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Körperpflege

Haudegen mit Cremetube?

Rasur von Brust und Intimbereich

Männer im Bad und weibliche Wünsche

Ein echter Mann sei groß wie ein Schrank, muskelbepackt wie ein Ringer, mit schwieliger Haut, Haaren wie ein Bär und wasche sich nie? Diese Vorstellung eines idealen Mannes ist längst passé, wenn sie überhaupt jemals bestand. Inzwischen widmet sich nämlich auch das starke Geschlecht der Körperpflege. Dabei verschwindet jedoch die Angewohnheit, sich bei den Tuben und Töpfchen der Partnerin zu bedienen, denn der moderne Mann ersteht seine Pflegemittel selbst(bewusst).
24 Minuten verbringen deutsche Männer täglich im Bad, womit sie den Europadurchschnitt um acht Minuten übertrumpfen.

Neunzehn Prozent deutscher Frauen jubiliert, wenn mann seine Brusthaare rasiert, was im Europadurchschnitt nur elf Prozent der Frauen begeistert. Einzig Deutsche und Niederländerinnern interessieren sich übrigens für die männliche Schambehaarung: 27 Prozent in der Bundesrepublik wünschen seinen Haaren den Garaus. Europaweit teilen nur fünfzehn Prozent diesen Wunsch.
Dafür lieben deutsche Frauen Haare an der Oberlippe, denn zehn Prozent mag Schnäuzer - vielleicht der Grund, warum zehn Prozent der Deutschen sich einen Schnäuzer stehen lassen!

 

Märchenfeen

Prinzessin im Kinderzimmer

Zauber von Feen und anderen guten Wesen

Erneuter Trend zur Glitzerwelt

Ein neuer Trend wandert durchs Kinderzimmer, Prinzessinnen erobern die Mädchenherzen. Statt Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter schweben sie nun mit blonden Löckchen, rosa Kleidchen und einem Zauberstab durch die Wohnungen. Neben ihrer großen Schönheit haben sie natürlich ein übergutes Herz, das jedem in der Not hilft.
Diese Feen trifft man natürlich nicht nur in den Träumen oder Büchern, sondern auch auf T-Shirts, Tassen, Bettwäsche … Mädchen zwischen vier und sieben reißen sich darum, was den Vermarktern heftig die Kassen klingeln lässt.

Merkwürdig, dass rosa Prinzessinnen auf Mädchen eine solche Faszination ausüben, obwohl ihre Mütter durch Emanzipation derartige Vorstellungen in der Gesellschaft auszumerzen suchten. Nix mit Weichheit, Verletzlichkeit, rettendem Prinzen - echte Frauen kommen durchaus selber mit Problemen klar!
Besteht also Grund zur Sorge? Keinesfalls, denn auch Prinzessinnen werden die Emanzipation nicht wegzaubern. Aber zu manchen Zeiten haben Kinder einfach das Bedürfnis nach Geschichten von Menschen (oder anderen Wesen), die das Glück erwartet.

Prinzessinnen gab´s in der Kinderwelt schon immer, doch erfuhren sie früher keine so geschickte Vermarktung. Welches Mädchen träumt denn nicht vom Prinzessinnendasein, davon, einzigartig und für ihre Eltern die wichtigste Person zu sein?
Kinder brauchen eine zusätzliche Welt als Alternative zu all den virtuellen Welten. Sie brauchen Spielfiguren, um sie zu drücken, zu versorgen oder gegen die Wand zu werfen. Ob das nun die Rotzgöre Pippi Langstrumpf oder eine bezaubernde Fee ist, spielt keine Rolle. Später vergöttern Jugendliche eben reelle Persönlichkeiten, so z.B. Musiker oder Schauspieler. Seien wir also froh, dass sich unsere Sprösslinge nicht Monster als Kuscheltiere und Vorbilder erwählen sondern stattdessen süße, harmlose Märchenfeen.
Außerdem: Hört man denn je auf, von Prinzessinnen zu träumen? Die Beliebtheit Prinzessin Dianas gibt die Antwort …

 

Privatschulen

Bildung als Scheidewand?

Trend zu Schulalternativen

Privatschulen in Deutschland

Um die hundert neue Privatschulen öffnen in Deutschland jährlich ihre Pforten, natürlich stark unterschiedlich hinsichtlich Zielen und Werten. Als größte Schulträger stehen katholische und evangelische Kirche da. Ihnen folgen etwa zweihundert Waldorfschulen, Montessori-Bildungseinrichtungen, außerdem um die zwanzig internationale Schulen, Landeserziehungsheime und Freie Schulen, gegründet durch Eltern.
Privatschulen liegen groß im Trend. Obwohl allgemeine Schülerzahlen sinken, steigen die an alternativen Schulen. Allein in Baden-Württemberg wuchs die Zahl der Zöglinge an privaten beruflichen Schulen um über 25 Prozent; Fachschulabsolventen stammen dort zu einem Drittel aus privaten Schulen.
Zwanzig Prozent der baden-württembergischen Eltern sähen ihren Sprössling lieber an einer Privatschule; dreißig Prozent wären es, wenn sie es sich leisten könnten. Das Schulgeld verschlingt monatlich schon mal einen Hunderter; ein Internat natürlich das sechs- bis achtfache. Zwar befinden sich Privatschulen unter Aufsicht des Ministeriums, doch hilft das Land nur teilweise bei der Finanzierung. Bald sollen immerhin achtzig Prozent gezahlt werden.

Ursache für die Abkehr könnte die geringe Reformfreudigkeit staatlicher Schulen sein. Nicht nur Gebäude sind in vielen Fällen sanierungsbedürftig sondern auch der Geist. Meist entstanden Neuerungen (Schulform Internat, Orientierungspläne für Kindergärten …) an Privatschulen, bis sie anschließend auch von gewöhnlichen Schulen übernommen wurden.
Aber vielleicht liegt die Ursache auch ganz woanders. In einer Zeit, in der gute Bildung immer mehr Bedeutung für die Karriere gewinnt, in der man über wachsende Arbeitslosenzahlen klagt und man sich denken kann, dass der Wohlstand sich vermutlich nicht mehr lange halten wird, in dieser Zeit wollen Eltern für ihre Kinder die richtige Entscheidung treffen.

Manch einer sieht in der größeren Bedeutung von Privatschulen eine Chance. Während es früher in vielen Orten nur eine Schule gab, so bieten sich heute Alternativen. Lehrer können sich nicht mehr in ihren Stühlen zurücklehnen, da die Schüler gezwungenermaßen zu ihnen pilgern werden, sondern haben umzudenken.

Zu beachten ist jedoch auch die Problematik, die mit dem Trend zu Privatschulen auftaucht. Sie besuchen nur Kinder von Eltern, die zum einen über ausreichend Geld verfügen, zum anderen Wert auf Bildung legen. So entsteht z.B. der geringe Ausländeranteil, der erneut auf die Benachteiligung von Kindern bildungsferner Eltern hinweist.
Gefordert wird damit keine Schließung der Privatschulen sondern eine qualitativ hochwertige Ausstattung "gewöhnlicher" Schulen, sei es hinsichtlich der Pädagogen, der Unterrichtsinhalte, der Materialien … Damit Bildung künftig nicht arm und reich scheidet.

Übrigens: Die Niederlande weisen einen Privatschüleranteil von 76 Prozent auf. Großbritannien trumpft mit 41 Prozent, Frankreich mit 21. In Deutschland liegt die Quote nur bei sieben Prozent.

 

Ältere Mütter

Schwangerschaft bei Vierzigjährigen

Langgehegter Wunsch nach Nachwuchs

Ein Kind durch künstliche Befruchtung?

In den letzten siebzehn Jahren stieg das durchschnittliche Erstgeburtsalter von 26,9 Jahren auf 29,1. Seit Anfang der Neunziger gebären immer mehr im Alter von 35 Jahren oder mehr zum ersten Mal, so dass deren Anzahl sich binnen zwölf Jahren nahezu verdreifachte. Gerade im Alter ab vierzig erfüllen sich immer mehr ihren Kinderwunsch: Ein Viertel aller Säuglinge liegt in den Armen einer Über-Vierzigjährigen, viele davon mit Hochschulabschluss.

Frauen mit hoher Bildung sähen es nicht gerne, diese Zeit vergeblich investiert zu haben. Bekommen andere mit Anfang zwanzig ein Baby, so denken sie dagegen an ihre Karriere. Warum jahrelang für einen Abschluss schuften, wenn ein Kind all die Mühen zunichte macht? Haben sie sich erst einmal im Berufsleben hochgearbeitet, tritt ein wenig mehr Zeit und Ruhe ein, so taucht bei vielen wieder der Kinderwunsch auf. Zwar sind sie dann schon im vorgerückten Alter, vielleicht bereits vierzig oder fünfzig, aber bei der heutigen Medizin stellt das nur ein geringes Problem dar.
Freilich, ab dreißig sinkt die natürliche Fruchtbarkeit, so dass Frauen im Alter von 38 bis 42 Jahren ein Jahr oder länger zum Schwangerwerden brauchen. Doch hier helfen künstliche Befruchtung, Eizellenspende und andere Errungenschaften der Moderne.

Wer sich als Ältere mit dem Gedanken an ein Kind trägt, bedenke, dass Schwangerschaften Über-Vierzigjähriger zu 33 Prozent in einer Fehlgeburt enden, bei 45-Jährigen zu fünfzig Prozent. Zudem bringen Frauen über 35 häufiger Säuglinge mit Fehlbildungen aufgrund einer Chromosomenstörung zur Welt. So gebären Frauen über 35 zu 0,3 Prozent Säuglinge mit Trisomie 21, Vierzigjährige zu einem Prozent, Sechsundvierzigjährige zu fünf Prozent.
Solange diese Kinder durch gewöhnlichen Geschlechtsverkehr gezeugt wurden und die Natur ihre Hand im Spiel hatte, mag dies noch angehen. Doch wenn sich künftige Eltern für den medizinischen Weg entscheiden, ohne Rücksicht auf den eigenen Körper oder das Kind, darf man durchaus an der "Liebe zum Ungeborenen" in Zweifel geraten.

 

Weihnachtsakademie

Singen, basteln und fotografieren lernen

Unterricht an der Weihnachtsmarkt-Akademie

Erhaltung alter Traditionen - Zauber von Weihnachten

Das Fest der Liebe steht alle Jahre wieder an. Dann zieht Plätzchenduft durchs Haus, während die Kinder den Weihnachtsbaum schmücken und fromme Weihnachtslieder singen - zumindest in der Theorie. Tatsächlich leiden immer mehr alte Traditionen unter der modernen Begehung der Festlichkeiten. In wie vielen Familien liest Papa noch die Weihnachtsgeschichte vor, wenn es doch so viel leichter fällt, einfach eine CD in den Recorder zu schieben? Ebenso steht´s mit dem Lesen.

Hilfe bietet die "Weihnachtsmarkt-Akademie" in Trier, die mit verschiedenen Kursen zu mehr Besinnlichkeit einlädt. So lernen Kinder z.B. alte Weihnachtslieder, denn meist kennen sie nur solche jüngeren Datums. Eltern bringt die Akademie Vorlesen bei, denn wer langweilig liest, verliert rasch das Interesse seiner Zuhörer. Die ganze Familie lernt in der Krippenbau-Werkstatt Krippenmodelle kennen, die sie später selbst baut. Männer, meist technikbegeistert, erfahren richtiges Fotografieren mit einer Digitalkamera. So findet sich für jeden der passende Kurs, um Weihnachten noch schöner zu machen!

 

Au Pair Mosman

Als Aupair in Mosman

Einer von Sydneys schönsten Vororten

Allgemeines

Mosman ist ein Vorort von Sydney und liegt nördlich vom Stadtzentrum am Meer. Nach Meinung der meisten Australier ist Mosman einer der schönsten und wohlhabendsten Vororte Sydneys – was auch stimmt! Hier findet man schöne Wohnviertel, sehr viele Spielmöglichkeiten und Spielplätze für Kinder, kleine (Designer-)Läden, wo man alles kaufen kann, was man zum Leben braucht, nette Cafes, die zum Ausruhen einladen, etc.

Sehenswürdigkeiten

Wirklich viele Sehenswürdigkeiten gibt es in Mosman eigentlich nicht, jedenfalls keine besonderen Gebäude, die man nicht auch in anderen Städten sehen könnte. Die Art Gallery Mosman hat ein paar kostenlose und sehr schöne Ausstellungen, und in der Mosman Library findet man eine riesige Auswahl an Büchern, Filmen und Magazinen. Kinos sind auch vorhanden, jedoch hat man natürlich eine größere Auswahl an Kultur- und Vergnügungsstätten im Zentrum Sydneys.
Nicht weit von Mosman entfernt ist der Taronga Zoo – direkt am Nordufer des Hafens von Sydney liegend kann man von hier aus die Harbour Bridge und das Opera House erblicken. Der Zoo selbst bietet die ganze Bandbreite australischer Tiere, aber auch europäische Tiere wie der Steinbock sind hier anzutreffen.

Freizeit

Nur 10 Minuten zu Fuß von Mosman entfernt findet man Balmoral. Der gleichnamige Strand eignet sich perfekt für Picknick, Ausflug mit Kleinkindern und natürlich auch zum in der Sonne bräunen und im Meer schwimmen ...
Wer sich gerne im Fitness-Studio aufhält, wird sich in Mosman sehr wohl fühlen. Fast jeder in Mosman ist Mitglied im „Fitness First“ Fitness-Studio. Hhier werden einem eine Bandbreite von Gruppenkursen und anderen Trainingsmöglichkeiten geboten. Des Weiteren bietet das „Mosman Community College“ eine große Auswahl an Kursen an. Von künstlerischen Kursen wie Kohlezeichnen über Sprachkurse (Englisch als Zweitsprache, Französisch, Spanisch, Chinesisch, Deutsch, ...) zu Massagekursen und einer großen Auswahl von Sportkursen ist hier alles vorzufinden! Die jeweiligen Kurse werden für die vier Schulabschnitte angeboten, und zwar meistens zu Zeiten, die einem Aupair entgegen kommen. (Weitere Infos unter http://www.mec.nsw.edu.au/.)

Nachtleben

Mosman ist ein Familienwohnort, so dass es hier keine großen Diskotheken oder sonstiges für Jugendliche/junge Erwachsene gibt. Allerdings fahren die Busse alle paar Minuten in die Innenstadt, wo sich Aupairs und Australier treffen. Wer Heimweh nach Deutschland hat, sollte unbedingt zum bayrischen Restaurant/Kneipe/Disco „Löwenbräu“ in den Rocks gehen. Hier kann man nicht nur bayrische Spezialitäten essen, sondern auch jeden Abend deutsche Bands hören! Meistens herrscht hier Oktoberfest-Stimmung ...
In Mosman selbst findet man eine große Auswahl an Restaurants vor (beispielsweise Japanisch, Thailändisch, Indisch, Italienisch), und auch ein paar Kneipen laden zu gemütlichen Abenden ein. Einen Vorort weiter (ca. 20 min zu Fuß) findet man den Pub The Oaks vor, der ein beliebter Wochenendtreffpunkt ist und in dessen Biergarten man sich „wie daheim“ fühlt! Ein weiteres beliebtes Ziel partylustiger Aupairs ist Manly, mit dem Bus von Mosman aus ca. 20 Minuten. Manly ist ein „Strand-Vorort“ Sydneys, und abends spielen in unzähligen Bars, Kneipen und Discos Livebands.

Besonderheiten

Meiner Meinung nach ist Mosman der beste Ort für Aupairs. Mit dem Bus ist die Stadt in 20 min. genial und auch die ganze Nacht hindurch zu erreichen. In Mosman selbst findet man auch alles zum Leben Nötige, der Balmoral Beach ist „gerade nebenan“ und die Menschen in Mosman sind total freundlich und hilfsbereit. Und bei 15.000 Kindern werden in Mosman immer wieder Aupairs gesucht!
Sorgen um deutschen Anschluss braucht man sich auch nicht zu machen, da Sydney momentan anscheinend beliebtestes Ziel deutscher Mädchen geworden ist, und man immer wieder auf Deutsche trifft. Man braucht sich wirklich nicht zu wundern, wenn man mitten auf der Straße auf Deutsch angesprochen wird!
Besonders für Mosman ist die Multikultur der Menschen, die hier wohnen. Kaum eine Familie kommt ursprünglich aus Australien, man findet hier sehr viele Familie aus Italien, Südafrika, Belgien, Deutschland oderAsien, so dass man sich auch nicht wirklich mit dem „Australischen Slang“ abmühen muss.

 

Bildung

Krippenbetreuung für Kleinkinder

Hohe Bildung, hohes Einkommen

Optimale Förderung durch Krippen?

Besuchen Kleinkinder im Alter unter drei Jahren eine Krippe, so wechseln sie später häufiger ans Gymnasium Eine Studie untersuchte Kinder der Jahrgänge 1990 bis 1995, von denen ungefähr sechzehn Prozent zur Krippe gingen. Besuchten durchschnittlich 36 Prozent der Minderjährigen das Gymnasium, so traf dies bei Krippenkinder zu fünfzig Prozent zu. Von Sprösslingen benachteiligter Familien wechselten gar zwei Drittel mehr aufs Gymnasium. Die besten Erfolge erzielten Krippen bei Kindern eingewanderter oder Eltern mit Hauptschulabschluss. Außerfamiliäre frühkindliche Betreuung wirkt also dem Phänomen entgegen, dass die Bildung der Eltern die der Kinder prägt.

Das Abitur lässt außerdem auf ein höheres Lebenseinkommen hoffen. Die zu erwartenden Lebenseinkünfte betragen bei Gymnasiasten 230 000 Euro mehr als bei Normalbürgern, wovon sie etwa 22 000 Euro dem Krippenbesuch danken. Der 8000 Euro teure Krippenplatz (beim durchschnittlichen Besuch von 1,36 Jahren) ist somit finanziert.
Wären 35 Prozent der Sprösslinge eines Jahrgangs zur Krippe gegangen, so hätte dies pro Jahrgang 2,1 Milliarden Euro in die volkswirtschaftlichen Kassen gespült.

Der erfreuliche Aspekt der Studie: Berufstätige Eltern, die ihre Kinder in einer Krippe unterbringen, haben sich künftig kein schlechtes Gewissen mehr zu machen, ihren Kindern dadurch zu schaden. Im Gegenteil, sie bewirken dadurch sogar etwas Gutes zum künftigen Leben der Kleinen.
Wer einmal eine gut ausgestattete Krippe besah, wundert sich darüber nicht. Pädagogisch kompetente Erzieher und tolle Ausstattung bieten eben vielfältige Lernanreize, die in den heimischen vier Wänden fehlen.
Leider weckt diese Studie in vielen den Gedanken, sie schadeten ihrem Nachwuchs, wenn sie sie in den ersten drei Jahren selbst erzögen. In unserer Gesellschaft entstand der Trend, Kinderziehung immer stärker in die Hände des Staates zu legen. Wem dies bei der Vereinbarung von Familie und Beruf hilft, mag darauf zurückgreifen, doch Eltern Vorwürfe zu machen, weil sie ihr Kleinkind in der Geborgenheit der Familie erziehen, geht dann doch zu weit.

Zudem vergesse man nicht, dass die Studie sich einzig mit den Aspekten Bildung und Wirtschaft beschäftigte. Zum Leben gehört jedoch weit mehr! Zweifler weisen deshalb auf die bösen Folgen hin, unseren Staat einzig auf diesen beiden Stützen aufzubauen. Freilich haben sie hohe Bedeutung, doch sind viele schlechten Seiten schon heute ersichtlich: gehetzte Manager, kinderlose Akademiker, zahllose Alleinstehende … Wer sich mit Kleinkindbetreuung beschäftigt, berücksichtige also mehr als nur Ökonomie und Wissen.

 

Kinderbetreuung

Studium für Nannys

Moderne Mary Poppins

Ausbildung zur Kinderbetreuerin für Betuchte

Durchschnittsfamilien engagieren das Nachbarmädchen als Babysitterin für ein paar Euro Stundenlohn. Reiche Familien leisten sich dagegen ein Kindermädchen, das den Kleinen täglich eine beste Erziehung angedeihen lässt. Mary Poppins ist vermutlich die bekannteste Vertreterin.
Reiche suchen erstklassige Kindermädchen in Südwestengland, denn das Norland College im Städtchen Bath bildet seit 1892 Nannys aus. Aus allen Ländern strömen Frauen dahin, legen Zehntausende auf den Tisch, um sich in Fächern wie Finanzmanagement, Kinderbetreuung und Psychologie belehren zu lassen. Dabei lernen die Schülerinnen, individuell auf jedes Kind einzugehen. Nach zwei Jahren Studiums steht ein Probejahr an.

Arbeitgeber: reiche US-Amerikaner, Russen sowie Bürger des Nahen Ostens und Großbritanniens
Durchschnittsgehalt: 51 000 Euro im Jahr

 

Frauen

Wünsche junger Frauen

Glückliche Familie und Karriere

Was will frau im Leben erreichen?

Was Frauen wollen, ist zumindest ihnen glasklar: Kinder, Beruf und eine glückliche Partnerschaft. So zeigt es eine Studie, in der 1020 im Alter von siebzehn bis neunzehn und 27 bis 29 Jahren ihre Meinung sagten.

Bis auf ein Prozent gaben alle an, zu wissen, dass sie gut sind. 85 Prozent liegt finanzielle Unabhängigkeit am Herzen, neunzig Prozent Kinder. Achtzig Prozent arbeiten schwer für ihre Ziele, wobei sich ein Drittel eher als künftige Führungskraft sieht denn als Untergebener.
Junge Männer glauben, Frauen wünschten sich von der Partnerschaft hauptsächlich eine Ehe und Versorgung, doch sehen diese das ganz anders. Sie wünschen sich Freiraum, Verständnis, Fürsorge im Alter - dasselbe wie junge Männer.
70 bis 85 Prozent der Befragten glaubten, Reichtum und guter Geschlechtsverkehr seien für Männer das wichtigste, doch sehen dies nur sechzig bis 65 Prozent der "harten Kerle" so.

Überraschenderweise hängt das hohe weibliche Selbstbewusstsein weder von Bildung noch sozialer Herkunft ab. Auf Deutschland kommt eine große Veränderung zu, denn neunzig Prozent der jungen Frauen möchte ein anderes Leben führen als ihre Mutter. Ihnen kommt der demografische Mangel ebenso zugute wie der Fachkräftemangel. Lassen wir uns überraschen, welchen Zündstoff die heutige Jugend so birgt …

 

Hindernisse

Schwierigkeiten in der Ehe

Improvisation statt Perfektion

Gegenseitige Unterstützung auch in Krisen

Jede dritte deutsche Ehe endet in der Scheidung. Freilich herrscht noch immer die Sehnsucht nach Geborgenheit, nach einem treuen Partner, der einen bis ans Ende der Welt begleitet, mit einem alt wird, den Alltag verschönert - die Sehnsucht nach lebenslanger Liebe. Doch offenbar bringen es viele nicht fertig, die Schwierigkeiten konstruktiv zu überwinden. Hindernisse türmen sich gen Himmel, man "kotzt sich nur noch an", bis schließlich einer den Rechtsanwalt anruft.

Als Problem stellen sich z.B. Rollenbilder heraus, in die beide gegen ihren Willen gedrängt werden. Hier raten Experten zur bewussten und entschlossenen Durchsetzung des gewünschten Familienmodells. Man schließe ein Bündnis, bei dem man sich Anerkennung der Probleme, Unterstützung und Auszeiten zusichert. Dazu nehme man auch Improvisation statt Perfektion in Kauf. Die perfekte Ehe ist eben kein Geschenk einer Märchenfee, sondern Arbeit. Hat man jedoch erst einmal einige Krisen überwunden, kann man stolz erzählen, dass es vielleicht gerade diese waren, die das Ehepaar erst so richtig zusammenschweißten …

Mag sein dass die möglichen Krisen der Grund sind, aus dem die Deutschen offenbar immer länger mit ihrem Entschluss zur Hochzeit zögern. Nicht nur, dass immer weniger Ehen geschlossen werden, Braut und Bräutigam sind auch immer älter. Na ja – zumindest fast dreißig (Frauen) bzw. dreiunddreißig (Männer) Jahre.
Verständlich ist das Zögern, denn schließlich möchte man bei einer der wichtigsten Entscheidungen im Leben keinen Fehler begehen. Was, wenn die Beziehung wenige Jahre später in die Brüche geht? Als sei das seelisch nicht schon schlimm genug, hätte man als Verheiratete auch noch mit Gesetzen und Finanzen zu kämpfen.

Haben sich Paare aber doch einmal entschlossen, begehen sie den „schönsten Tag ihres Lebens“ mit allem Trara. Hochzeits-Hochsaison sind Mai und Juni. Rechtzeitig vorher machen „Hochzeitsverkäufer“ ihren Kunden den Mund wässrig. Diamantringe, weiße Limousinen, üppige Kleider, Hochglanzfotos … Damit möchten sie am Feiertag auch ein wenig verdienen. Die Dienstleistungen beginnen bereits beim Antrag, bei dem Profis dem oder der Unerfahrenen unter die Arme greifen. Dabei ist vielleicht gerade die Unsicherheit oder Unbeholfenheit süß – nicht die Lässigkeit, bei der man glaubt, der oder die Liebste habe schon etlichen anderen einen Antrag gemacht.
Der Bund fürs Leben braucht weder Pomp noch Klischees sondern einfach zwei Liebende. Schließlich geht es nicht um die Präsentation der eigenen Beziehung à la Hollywood sondern um das Gelöbnis, sich künftig bei Freud und Leid zur Seite zu stehen. Wer sich in Krisen einfach davonmacht, ist kein Partner fürs Leben. Eine Ehe zeichnet sich schließlich auch gerade dadurch aus, dass man Höhen und Tiefen teilt – nicht nur den Hochzeitstag.

Der Trend geht jedoch zu häufig wechselnden Partnern. Da passen Ehen nicht so recht dazu, im Gegenteil erscheinen eher Modelle verführerisch, die in einigen Staaten eine feste Beziehung mit steuerlichen Vorteilen erlauben, aus denen man im Zweifelsfall aber rasch und problemlos wieder austreten kann. Doch eine leichte Trennung verleitet auch zur selbigen.
Natürlich braucht es zur lebenslangen Partnerschaft kein amtliches Jawort. Doch vielleicht hilft der Treuebund dabei, auch in Krisen nicht aufzugeben. Das ist besonders bei Kindern wichtig, denn diese brauchen Verlässlichkeit. Wer kennt nicht mehr die Angst vor einer Trennung der Eltern?

Heiratsgrund sollte weder Steuerersparnis sein, noch dass das Paar vor der Kirche so ein hübsches Bild macht. Es sollte der Wunsch sein, mit dem Gegenüber sein restliches Leben zu teilen, Glück und Unglück, und ihm stets das Herz zuzukehren. Wer sich dieser Verantwortung bewusst ist, kann sich Gedanken über den „schönsten Tag des Lebens“ machen. Doch ist nicht ein jeder Tag schön, den man an der Seite des oder der Liebsten verbringt? Braucht es da tatsächlich großen Pomp und Verschuldung – oder genügt nicht ein romantischer Tag im engsten Freundeskreis? Schließlich geht es nicht um das Drumherum sondern um das Gelöbnis. Das ist natürlich keine Garantie für eine lebenslange, glückliche Beziehung. Aber vielleicht hält es mitunter doch vor der Trennung zurück.

 
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