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Kinderzuschlag

Nicht nur ALG II als Finanzhilfe

Zuschlag statt Hartz IV

Staatliche Unterstützung armer Familien

Viele Deutsche glauben sich durch Kinder von der Armut bedroht. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, bietet der Staat Finanzhilfe, so z.B. durch den Kinderzuschlag. Er ist für Eltern gedacht, die mit ihrem Einkommen zwar den eigenen Bedarf bezahlen können, nicht jedoch den ihrer Sprösslinge. Seit 2005 besteht diese Unterstützung zusätzlich zum Kindergeld. Pro Monat und Kind winken bis zu 140 Euro.
Das Gute am Kinderzuschlag ist nicht nur das zusätzliche Geld sondern auch, dass Ärmere dadurch dem Arbeitslosengeld II entkommen. Das erspart ihnen Ärger mit dem Arbeitsamt, außerdem zahlreiche Verpflichtungen.

Ob und in welcher Höhe Anrecht auf einen Kinderzuschlag besteht, errechnet sich je nach individueller Lage. Grundsätzlich steht er Eltern zu, deren Sprösslinge jünger als 25 sind, nicht verheiratet, und zu Hause wohnen. Voraussetzungen:
Das Einkommen eines Paares beträgt mindestens neunhundert Euro, das eines Alleinstehenden sechshundert Euro. Es überschreitet den monatlichen Finanzbedarf der Familie jedoch nicht. Als monatlicher Bedarf gelten neunzig Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes. Dazu gerechnet werden Kindergeldzuschlag und eine angemessene Miete.
Durch den Kinderzuschlag wird der familiäre Monatsbedarf gedeckt. Genügt er dazu nicht, steht der Familie statt dem Zuschlag Arbeitslosengeld zu. Dies gilt nicht in Ausnahmefällen, wenn z.B. mehr Geld wegen einer Krankheit aufgebracht werden muss. In dem Fall haben Eltern die Wahl zwischen ALG II oder Kinderzuschlag.
Überschreitet das Einkommen die Bemessungsgrenze, also Monatsbedarf der Eltern und angemessene Monatsmiete, so kürzt sich der Kindergeldzuschlag um fünf Euro pro zehn Euro höheres Einkommen. Unterhaltszahlungen an das Kind oder Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls abgezogen.

Anträge an die Familienkassen.

 

Falscher Ausweis

Strafe bei Täuschung und Urkundenfälschung

Personalausweis und Schülerausweis

Mit falschem Perso in die Disko oder Alkohol kaufen

Um sich in die Disko zu schmuggeln, "leihen" sich manche Jugendliche den Ausweis ihrer Freundin oder ihres Freundes aus. Andere überschreiben das Geburtsdatum im Schülerausweis, um im Supermarkt Alkohol kaufen zu dürfen. Kleine Schummeleien, die kaum Folgen nach sich ziehen dürften außer einer Standpauke? Denkste! Derartige Straftaten ziehen weitere Kreise, als viele glauben.

Täuschung im Rechtsverkehr kostet Bußgeld oder bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe, der Missbrauch eines Ausweises ebenfalls Bußgeld oder Haft bis zu zwölf Monaten. Der Verleiher eines Ausweises bekommt - als Helfer beim Missbrauch - ebenfalls Ärger.
Strafe gibt´s sowohl bei falscher Verwendung eines Ausweises als auch beim Fälschen eines Schülerausweises, denn auch dieser wird gewöhnlich als offizielles Dokument verwendet und angesehen. Das Ändern des Geburtsjahres oder Fälschen der Unterschrift ist Urkundenfälschung.

 

Eigene Wohnung

Auszug aus dem Elternhaus

Allein in der Bude oder mit WG

Zeitpunkt der ersten eigenen vier Wände: jetzt, vor 20 und vor 40 Jahren

Die erste eigene Wohnung ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Erwachsenendasein. Doch in welchem Alter ziehen die meisten von zu Hause aus? Bleiben Männer länger bei den Eltern als Frauen? Hier ein kleiner Überblick:

Heutige über-60-jährige Frauen zogen mit 24 Jahren aus dem Elternhaus, Männer mit 28. Der scheinbar späte Zeitpunkt muss nicht wundern, denn in den 1960ern fand man kaum bezahlbaren Wohnraum. Wohngemeinschaften waren damals noch keine Alternative.
Heutige Männer im Alter zwischen vierzig und 49 verließen das elterliche Heim mit 24, Frauen mit 22. Grund war vermutlich das geringere Angebot an Wohnungen für Alleinstehende.
Heutige junge Erwachsene ziehen mit 19 (Frauen) bzw. 22 (Männer) in die erste eigene Wohnung.

Mehr rund um Immobilien, Mietwohnungen und das Eigenheim

 

Energie sparen

Vollgestopfter Kühlschrank

Dimmlampen keine Energieersparnis

Ausreichende Kühltemperatur sieben Grad Celsius

Einen Kühlschrank stopfe man möglichst voll, so dass beim Öffnen nur wenig kalte Luft gegen warme ausgetauscht werden kann. Dies spart Energie. Außerdem stelle man keine heißen Lebensmittel hinein, sondern lasse sie erst außerhalb des Kühlschrankes abkühlen.
Bei Kühlschränken genügt eine Kühltemperatur von sieben Grad, bei Gefrierschränken eine von minus achtzehn Grad.

Dimmbare Lampen bringen leider keine große Energieersparnis, egal ob Halogenlampen oder Glühlampen. Zur Senkung des Stromverbrauches muss man die Leistung einer solchen Lampe stark herunterfahren, was ihr Licht stark verdunkelt. Möchte man den Stromverbrauch um ein Viertel senken, hat man z.B. eine Lichtstärke von nur einem Viertel der Lampenleistung zu akzeptieren.

 

Falsche Erziehung

Versagen der Eltern?

Bedingungslose Liebe zum Kind

Fehler macht doch jeder mal, Eltern wie Kinder

Waren Kinder früher eine Selbstverständlichkeit, werden sie heute oft nach allen Regeln der Kunst geplant. Nicht nur, dass Eltern ihre Geburt bestimmen (dank Verhütungsmitteln, Anti-Baby-Pille, Abtreibung), sie haben auch die Möglichkeit zur Auswahl genetischer Eigenschaften, indem sie Eizellenspenderin bzw. Samenspender vergleichen. Künstliche Befruchtung sichert Nachwuchs schließlich noch im hohen Alter.

Angesichts solcher Maßschneiderung möchte man natürlich auch ein charakterlich perfektes Kind. Immer häufiger bekommen Eltern nur noch einen Sprössling, doch der soll dann alle Wünsche erfüllen. Leider setzen Eltern damit nicht nur sich selbst unter Druck sondern oft auch das Kleine - so dass oft gerade deshalb einiges schief geht, weil nichts schief gehen durfte.

In frühester Kindheit wird der Grundstein zum späteren Erfolg gelegt. Erziehung entscheidet über Kriminalität, Karriere, soziale Fertigkeiten. Doch aus Angst vorm Versagen halten Eltern sich oft zurück und tun nichts. So entsteht eine Kindergesellschaft, die bereits in jungen Jahren des Lebens überdrüssig ist. Die jungen Leute spüren das Glück des Lebendigseins nicht mehr, suchen den Kick durch Metzelspiele, Hautaufritzen, Besäufnisse. Sie wuchsen ohne Grenzen auf, ohne Versagen zu lernen, ohne Kampf, ohne Zurückstecken.
Vielen mangelt ein Geschwisterchen, denn auch diese spielen eine große Rolle bei der Erziehung. Geschwister lernen von klein auf zu teilen, zu streiten, zu versöhnen, andere zu akzeptieren, füreinander da zu sein, zu trösten, sich lieb zu haben … Wie sollen Fernseher und Computer als Ersatz-Kindermädchen diese Fertigkeiten vermitteln?
So wie es Kindern an Geschwistern fehlt, fehlt es Eltern an weiteren Erziehern. An den eigenen Eltern, Geschwistern, an Freunden, Verwandten, die wie selbstverständlich einen Teil der Erziehung übernehmen. Die mit Rat und Tat zur Seite stehen, Antwort geben auf Fragen, Hilfe wissen bei Problemen.

Zum Zählen der Erziehungsratgeber reichen hundert Hände längst nicht mehr aus. Offenbar fürchten sich Eltern immer mehr vor falscher Erziehung. Dabei gibt es keine stets richtige Technik. Erziehung entwickelt sich aus dem Miteinander und besteht zunächst darin, das Kind bedingungslos zu akzeptieren. Damit sei nicht gesagt, ihm keine Grenzen zu setzen! Aber zunächst einmal sollte der Sprössling im Vordergrund stehen und nicht die Erwartungen, die er zu erfüllen hat. Selbst wenn er eine Fünf im Diktat nach Hause bringt - mal ehrlich, waren seine Eltern als Kinder etwa perfekt?

 

Frauenurlaub

Frauen unterwegs

Genuss statt Leistungsdenken

Reisen von Frauen für Frauen

Auf eigene Faust reisende Frauen verwundern heute niemanden mehr. Warum sollte das zarte Geschlecht denn nicht allein Urlaub machen? Doch 1984 sah die Sache noch ganz anders aus, so dass die Gründung eines Frauenreiseunternehmens fast revolutionär anmutete.
"Frauen Unterwegs - Frauen Reisen" entstand in den Achtzigern. Seitdem nutzen viele Frauen die Möglichkeit, interessante Reiseziele unter sich zu erkundigen. Das sieht nicht unbedingt anders aus als Urlaub in gemischten Gruppen. Manchmal bietet das Unternehmen zwar Reisen an, die sich mit berühmten Frauen auseinandersetzen, doch zielen andere Urlaubsarten mehr auf Erholung oder Sport ab.

Zickenterror findet nicht statt, denn die Teilnehmerinnen befinden sich alle in ähnlichen Situationen. Sie verreisen allein oder mit einer Freundin. Viele trauen sich im weiblichen Rahmen zum ersten Mal etwas, das sie bislang in Begleitung konkurrenzfreudiger Männer scheuten, so z.B. Surfen. Tatsächlich geht es bei Frauenurlaub nicht um Leistung sondern um Genuss. Die (kleinen) Gruppen reisen abseits des Massentourismus, übernachten in familiär geführten Unterkünften, speisen landestypisches Essen …

www.frauenunterwegs.de

 

Windeln

Wegwerfwindel oder Stoffwindel?

Stoff als billigere Lösung

Hoher Produktionsaufwand bzw. Reinigungsaufwand

Schon erstaunlich, wie viel Müll bereits ein Baby verursacht! Windeln schulden in manchen Städten an einem Zehntel des Müllaufkommens. Kein Wunder, benötigt jeder Säugling täglich doch etwa fünf Stück, also im Laufe der Jahre insgesamt zwischen sechs- und achttausend. Doch der Abfall ist nicht die einzige Schattenseite dieser praktischen Erfindung, denn auch die Herstellung zehrt an der Umwelt. Sie benötigt viel Holz, Energie, Wasser und Chemikalien.

Stoffwindeln entlasten die Umwelt zwar nicht stärker, da ihre Reinigung Energie, Wasser und Waschpulver verbraucht, schonen dafür jedoch den elterlichen Geldbeutel. Während der ganzen Wickelzeit lassen sich durch sie einige hundert Euro sparen. Zudem lassen sie mehr Luft an den Hintern und beinhalten keine Chemikalien.
Möchte man die Windeln nicht selbst reinigen, bieten sich Windeldienste an. Auf Reisen greife man z.B. zu Öko-Wegwerfwindeln (ungebleichter Zellstoff).

Weitere Tipps rund um den Umweltschutz

 

Stadt oder Land

Wo sollten Kinder aufwachsen?

Landkind oder Stadtkind?

Vorteile ländlicher oder städtischer Wohnungen

Stadt oder Land? Diese Frage stellt sich vielen werdenden Eltern. Wo wachsen Kinder am besten auf?

Während moderne Kinder sich mit Computern und Fernsehern beschäftigen, lasen ihre Eltern in der Kindheit Bücher vom idyllischen Landleben. Wald, Feld und Wiese direkt vor der Tür, ein Riesengebiet zum Toben und Abenteuerspielen. Wie idyllisch gestaltete sich dieses Leben in der Vorstellung! Ist Landleben nicht das Paradies auf Erden?
Leider verpufft dieser schöne Traum angesichts heutiger Bedingungen. Giftige Spritzmittel machen Spielen auf den Feldern unmöglich, beim Pflücken von Waldbeeren bangt man vor Tollwut.

Auf dem Land haben Kinder die Gelegenheit, auf eigene Faust draußen rumzutoben, während Stadtkinder bis zu einem gewissen Alter ständig beaufsichtigt werden müssen. Zwar fänden auch sie genügend Platz zum Spielen und Toben (den entdecken Kinder überall), aber mehrspurige Straßen oder Verbotsschilder setzen ihnen gefährliche Grenzen.
Landkinder stehen also selbstständiger da; jedoch ist ihr Sprachausdruck oft nicht so weit entwickelt wie bei einem Stadtkind.

Schlechte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel trübt die ländliche Idylle. Familien benötigen dort häufig zwei Autos, da sie zum einen ihren Arbeitsplatz erreichen müssen, zum anderen die Kinder zu Spielkameraden oder zur Schule fahren sollen. Städte erleichtern oft die Vereinbarung von Beruf und Familie.

 

Gefahren

Risiken im Haushalt

Gefahrquellen (nicht nur) für Kleinkinder

Vorbeugung durch Erste-Hilfe-Kurs und Umsicht

Eltern haben verständlicherweise größte Angst vor dem Tod ihres Kindes. Doch auch der Gedanke an eine schwere Verletzung oder gar Behinderung lässt sie schon schaudern. Deshalb achten Eltern darauf, dem Nachwuchs alles zu verbieten, was nur von Ferne nach Gefahr riecht.
Doch ein Verbot von allem Möglichen ist nicht immer der beste und leichteste Weg. Als Alternative bieten sich Sicherheitskurse an, die Kinder spielerisch über Gefahren aufklären. Auch Eltern können diese Aufklärungsarbeit leisten, indem sie z.B. den Sprösslingen Feuermachen (und -löschen!) beibringen.

Natürlich üben gerade verbotene Sachen einen besonderen Reiz aus. Eltern sollten Medikamente, kleine Batterien, in gewöhnliche Flaschen gefüllte Putz- oder Düngemittel, Alkohol und vieles mehr also verstecken, aber gut. Die Schachtel Zigaretten einfach auf den Küchenschrank zu legen, kann gefährlich werden, da das Kind sich zum Herankommen wackeliger Hilfsmittel bedient.
Weitere Gefahrenquellen: Gartenteich, offene Regentonne, Giftpflanzen … Kleinkinder ersticken manchmal an kleinen Legosteinen, zerfetzten Luftballons, Weintrauben o.ä.

Neben Eltern sollten auch Großeltern und anderer Betreuer (z.B. Babysitter) einen Erste-Hilfe-Kurs mitmachen. Den Erste-Hilfe-Kasten bringe man griffbereit an; Notrufnummern lassen sich z.B. im Telefon speichern. Je nach Staat schwanken sie natürlich, doch mit der 112 kommt man fast überall ans rechte Ziel.

Im Ernstfall gilt übrigens vor allem: Ruhe bewahren. So schnell wie möglich sollte ein Krankenwagen bestellt werden, denn der benötigt circa zehn Minuten für die Anreise.

www.kindersicherheit.de

 

Verleugnung

Mein Kind interessiert mich nich

Anerkennung durch die Eltern

Für den "Unfall" geradestehen - und sei´s nur der Ehre wegen

Gern unterbleibt die Verhütung im Eifer des Gefechts. Sei´s aus Vergesslichkeit, Absicht oder Ignoranz - der Spruch "wird schon nichts passieren" zielt leider oft ins Leere. Es passiert eben doch was, ein Kind wächst heran.

Geschieht der "Unfall" zwei Ehepartnern oder Lebensgefährten, ist Freude angesagt. Leider entstehen viele Kinder jedoch in einer halben Stunde, die man später lieber vergessen hätte: bei einem One-Night-Stand, einem der regelmäßigen Treffen mit dem Geliebten etc. Unschön, dass es passiert ist. Doch sollte das Kind darunter leiden?

Nicht nur Väter seien beschuldigt, sich aus der Verantwortung zu stehlen, denn dies tun auch viele Mütter. Ob man das Kind nun aussetzt oder jeden Kontakt verweigert, spielt keine Rolle. Es geht um die Ignoranz, mit der viele Eltern ihren Sprössling ansehen. Ich will ihn nicht, also muss ich ihn nicht haben. In Zeiten von Abtreibungen oder Kinderheimen leichte Sache.

Freilich stellt ein Kind manchmal das ganze Leben auf den Kopf. Dennoch sprechen viele gute Gründe dafür, ein erstmal empfangenes Kind zur Welt zur bringen, und sei´s nur die Ehre. Man hatte seinen Spaß im Bett, für den man nun die Konsequenzen trägt. Da gilt es nicht, den Sprössling mit Unterhaltszahlungen abzuspeisen. Kinder haben, ebenso wie Erwachsene, ein Recht auf Anerkennung. Vor allem von ihren Eltern.

 
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