsteilung, sowohl im Haushalt als auch im Erwerbsleben. Leider fällt dieser Wunsch oft in den Bach, denn viele missliche Umstände führen manchmal eben doch zur traditionellen Rollenverteilung, bei der ein Partner zu Hause bleibt, während der andere in Vollzeit arbeitet. Dies muss zwar nicht das schlechteste sein, doch das Gefühl des Zwanges (ich darf nicht machen, was ich wirklich will) nagt natürlich an einem. Bekommt man dann auch noch mehr Verachtung als Anerkennung dafür, sein Leben der Familie zu opfern, muss man sich über Unzufriedenheit nicht wundern.
Doch nicht nur Politiker sind aufgefordert, der Gesellschaft ein besseres Bild über Einsatz für die Familie beizubringen. Viel liegt schon an den Betroffenen selbst: Warum nicht mal ein kleines Blümchen mitbringen? Warum nicht mal ein "Danke"? Warum nicht mal ein "Schatz, ich hab dich lieb"? Wer weiß schon, wie viel Hader und Streit sich dadurch vorbeugen ließe.

 

Haushaltsgeräte

Kennzeichnung der Energieeffizienz

Buchstaben und Farben auf Kühlschränken

Folgekosten nach dem Billigkauf - Energie sparen bei Kühlgerät, Herd und Waschmaschine

Beim Kauf von Haushaltsgeräten sollte man sich nicht immer zum billigsten Angebot hinreißen lassen. Klar scheinen die fünfzig Euro Preisunterschied in einem schönen Abendessen besser angelegt, doch bei genauer Betrachtung entpuppt sich das teurere Gerät oft als günstiger. Klingt widersprüchlich? Nicht bei einem Blick auf die Folgekosten.
Mindestens ein Drittel des in deutschen Haushalten benötigten Stroms fließt in große Geräte, besonders viel in Kühlgeräte. Da lohnt der Kauf eines etwas teureren Gerätes, wenn es sich durch Energiesparsamkeit auszeichnet.

Hersteller weisen durch Buchstaben oder Farben auf die Effizienz ihrer Geräte hin. G (rot) ist die schlechteste Bewertung, A (grün) die scheinbar beste. Doch Vorsicht: Inzwischen sind die Bewertungsklassen bei A++ angekommen. Ein recht mieser Trick, denn somit wähnen sich Käufer eines Kühlschranks mit der Auszeichnung "A" im Besitz des momentan besten Geräts, obwohl es nur das drittbeste ist.
Ein Kühlschrank der Klasse A+ oder A++ verbraucht zwischen fünfundzwanzig und fünfundvierzig Prozent weniger Energie als einer der A-Klasse. Ein A-Kühlschrank hingegen bringt im Vergleich zu einem B-Kühlschrank bis zu zweihundert Euro Ersparnis im Jahr. Zwar kostet er beim Kauf mehr, doch angesichts dieser Stromersparnis kann man hundert Euro Preisunterschied schon akzeptieren.
Moderne Kühlschränke mit A++ verbrauchen bis zu zwei Drittel weniger Energie als Kühlschränke, die bereits mehr als zehn Jahre auf dem Buckel haben.
Neben der Klassifizierung achte man als Käufer auch auf die Verbrauchswerte.

Kühlschränke und Gefriergeräte stelle man an kühle Orte, also nicht direkt neben den Herd. Ihr Stromverbrauch steigt nämlich mit der sie umgebenden Temperatur.
Elektrische Klimageräte meide man wegen ihres hohen Stromverbrauchs.

Beim Herdkauf wähle man einen Induktionsherd, der im Gegensatz zu herkömmlichen Herden nur den Topf erwärmt, nicht die Platte. Zudem lässt er sich gut regulieren.

Wäsche wachse man nicht zu heiß, denn selbst hartnäckige Flecken gehen (bei angemessener Vorbehandlung) bei geringen Temperaturen raus. So lässt sich Kochwäsche meist sparen.
Die richtige Dosierung des Waschmittels hilft ebenfalls beim Energie- und Wassersparen, denn beider Verbrauch wird durch zu viel Reinigungsmittel erhöht. Aufgrund der hohen Effizienz moderner Waschmittel genügt bereits ca. die halbe Dosis.

 

Nährwertangaben

Kennzeichnung der Lebensmittel

Gehalt von Salz, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren

Kalorien pro Portion und in Bezug auf den Tagesbedarf

Wer sich nicht näher mit Ernährungswissenschaften beschäftigte, weiß oft nicht, welche Lebensmittel ihm tatsächlich gut tun. Ein böses Manko, denn wo die Werbung gesunden Genuss verspricht, stellt sich oft Schädigung ein. Übergewicht ist nur eine Folge davon.
Im Kampf gegen überflüssige Pfunde und ungesunde Ernährung rief die Bundesregierung eine Kennzeichnung der Nährwerte in Lebensmitteln ins Leben. Den Herstellern stehen zwei Varianten offen, um fünf Nährwerte anzugeben (gut sichtbar, auf Etikett oder Verpackung). Die Kalorienangabe wird stets auf der Schauseite platziert, die übrigen Angaben (Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Salz u. Zucker) wahlweise auf der Schauseite oder an einer anderen Stelle.
Die Nährwerte werden pro Portion angegeben, außerdem in Bezug auf den durchschnittlichen Kalorienbedarf einer Erwachsenen. Käufern erleichtert dies den Produktvergleich. Bis dato erfolgten Nährwertangaben stets freiwillig.

Doch während die Wirtschaft sich freut, dass die von ihnen gefürchtete Ampel-Regelung nicht übernommen wurde, ärgern sich Verbraucherschützer. Sie wünschen sich die Ampel nach dem Vorbild Großbritanniens, das seine Produkte in grün, gelb oder rot kennzeichnet (je nach Gehalt von Fett, Zucker, Salz u. gesättigten Fettsäuren). Nur dadurch lasse sich Übergewicht bei Kindern bekämpfen.

Rahmen dieser Verordnung ist der "Nationale Aktionsplan gegen falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel".

 

Tilidin

Tilly – Trend in Berlin

Glücksgefühl statt Schmerz und Angst

Abhängigkeit und Entzug wie bei Heroin

Tilidin (Tilly)
Aussehen: Flüssigkeit, oft in Flaschen aufbewahrt (Wasser- oder kleine braune Flaschen)
Wirkung: Glücksgefühle, sexuelle Anregung, Ausblendung von Angst und Schmerz, erhöhte Gewaltbereitschaft
Risiken: Der Wirkstoff fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, ist also auf Rezept in jeder Apotheke zu haben. Viele haben ihn gar unbewusst zu Hause stehen. Die Hemmschwelle zum Probieren liegt entsprechend niedrig, noch unter der für Haschisch.
Abhängigkeit: rasch körperlich und psychisch. Ähnelt der von Heroin, ebenso der Entzug. Zittern, Krämpfe, Depressionen, Ängste, Gier nach Opiat.

Etwa ab 2002 tauchten die ersten Fälle auf, als besonders junge männliche Einwanderer in Berlin zu den Tropfen griffen. Inzwischen hat Tilidin den Ruf als "Schlägerdroge", die vor Kämpfen eingenommen werde. Nach der Einnahme herrscht erhöhte Gewaltbereitschaft. Experten widersprechen dem Klischee jedoch; niemand nimmt sie, um sich später zu prügeln.

 

Persönlichkeitsentfaltung

Individuelle Entfaltung statt Einheitsdrill

Förderung für Problemschüler

Wert des Einzelnen - Wirtschaftlichkeit oder Individualität?

Es gibt wenige Themen, mit denen sich die Politik stärker auseinandersetzt als mit Bildung. Sei es Fortbildung für Senioren und Berufstätige, Ausbildung bzw. der Mangel an passenden Stellen, Schulbildung zur Förderung der Kleinen - oder frühkindliche Bildung, um bereits in den Kleinsten das Fundament zu legen.
Doch was ist Bildung überhaupt? Wer legt Ziele und Methoden fest?

Eltern haben oft nur eine oder zwei Chancen, das perfekte Kind heranzuziehen. Man selbst würde über eine schlechte Note in Mathe ja hinwegsehen, aber die Zukunft, die berufliche Karriere! Wo bleibt die, wenn nicht frühstmöglich mit Bildung begonnen wird? So buchen sie Chinesischunterricht für Säuglinge, zweisprachige Betreuungsangebote, Museumsbesuche und Wellnessbehandlungen für Kindergartenkinder.
Jedoch: In einem Jahrgang bleiben acht Prozent ohne Schulabschluss. Oft werden sie bereits im Kindergarten "ausgesondert", da ihnen Frühbildung fehlt. Sei es die deutsche Sprache oder soziale Kompetenz, sei es Zahlenverständnis oder Aufmerksamkeit - ihnen fehlen später vorausgesetzte Grundlagen, so dass sie zum unverschuldeten Außenseiter werden. Gerade Problemschüler brauchen Zuwendung und Förderung, doch gehen sie im Alltag unter, da sie nicht mit den anderen Schritt halten können. Hier wäre es angebracht, ihnen das beizubringen, was ihnen in der frühen Kindheit offenbar abging: soziale Kompetenzen, gutes Deutsch, Freude am Lernen etc.

Erwachsene merken, dass in der Jugend heutiger Kinder vieles verpasst wurde, und suchen dies nun nachzuholen. Man hört von Problemfamilien, in denen Kinder misshandelt werden oder nicht ausreichend Vorbereitung auf die Schule erfahren. Die Lösung? Man biete flächendeckend Krippen und Kindergärten an, am besten verpflichtend. Man hört von Jugendlichen, die nach der Schule allein gelassen herumlungern und Blödsinn bauen. Die Lösung? Man richte Ganztagsschulen ein oder schicke das Kind zur Nachhilfe.

Bildungsreformen sollen Abhilfe schaffen und das deutsche Bildungssystem an die Weltspitze katapultieren. Vielleicht auch die Karriere des einen oder anderen Politikers vorantreiben. Dabei spielen Pisa- und andere Tests für Deutschland eine große Rolle, während andere Staaten sie eher achselzuckend zur Kenntnis nehmen.
Doch bei all ihren Reformen laufen die Deutschen Gefahr, viel Gutes zu opfern. Warum denn Bildung im Schnellverfahren (Beispiel G8) - warum nicht Bildung im individuellen Tempo, warum nicht Zeit lassen? Warum sich das Wissen nicht setzen lassen, wo man doch weiß, dass schnell Gelerntes auch schnell vergessen wird? Warum sich nicht mal nach den Wünschen der Schüler richten, wo man doch aus der eigenen Schulzeit weiß, dass man nur das tatsächlich lernte, das einen begeisterte?
Und warum, vor allem, das deutsche Bildungssystem als so schlecht ansehen, obwohl die Deutschen es doch zum Exportweltmeister brachten? Warum die Schule alle paar Jahre reformieren, kaum dass neue Tests ausgewertet oder bessere Schulsysteme entdeckt wurden? Warum nicht am Vorhandenen ansetzen, die Schwächen ausbügeln statt alles zu ändern?
Bildung ist nicht nur Schulbildung, wie man am Beispiel Albert Einstein sieht. Ist nicht nur Drill und Paukerei, sondern hat auch mit Spaß und Neugier zu tun. Richtet sich nicht nur nach der Wirtschaft, nach der Gesellschaft, sondern auch nach dem Einzelnen. Erlaubt ihm die beste Entfaltung im Rahmen der gesellschaftlichen Bedürfnisse.

Leider zeigt die Wirtschaft an solcher Bildung kein Interesse. Sie fordert ausbildungswillige Schulabsolventen, die bereits einen Wissensberg mitbringen, die mit Kreativität und Durchsetzungsvermögen ihre Karriere vorantreiben und dem Unternehmen möglichst viel Geld in die Kasse spülen.
Man sollte sich aber fragen, ob ein selektives Schulsystem das kindliche Potenzial tatsächlich am besten nutzt, oder ob der Gesellschaft dadurch nicht große Talente verloren gehen (und hohe Kosten entstehen, um unqualifizierte Arbeitslose "durchzufüttern"). Gute Bildungspolitik zeichnet sich v.a. durch Stabilität aus, die Schülern nicht alle paare Jahre eine Änderung präsentiert. Sie zeichnet sich durch Einsatz aus, durch Begeisterung der Lehrer und Schüler. Aber solange Kinder nur nach ihrem späteren wirtschaftlichen Potenzial bewertet werden und dieses so früh und so gut wie möglich ausbilden müssen, solange Schwächere zu Außenseitern werden, weil im hektischen Bildungsalltag keine Zeit für sie bleibt - solange kann von wahrer Bildung keine Rede sein.

 

Apfelsaft

Naturtrüb besser als klar

Saft aus Äpfeln als Gesundheitsförderung

Verlust krankheitsvorbeugender Stoffe bei der Klärung

Nicht umsonst schwören viele Menschen auf naturtrüben Apfelsaft: Er fördert die Gesundheit stärker als klarer Saft. Möchte man sich also was Gutes, Gesundes tun, folge man der wissenschaftlichen Empfehlung und greife zu trübem Saft.
Bei der Herstellung des klaren Getränks kommt Pektinase zum Einsatz, da das Enzym für den Aufbruch der Zuckerverbindungen in den Zellwänden sorgt. Daraufhin sondert man die groben Saftteile aus, wobei allerdings auch Polyphenole verschwinden (ggf. fünfzig Prozent). Die sind eine gute Krankheitsvorbeugung, sei es für Krebs oder Herzkrankheiten. Zudem verliert der Saft durch die Klärung an Procyanidinen, welche die Wirkung von Schadstoffen im Körper schwächen. Sie tauchen im klaren Saft bis zu fünfmal seltener auf als im trüben.

Doch auch die Apfelsorte spielt beim Nährwertgehalt eine Rolle. In einer Untersuchung tauchten im Saft der Apfelsorte "Idared" nur halb so viele Polyphenole auf wie im "Champion"-Saft.

 

Wellnessgetränk

Vorsicht vor tollen Werbesprüchen

Diabetesgefahr durch Unmengen Zucker

Gesunde Getränke? Gefahr für Zahnschmelz und Figur

Mit "Wellness" werben die Hersteller moderner Fruchtgetränke. Man tue sich was Gutes, bereichere den Körper mit Vitaminen und Heilkräutern. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Statt zu nützen, schaden Wellnessgetränke.
Die angeblich tollen Getränke bestehen aus Wasser, Fruchtsaft, Vitaminzusätzen. In einem Liter schwimmen bis zu 21 Stück Würfelzucker. Trinkt man den ganzen Tag lang nichts anderes, kommt man dabei auf tausend Kilokalorien. Als genüge das nicht, kann man von dem vielen Zucker Diabetes bekommen. Da fragt sich mancher, wie solch süße Brühen so gut schmecken können? Die Lösung heißt Zitronensäure. Sie schädigt mit Zucker allerdings den Zahnschmelz, besonders von Kindern.
Den fruchtigen Geschmack rufen Aromen hervor. Die erwähnten Heilpflanzen (Ingwer, Zitronengras …) kommen meist in geringen Mengen vor, deren Wirkung sich nicht messen lässt.

Gesunde Alternativen sind ungesüßte Kräutertees, Wasser und Saftschorle. Letztere stelle man aus Saft mit hundertprozentigem Fruchtgehalt her, da Fruchtsaftgetränke und Nektar ggf. zusätzlichen Zucker aufweisen

 

Baby Signing

Gebärdensprache für Kind und Eltern

Erfolg durch Lernen oder Aufmerksamkeit?

Zeichensprache zur leichteren Verständigung mit dem Kleinkind

Was will mein Kind mir sagen?, fragen sich viele Eltern verzweifelt. Ach, wenn es doch nur schon reden könnte! Hier setzen zahlreiche Psychologen und Wissenschaftler an, indem sie Eltern und Babys Zeichensprache beibringen. Das verhilft nicht nur zur Kommunikation vor dem Spracherwerb, sondern kurbelt diesen angeblich an.
"Baby Signing" (von engl. "Sign" = Zeichen) nennt sich die Methode, bei der Eltern nicht nur zu ihren Kindern sprechen, sondern ihnen zugleich passende Gesten zeigen. Laut einer Studie aus den Achtzigern fördert dies die kindliche Sprachentwicklung. 24 Monate alte Kleinkinder hatten das Sprachniveau von 28 Monate alten erreicht, Dreijährige das von Vierjährigen. Selbst mit acht Jahren zeigten sich noch positive Folgen. Die Sprösslinge erzielten bei IQ-Tests ein um durchschnittlich zwölf Punkte besseres Ergebnis als normale Kinder.

So die eine Seite der Medaille. Die andere wirft obiger, wie auch zahlreichen anderen Untersuchungen vor, sie besäßen keine wissenschaftliche Gründung. Es fehle an der Methodik, denn schon der Studienaufbau bestimme das Ergebnis. Zudem stelle sich die Frage, ob tatsächlich die Verbindung aus Gesten und Sprache den Spracherwerb förderte, oder die größere elterliche Aufmerksamkeit. Zur Entwicklung brauchen Kleinkinder eben viel liebevolle Aufmerksamkeit, egal ob in Form von Gebärden, Sprache, Schmusen.

Tatsächlich sind Gesten offenbar eng mit der Sprachentwicklung verknüpft. Bei Sprache und Handbewegungen erfolgt eine ähnliche neuronale Verarbeitung. Man beobachte nur ein Kind von etwa einem halben Jahr Alters, das Arme und Hände oft rhythmisch bewegt. Im selben Zeitraum setzt rhythmisches Gebrabbel ein, oft im Zusammenspiel mit den Bewegungen.
Das erste Wort folgt oft ebenfalls nach einer Geste, nämlich dem Fingerzeig. "Guck!", signalisiert das Kleinkind, indem es auf eine Sache deutet. Es hat gemerkt, dass es sich anderen mitteilen kann, eine Voraussetzung zur Kommunikation. Bald wird es nicht nur mit Gesten sondern auch mit Wörtern sprechen.

Wenn der Trend zu "Baby Sign Classes" (Babygebärdenunterricht) von England und den USA nach Europa herüberschwappt, dürfen auch hiesige Eltern sich damit auseinandersetzen. Ob sie nun Erfolg zeigen oder nicht - es lohnt sich zumindest, sich mit dem eigenen Kind auseinanderzusetzen. Eltern benimmt das oft einigen Frust. Und vielleicht sind ja auch die Kleinen glücklich.

Bei Kindern mit Down-Syndrom zeigt Gebärdensprache übrigens Erfolge, Sprachstörungen lassen dadurch nach.

 

Kinderwunsch

Vaterschaft am besten mit 28 Jahren

Wünsche deutscher Männer

Familie? Ja, bitte - aber auch bessere Betreuungsangebote

In Deutschland wünschen sich 92,7 Prozent der jungen, kinderlosen Männer Nachwuchs. Sie geben als bestes Alter zum Vaterwerden 28 Jahre an, doch erfüllt sich ihr Wunsch durchschnittlich erst zwischen 29 und 33. Über ein Drittel der Männer zwischen 35 und vierzig Jahren haben noch keinen Sprössling.
57 Prozent können sich wegen der Finanzen Kinder während der Ausbildung oder während des Berufseinstiegs nicht vorstellen. 66 Prozent setzen zur Vaterschaft eine stabile Beziehung voraus, 59 Prozent ausreichende Einkünfte, über fünfzig Prozent einen sicheren Arbeitsplatz. 95 Prozent der Männer empfinden es als ihre Aufgabe, der Familie ein Zuhause zu bieten.

Drei Prozent der Männer mit Kind und Erwerbstätigkeit finden bei der Arbeit genug Unterstützung zur Kinderbetreuung. Ein mageres Zeugnis, wo sich doch neunzig Prozent der Männer Möglichkeiten am Arbeitsplatz wünschen, mehr Zeit mit den Liebsten zu verbringen!
Übrigens zeigen Niedrigqualifizierte eher das Verlangen, sich für die Familie einzusetzen, sowohl finanziell als auch durch Kinderbetreuung. Ein hoher Bildungsabschluss und großer Einsatz für den Beruf lassen sie um berufliche Vorteile und Karriere bangen. Etwa fünfzig Prozent der Männer in Deutschland würden bei ihrer Karriere für den Nachwuchs zurückstecken.

 
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