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Seite << 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 >> Drogen
Suchtprävention durch Aufklärung und gutes BeispielGefahr bei Drogenkonsum - Wirkung gängiger SuchtmittelWenn es in der Disco heißt, "komm, probier doch mal", greift man als Jugendlicher gerne zu. Vielen ist nicht bewusst, wie schnell sie damit in eine Drogenabhängigkeit schlittern oder wie groß die Gefahren sind. "Ein Mal so ne kleine Pille schlucken, da passiert doch nichts!" - Denkste. Eltern bangen vor diesem Szenario, denn sie kennen die bösen Folgen des kleinen Ausrutschers. Doch wie schützt man seine Zöglinge vor Rauschgift? Im Folgenden ein kleiner Überblick, um das Junggemüse wissenschaftlich darüber aufzuklären.
Einen großen Beitrag zur Suchtvorbeugung leisten Eltern durch ihre Vorbildfunktion. Wenn die rauchen oder wie selbstverständlich dem Alkohol zusprechen, sehen Kinder natürlich nicht ein, warum sie die Finger davon lassen sollten. Tatsächlich finden sich die meisten Suchtkranken nicht unter den Jugendlichen, wie einige Lobbyisten der Bevölkerung fälschlicherweise weismachen wollen. (Liquid) Ecstasy, Shisha und (Crystal) Speed - Aussehen, Wirkstoff, Rausch
Ecstasy
GHB bzw. GBL (Liquid Ecstasy)
Die Shisha
kommt oft auf Parties zum Einsatz, ist aber längst nicht so harmlos wie ihr Ruf. Diese arabische Wasserpfeife erfreut sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Der Rauch zieht durch den "Bowl", ein wassergefülltes Gefäß. Dabei kühlt er ab, wird aber nicht gefiltert. Hauptsächlich landen fruchtige Tabakarten in der Shisha. Echter Shishatabak enthält zwar kein Nikotin, schadet dem Körper aber trotzdem und erregt Krebs.
Speed (Amphetamine)
Crystal Speed Problem bei Drogen ist die dem Käufer unbekannte Zusammensetzung. Freilich könnte er sich auf die Ehrlichkeit seines Kumpels verlassen und annehmen, dass dieser ihm tatsächlich lupenreines Pulver aus Südamerika verkauft. Doch vielleicht mischte er einen Teil des echten Stoffes mit Mehl, Rattengift oder Putzmittel, zwecks "Verlängerung"? Mit etwas Glück fällt die Wirkung nicht so heftig aus wie bei der echten Droge - mit etwas Pech viel schlimmer. www.drugcom.de Ausnahmen
Einzelfall vor Gericht prüfenArbeit nach dem dritten GeburtstagKein Unterhalt mehr für AlleinerziehendeDer neuen Unterhaltsreform zufolge haben Alleinerziehende keinen Anspruch auf Unterhalt mehr, sobald das Kind den dritten Geburtstag feierte. Der andere Elternteil zahlt zwar weiterhin für die Kinder, nicht jedoch für den Expartner. Dieser hat seinen Lebensunterhalt wieder selbst zu bestreiten. Eine Verlängerung der Unterhaltspflicht ist nur möglich, soweit und solange sie "der Billigkeit entspricht". Hierzu setzte der Bundesgerichtshof ein Zeichen bei der Rechtssprechung. Er forderte die Gerichte zudem auf, über Fallgruppen nachzudenken. Noch herrscht also einige Unklarheit, die erst durch weitere Entscheidungen behoben wird. Die Richter haben es nun in der Hand, dem Alleinerziehenden mehr Zeit zu Hause zuzuschreiben. Zudem können sie die Lage des Einzelnen durch vernünftige Urteile erleichtern, indem sie Augenmerk auf Arbeitsmarkt- und Betreuungssituation legen, wie auch auf die Qualifizierung des Elternteils. Im Gesetz verankert ist ohnehin die Möglichkeit, dass die Mutter eines behinderten oder verhaltensgestörten Kindes länger zu Hause bleibt. Dasselbe gilt bei mageren Betreuungsangeboten. Doch laut Richtern muss die Mutter eines gesunden Kindes selbst bei Ganztagsbetreuung nicht sofort nach dem dritten Geburtstag eine Arbeit aufnehmen. Da der Sprössling auch abends zu betreuen sei, sei eine Vollzeitstelle unzumutbar. Eine Teilzeitstelle hat sie jedoch vermutlich anzunehmen. Eine weitere Ausnahme haben Alleinerziehende der CDU zu verdanken. Die legte nämlich fest, dass auch Art der Kinderbetreuung, Broterwerb und Ehedauer eine Rolle spielen. Wer jahrelang nur als Hausmann arbeitete, wird als Alleinerziehender also vermutlich keine Arbeit annehmen müssen. Eigenes Konto
Konto für junge ErwachseneSchuldenfalle DispokreditKostenloses Jugendkonto nicht nur für MinderjährigeFür viele beginnt Freiheit mit dem Schulabschluss. Endlich eine Ausbildung, endlich eigenes Geld, eine eigene Wohnung, ein eigenes Auto
endlich erwachsen! Doch so schön dieser Zustand auch klingt, stellen sich dabei doch oft Ärgernisse ein, darunter z.B. das Konto.
Mit dem Übertritt zum Erwachsenenalter stehen Kontobenutzern neue Möglichkeiten offen. Eine ist die Kreditkarte, die sich z.B. für Au-Pairs lohnt, zum Geldabheben oder Bezahlen. Zum achtzehnten Geburtstag sollte man sich einen Überblick der eigenen Möglichkeiten verschaffen. Was will ich von der Bank, was bietet sie mir? Wo habe ich bessere Aussichten? Dabei setze man sich auch mit Altersvorsorge und Rücklagenbildung auseinander. So ließe sich durch einen Bausparvertrag z.B. für die eigenen vier Wände sparen. Haushaltsbuch
Überblick der Ausgaben und EinnahmenBuch führen zur KontrolleFinanzkontrolle: Tipp für Familien und SinglesZur Überprüfung der Finanzen lohnt sich ein Haushaltsbuch. Andernfalls geht angesichts steigender Preise rasch der Überblick über die tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten verloren. Zu Monatsbeginn notiere man alle monatlichen Einnahmen. Jährliche Einkünfte werden zu einem Zwölftel erwähnt. Im Laufe des Monats schreibe man darunter alle Ausgaben, am besten mindestens einmal wöchentlich, da sonst rasch der Überblick verloren geht. Jährliche Ausgaben oder solche, die nur alle paar Monate anfallen, werden ebenfalls anteilig festgehalten. Dabei berücksichtige man die Kontoauszüge, da sonst leicht Ausgaben vergessen werden. Am Monatsende stellt sich heraus, ob man sich tatsächlich im Rahmen seiner Möglichkeiten bewegte oder ob man (wenn auch unbewusst) über die Stränge schlug. In diesem Fall sei über Sparmaßnahmen nachgedacht. Kindergeld
Ausgleich statt FörderungErstattung ungerechter Steuern"Geschenk" oder Berücksichtigung in der Einkommensteuererklärung?Im Zusammenhang mit Kindergeld ist oft von staatlicher "Förderung" die Rede. Dabei gelangen Durchschnittsbürger rasch zum Eindruck, die Regierung gäbe ihnen durch das Geld einen unverdienten Zuschuss, eine Art Geschenk. Tatsächlich jedoch dient Kindergeld als Ausgleich der Ungerechtigkeit. Näheres im Einkommenssteuerrecht, unter Gerechtigkeitsausgleich. Retortenbaby
Geburt der Britin Louise BrownKünstliche Befruchtung und ihre AnfängeGewissenlose Forschung oder segensvolle Hoffnung?Am 25. Juli 1978 erblickte Louise Brown das Licht der Welt. Eine ganz normale Britin, lässt der Namen vermuten, doch tatsächlich sorgte bereits die ungeborene Louise für weltweite Aufregung. Ihre Mutter Lesley hatte sich künstlicher Befruchtung bedient, da ihr die Natur keine Schwangerschaft gönnte. So wurde Louise das erste Retortenbaby der Welt. Nur 2608 Gramm wog sie, doch ihre Entwicklung verlief völlig normal. Sie ist weder dümmer noch schwächer oder kränker als en auf gewöhnliche Weise gezeugtes Kind. Inzwischen wundert dies freilich nicht mehr, denn tausende Retortenkinder in aller Welt entwickeln sich zu ganz normalen Erwachsenen. Doch Ende der Achtziger wurde das Verfahren noch heftig umstritten. "Gewissenlose Forschung", wetterte die Kirche, die allerdings Millionen Frauen neue Hoffnung schenkte. Fünftausend meldeten sich gleich zu dem medizinischen Verfahren an. 1981 kam der erste "künstliche" amerikanische Säugling zur Welt, 1982 der erste deutsche. Im Laufe der Jahre verbesserten Mediziner den Eingriff fortwährend, so dass mittlerweile etwa jede sechste künstlich Befruchtete ein Kind gebiert. Dazu saugen ihnen Ärzte eine Eizelle ab, die sie im Reagenzglas mit Spermien zusammenführen. Viele Frauen bringen gleich mehrere zur Welt, da ihnen die Mediziner (zur Erhöhung der Erfolgschance) gleich mehrere befruchtete Eizellen einpflanzen. Andere lassen die überzähligen Föten im Mutterleib töten - eine Schattenseite der so glorreichen Errungenschaft der Zivilisation. Missbrauch der Disziplin
Kein AllheilmittelHandeln und Verhalten nicht dasselbeAcht Antworten auf Bernhard Buebs Lob"Lob der Disziplin", so nennt sich ein Buch des langjährigen Leiters Schloss Salems. Bernhard Bueb erzählt darin Erfahrungen aus seiner Zeit als Internatsdirektor. Er plädiert für ordnende Formen, Pflichten, Rituale, Autorität, Gemeinschaftsgeist. Dabei erwähnt er kollektive Erziehung durch Sport, starke Betreuung, Wettbewerb, Privilegierung. Aus Protest gegen dieses Werk erschien nun "Vom Missbrauch der Disziplin" mit "Acht Antworten" auf Buebs Thesen. Dabei ist z.B. von Individualitätsbildung und offenen Erprobungen die Rede, von einer Verwischung des Unterschiedes zwischen Handlung und Verhalten, von Kastengeist und Arroganz, die Internatsschüler nach dem Schulbesuch ins Leben mitnehmen Leider erwähnt nur ein Autor die Schwierigkeiten des Alltags, von veraltetem Schulsystem und Zerreißproben der Familien. Dennoch erfährt der Leser oft recht fundierte, logische Thesen zur Widerlegung Buebs.
"Vom Missbrauch der Disziplin", von Micha Brumlik (Herausgeber), Beltz Verlag, 242 Seiten, 12,90 Euro. Luxus Kita
Biokost und frühkindliche FörderungKindertagesstätte für Reiche in PotsdamFür die Kleinen nur das Beste, ob Sauna oder SpracherziehungNicht nur Reiche lassen sich mit allem erdenklichen Luxus verwöhnen, auch ihre Kinder sollen ihnen in nichts nachstehen. So kommt es, dass manche Kindertagesstätte einen Service bietet, den Normalbürger nur aus ihren kühnsten Träumen kennen. Etwa siebenhunderttausend Euro verschlang die Restaurierung der "Villa Ritz" in Potsdam. Einst als Standesamt genutzt, toben und spielen dort nun Kinder. Zur Gründung erfreute sich die Kita großer Beliebtheit, was vermutlich an ihren Leistungen liegt. So stehen nicht nur frühkindliche Förderung und Luxusangebote auf dem Programm sondern auch Betreuung rund um die Uhr. An allen Tagen wissen Eltern ihre Sprösslinge dort in guten Händen, selbst nachts können sie dort bleiben. Dies jedoch nur im vernünftigen Rahmen, denn die Tagesstätte soll nicht zum Kinderheim werden. Etwa einen Tausender verschlingt die monatliche Grundgebühr. Darüber hinaus stehen weitere Angebote zur Verfügung, so z.B. Chauffeur, Leibwächter und Klavierunterricht. Die Betreiber suchen den Eltern so ziemlich alle Wünsche zu erfüllen. Da wirken Mehrsprachigkeit (Englisch, Chinesisch ), Sauna, Physiotherapie und Bionahrung fast selbstverständlich.
"Villa Ritz GmbH und Co. KG" Elite durch Bildung
Bildung für alleElite der AkademikerMeritokratie - Regierung in den Händen der Gebildeten?Jeder hat ein Recht auf Bildung, möchte man meinen. Kostenloses Lernen sollte selbstverständlich sein, damit auch Arme und sozial Benachteiligte die Chance haben, im Leben mehr zu erreichen als ihre Eltern. Doch ob der deutsche Staat mit seinen Bemühungen tatsächlich in die richtige Richtung zielt?
Man bediene des Schlagwort "Meritokratie", der Regierung der besonders Gebildeten und Begabten. Ein brutales System, denn die gesellschaftlichen Verlierer bekommen zu hören, sie seien nicht gut genug. Indem sie das Abitur nicht meisterten, bleiben sie minderwertig.
Studierte sahnen später ein höheres Einkommen ab als Nichtstudierte. Ist es recht und billig, sich diesen Vorteil auf Kosten der Allgemeinheit zu erarbeiten? Dass auch die Geringverdiener ihnen ein kostenloses Studium finanzieren und somit das Sprungbrett zur Karriere befestigen? An der Regierung liegt es nun, bei der Bildungspolitik nicht nur Studenten zu berücksichtigen sondern auch all jene ohne Abitur. Nicht für jeden ist ein Studium das Richtige, doch sollten Bürger ohne Hochschulbesuch nicht in die Unterschicht rutschen. Babyforschung
Erkenntnisvermögen der SäuglingeSoziale und physikalische GrundlagenkenntnisseUnterscheidung zwischen gut und böse bereits als KleinkindMan kann kaum glauben, dass Babys bereits ein recht waches Erkenntnisvermögen haben. Wer erwartet denn auch, dass ein wenige Monate altes Kind, das sich noch robbend oder krabbelnd fortbewegt, über soziale Fähigkeiten verfügt? Tatsächlich jedoch haben Säuglinge deutlich mehr auf dem Kasten, als Erwachsene lange Zeit annahmen.
Erwachsenen erscheint es als selbstverständlich, Menschen einzuschätzen. Egal ob an Aussehen oder Verhalten, wir versuchen herauszufinden, ob das Gegenüber gut oder böse ist. Dabei ist das gar keine so große Kunst, denn diese Einschätzungen nehmen bereits sechs Monate alte Babys vor! Säuglinge vermögen zwischen hilfsbreitem und störendem Verhalten zu unterscheiden. Eltern brauchen sich deshalb nicht allzu große Sorgen über spätere Spielgefährten machen, denn bereits in jungen Monaten haben sie ein recht gutes Erkenntnisvermögen. Sie lernen übrigens nicht nur aus sozialen Hinweisen, die sie persönlich angehen, sondern vermögen auch aus Gesichtsausdrücken und Blickrichtungen, die nicht für sie gedacht sind, Erkenntnisse zu sammeln. Ist ja eigentlich klar: Wie sollten Säuglinge auch anders lernen, als durch ihre Mitmenschen? Doch woher kommt es, dass die Wissenschaft erst jetzt derartige Erkenntnisse zutage fördert? Zum einen werden den Kleinen oft falsche Fragen gestellt. Zum anderen vermögen sie in einem gewissen Alter eben noch nicht so zu antworten, wie wir es kennen. Lange Zeit konzentrierten sich Wissenschaftler also auf Über-Einjährige. Doch wer sich Mühe gibt, in die Welt der Unter-Einjährigen einzutauchen, wird rasch Faszinierendes herausfinden - sofern er sie nicht überfordert bzw. sich ihrer (fehlenden) Fähigkeiten (bezüglich Sehvermögen etc.) bewusst ist.
Mehr zu diesem Thema gibt´s z.B. bei der Yale-Universität (Forschungen unter Kiley Hamlin) oder Seite << 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 >>
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