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Seite << 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 >> Schweden
Bestrafung schwedischer JugendlicherStrafrecht für MinderjährigeSchwerpunkt Wiedereingliederung - leider ohne ErfolgUnter-18-Jährige Schweden haben mit Haft bis zu vier Jahren zu rechnen. Dabei müht man sich jedoch hauptsächlich um Resozialisierung, denn die Verbrecher verbringen ihre Jugendhaft in einer geschlossenen Anstalt, betreut von Sozialarbeitern, Pädagogen, Psychologen. Sie büffeln für die Schule, um nach ihrer Rückkehr ins normale Leben nicht hinterherzuhinken, treiben viel Sport, stehen zu festen Zeiten auf bzw. gehen ins Bett, haben nur selten Ausgang (in Begleitung). Haben sie die Hälfte der Strafe abgesessen, so steht ihnen manchmal eine freiere Anstalt mit unbegleitetem Freigang offen. Vorzeitig wird niemand entlassen.
Neben Schulbildung bringt man den jungen Straftätern also auch Disziplin bei. Dennoch tragen die Bemühungen kaum Früchte, denn binnen drei Jahren begehen siebzig bis achtzig Prozent der ehemaligen jugendlichen Knastinsassen wieder eine Straftat. Es hakt daran, dass die jungen Erwachsenen zu häufig wieder auf sich allein gestellt sind. Nachbearbeitung wäre angesagt, denn sonst richtet Jugendhaft einen größeren Schaden als Nutzen an. Wer sich über das Jugendstrafrecht schlau machen möchte, findet hier mehr zum Vorgehen anderer Staaten. Kinderquote
Kinderlosigkeit bei hoher BildungVergleich zwischen Ost - WestWenige hochgebildete Mütter in DeutschlandWar es früher normal, dass jede Frau Kinder zur Welt brachte, so entscheiden sich immer mehr Frauen in der Bundesrepublik gegen Nachwuchs. Frauen zwischen vierzig und 49 Jahren haben zu 21 Prozent keinen Nachwuchs; bei ihren Geschlechtsgenossinnen zwischen fünfzig und 59 sind es nur vierzehn Prozent. Ihr erstes Kind gebären sie nicht mehr durchschnittlich mit 23 Jahren, wie es bei den heute 60- bis 65-Jährigen der Fall war, sondern mit 26, zumindest die heute Dreißig- bis Vierundvierzigjährigen.
Besonders den alten Bundesländer gebricht es an gebildeten, jungen Müttern sowie an Nachwuchs. Hier liegt das Durchschnittsalter bei der ersten Niederkunft höher als in den neuen Ländern, ebenso wie der Frauenanteil ohne Sprösslinge. Zudem tritt hier der Zusammenhang zwischen höherer Bildung und Nachwuchslosigkeit deutlicher zutage. Roboterbaby
Kurzzeit-Elternschaft eines RobotersVorbereitung auf die ElternschaftRobobabys zur Erlernung von elterlichen FähigkeitenDas Problem ist bekannt: Im Eifer des Gefechts vergessen Jugendliche (wie auch Erwachsene) gern mal die Verhütung. Viele nehmen sie auch nicht sonderlich ernst, denn was soll bei einem Mal schon passieren? Andere sehnen sich schon in jungen Jahren nach einem eigenen Kind. Wochen später zeigen sich die Folgen des ungeschützten Geschlechtsverkehrs mit dem Ausbleiben der Periode. Schwanger! Und nun? Damit Leichtsinn nicht zur Schwangerschaft führt, entwickelte eine US-Firma Roboterbabies. Sie schreien wie echte Säuglinge, um ihre Eltern auf verschiedene Bedürfnisse aufmerksam zu machen - eine praktische Methode, um Jugendlichen die Verantwortung einer Elternschaft vor Augen zu führen. Haben sie den Grund des Geschreis erkannt und erfolgreich bekämpft (füttern, Zuwendung ), so verstummt die Maschine. Diese "Neugeborenen" finden z.B. bei Schulprojekten ihre Anwendung. Dabei bekommen Schüler für einige Tage (und Nächte) einen Robotersäugling. Eine Nachbesprechung öffnet häufig die Tür zu weiteren wichtigen Themen wie z.B. Verhütung, Partnerschaft, das Erste Mal .. Fade Gründe
Familienförderung der PolitikerWirtschaftsgründe als Anreiz zum NachwuchsWarum sollte ich denn eigentlich Kinder bekommen?Die Medien berichten von fleißigen Bemühungen unserer Politiker, die Deutschen zu mehr ungeschütztem Geschlechtsverkehr (freilich ohne anschließende Abtreibung) zu bewegen. Kinder müssen her, als Gegenmittel zur "Überalterung", zum Fachkräftemangel, zu leeren Renten-, Sozial- und Gesundheitskassen.
Dabei möchte der Staat Kinderkriegen möglichst schmackhaft machen. Eltern müssen anschließend ja nicht auf allen Freiraum verzichten! Ab etlichen Monaten Alters stecken sie das Neugeborene in eine Krippe, so dass es den ganzen Tag lang aus dem Blickfeld der Eltern verschwindet, die ihrer Arbeit nachgehen (zur Ankurblung der Wirtschaft). Nach der Krippe folgt der Kindergarten, möglichst ebenfalls ganztägig, anschließend die Grundschule, in der es an Rund-um-Betreuung leider noch hapert, doch in der weiterführenden Schule, besonders am Gymnasium, verbringen die Kinder schon wieder mehr als den halben Tag in der Schule und haben danach mit Hausaufgaben und Hobbies genug zu tun.
Wer selbst einmal mit dem Gedanken an Nachwuchs spielte, möchte bei diesem Verhalten entweder lachen oder weinen. Warum bekommt man denn Kinder? Geschieht es nicht aus Liebe? Wer wohl würde sich dadurch zum Gebären verleiten lassen, dass er einen Teil seiner Kosten vom Staat ersetzt bekommt, dass er das Kind ja ohnehin nur abends, wochenends und in den Ferien sehen muss? Das momentane politische Vorgehen ist zum einen der Versuch, Eltern zu mehr Kindern zu bewegen, andererseits aber auch geschicktes Erziehungskalkül. Denn der Staat kann später keine Gewalttäter, Dummen oder Faulen gebrauchen, er will gesetzestreue Fachkräfte, die fleißig seine Kassen füllen. Somit braucht er keine Kinder der ungebildeten Unterschicht sondern der Intellektuellen; doch leider hapert es gerade bei ihnen an der Bereitschaft zum Nachwuchs. Wegen Kindern auf Karriere verzichten? Wofür ging ich denn so lange zur Schule und Uni? Also übernimmt der Staat bereits in jungen Jahren die Erziehung, zur Entlastung (hochgebildeter) Berufstätiger und um sich die Sprösslinge nach Wunsch zurechtzubiegen. So sucht er Kriminalität, Schulabbrüche und andere "Sünden" bereits früh zu verhindern.
Natürlich sind Elterngeld, Kindergeld und gute staatliche Kinderbetreuung wichtig zur Entlastung der Eltern. Sie bringen ein hohes Opfer, indem sie ihre Bedürfnisse und Wünsche vor dem Sprössling zunächst zurückstellen. Solange noch ein so verkehrtes Bild in unseren Köpfen steckt, solange Erwachsene lieber ihren Gelüsten frönen als einem Wesen das Leben zu schenken, solange wir Kinder als ungewünscht ansehen, solange wird Vater Staat mit all seinen Bemühungen kaum Erfolg haben. Man bekommt Kinder nicht aus wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Rücksichten sondern nach einem Herzensbedürfnis. Solange dies nicht in den Deutschen geweckt wird, solange werden wir auch ohne Kinder bleiben. Kinderschutz
Schutz vor gefährlichen HomepagesSicherheit im Internet durch KindersicherungErste Internetbekanntschaft von KindernGanz selbstverständlich interessieren sich Kinder für die Welt des World Wide Web, zu Deutsch Internet. Doch wie verhindern Eltern dabei die leicht möglichen Entdeckungen dubioser Seiten mit pornografischen, rassistischen, gewalttätigen oder anderen schädlichen Inhalten?
Damit Kinder im Internet nicht auf gefährliche Seiten stoßen, bietet sich zumindest bei jüngeren Kinderschutz-Software an. Andere Sicherungen ermöglichen das Festlegen von Zeiträumen und von Passwörtern, bieten einen Filter, der den Zugang zu Chats oder Tauschbörsen verhindert, oder eine Gefahreneinstufung der Homepages. Möglich ist zudem eine Auflistung der Internet-Aktivitäten der Sprösslinge. Eltern Jugendlicher nennen jedoch ein Problem, das Kindersicherungen oft außer Kraft setzt: der Minderjährige selbst. Häufig hat er mehr Computerkenntnisse als seine Eltern, so dass er Hindernisse umgeht oder durch Auskundschaftung der Passwörter Programmierungen ändert. Hier gilt es, ihn über die Gefahren des Internets aufmerksam zu machen. AbmahnungenÄrger durchs Internet?Massenabmahnung und andere fiese TricksWas tun bei einer Abmahnung?Es passiert schneller als gedacht. Da stellt der Sprössling ohne böse Gedanken den Auszug einer Landkarte auf die eigene Homepage, als Beschreibung der Anfahrt zum Klassenfest. Vielleicht gab er seinen Vornamen im Impressum auch nur abgekürzt an, oder, oder, oder. Harmlose Kleinigkeiten, die man sofort wieder vergisst.
Eine Abmahnung ist die Aufforderung zum Einstellen eines rechtswidrigen Verhaltens. Wird das eigene Recht verletzt, so möchte man meist nicht gleich vor Gericht ziehen, sondern versucht es mit einer Abmahnung. Sie trudelt gemeinsam mit einer Unterlassungserklärung (strafbewehrt) ins Haus, welche der Rechtsverletzer zu unterzeichnen hat. Im Verweigerungsfall droht eine einstweilige Verfügung.
Bringt der Briefträger eine Abmahnung vorbei, so verliere man nicht die Nerven. Zunächst steht eine Prüfung der Zulässigkeit an. Abmahnende Anwälte benötigen einen Mandanten denn ohne Hinweis auf selbigen verfällt die Abmahnung. Tatsächliche Wettbewerbsverstöße gebe man zu und unterlasse sie künftig. Dabei unterschreibe man die Unterlassungsklage, akzeptiere die Kostenansprüche jedoch nicht. Somit sinkt der Streitwert auf die Höhe der Kostenforderung, was einen deutlichen Unterschied zur früheren Summe ausmachen kann. Dadurch hat man im Prozessfall weniger für Gericht und Anwalt auszugeben, als wenn man auch die Abmahnung zurückwiese. Bei einer Erstabmahnung in (privaten!) einfachen Fällen mit unerheblicher Rechtsverletzung außerhalb des Geschäftsverkehrs darf der Anwalt nicht mehr als hundert Euro Gebühr verlangen.
Forschungsstelle Abmahnwelle Essstudie
Dicke Unkenntnis in DeutschlandFalsche Ernährung an der TagesordnungFettleibigkeit, Übergewicht, Untergewicht - Deutsche VerzehrstudieSeit langem redet man über falsche Ernährung der Deutschen und deren üble Folgen. Nun nimmt sich endlich auch eine staatlich in Auftrag gegebene Studie der Sache an. Die letzte deutsche Verzehrstudie hat bereits zwanzig Jahre auf dem Buckel, weshalb damals nur Einwohner der alten Bundesländer zur Sprache kamen. Zudem änderten sich Essgewohnheiten und Lebensmittelauswahl in den letzten Jahren gewaltig, wie ein Zuwachs an exotischen Früchten, Dönerläden, asiatischen Imbissen, Fast Food und vielem mehr beweist.
Einundfünfzig Prozent der Frauen in Deutschland und zwei Drittel der Männer wiegen zuviel. Jeder Fünfte in der BRD leidet an Fettleibigkeit (Adipositas). Über letzteres und Übergewicht beklagen sich siebzig Prozent der Hauptschulabsolventen, jedoch nur etwa 35 Prozent der Abiturienten. Männer in einer festen Beziehung legen häufiger Pfunde zu als Alleinstehende; Frauen werden erst in der Ehe dicker. Zu viel oder zu wenige Pfunde machen nicht nur wegen spöttelnder Bemerkungen zu schaffen sondern auch wegen Folgekrankheiten. Achtzig Millionen Euro pro Jahr kostet deren Behandlung das Gesundheitssystem. So sorgen überflüssige Kilos z.B. für ein erhöhtes Diabetesrisiko und das einer Herz-Kreislauf-Krankheit.
Vater Staat sieht natürlich auch für sich Handlungsbedarf. Momentan spielen die Politiker mit dem Gedanken eins Aktionsplans. Bei der Debatte wird jedoch klar, dass die Aufklärung von Erwachsenen nicht der wichtigste Schritt sein kann. Von viel größerer Bedeutung wäre eine Aufklärung der Kinder. www.was-esse-ich.de Einwanderer
Missstände in der Multikulti-GesellschaftSexuelle Selbstbestimmung muslimischer Frauen?Angriff auf deutsche EingliederungspolitikTürken in Deutschland - ein altbekanntes Problem, dessen Schuld je nach Laune unterschiedlichen Gruppierungen in die Schuhe geschoben wird. Mal haben Ausländer in Deutschland nichts verloren, mal mühen sich deutsche Politiker nicht ausreichend um Integrationspolitik, mal lassen sich Türken nicht auf unsere Kultur ein
Soweit die bekannten Argumente. Die Anklage der Autorin wider linke Einwanderungsbefürworter ist jedoch neu. Frau Ates beschuldigt viele Linke, Missstände in der Migranten-Gesellschaft unter den Tisch zu kehren, indem sie alles ignorieren, was ihre Vorstellung einer Multikulti-Gemeinschaft trübt. Doch obwohl ihre Argumente einen wahren Kern bergen, so scheint Frau Ates häufig ebenfalls das Mäntelchen des Schweigens auszubreiten. Sie lässt Tatsachen beiseite, die sich mit ihrer Sichtweise nicht vertragen. So berichtet sie z.B. von einer Richterin, die einer Muslimin die sofortige Scheidung von ihrem gewalttätigen Gatten verweigerte. Dabei wird nicht erwähnt, dass daraufhin ein anderer Richter mit dem Fall betraut wurde. Dennoch: Durch ihren literarischen Angriff rückt die Autorin das Problem "Eingliederung von Einwanderern" in den Blickpunkt der Leser. Ein guter Anreiz, sich mit diesem Thema und den aktuellen Missständen zu befassen.
"Der Multikulti-Irrtum" von Seyran Ates, Ullstein, 281 Seiten, 18,90 Euro
Ebenfalls von dieser Autorin: Hohe BelastungMami und Papi als PrivatlehrerPolitik lässt Eltern im StichWünsche und Probleme von ErziehungsberechtigtenDie Medien berichten über misshandelte Kinder, über Finanzprobleme von Vater Staat, über Nöte von Rentnern und den Sorgen des örtlichen Sportvereins. Über Eltern liest man merkwürdigerweise kaum etwas. Sie, die die bedeutendste Aufgabe der Bevölkerung leisten - eine neue Generation großzuziehen - erhalten in der Öffentlichkeit kaum Beachtung. Freilich, man weiß, dass sie sich nach einer besseren Vereinbarung von Familie und Beruf sehnen, nach mehr Krippenplätzen und mehr Geld - aber kann das schon alles sein? Den Interviewern stach zunächst die elterliche Dankbarkeit dafür ins Auge, dass sich endlich jemand nach ihnen erkundigt. In der Bundesrepublik haben sie kein Ventil, um ihre Belange anzusprechen; die Politik reduziert ihre Wünsche auf einen Ausbau der Krippenplätze und mehr Geld. Dabei wünschen Eltern hauptsächlich Wertschätzung ihrer Arbeit.
Offenbar fühlen Eltern einen hohen Druck auf sich lasten, was u.a. an den Politikern liegt, die sie im Stich lassen. So belastet sie z.B., dass sie sich selbst um gute Bildung ihrer Sprösslinge zu bemühen haben, da ihnen das staatliche Bildungssystem kaum noch Vertrauen entlockt. Eltern besserer Gesellschaftsschichten suchen also, ihre Kinder möglichst früh selbst zu fördern, was nicht nur den Nachwuchs strapaziert sondern auch die Erziehungsberechtigten. Diese haben nämlich immer mehr mit Lernen und Hausaufgaben am Hut. Mehr zu Klassenunterschieden in Großbritannien GesamtschulenForderung nach ChancengleichheitBildung der Eltern entscheidendSchwierigkeiten der Unterschicht auf dem Weg zur BildungHäufig wird in die Debatte über das richtige Schulsystem die Gesamtschule als Lösung angebracht. Betrachtet man Länder mit Gesamtschulen, so fällt auf, dass dort die Schülerleistung nicht so stark mit der Sozialleistung zusammenhängt. Diese Schulen solle man ergo auch in Deutschland umsetzen, um Klassenunterschiede abzubauen.
Doch die Fakten sprechen dagegen. Eine Langzeitstudie mit 1527 hessischen Kindern, im Jahre 1976 zwölf Jahre alt, die bis zum 35. Lebensjahr beobachtet wurden, bewies den starken Einfluss des Elternhauses auf die Karriere - unabhängig vom Schultyp. So hat ein Arbeiterkind eine zwölfmal so geringe Chance auf einen Hochschulabschluss wie ein Kind gebildeter Eltern. Apropos Streitpunkt dreigliedriges Schulsystem: Vermutlich haben wir bald ohnehin nur noch ein zweigliedriges, bestehend aus Realschule und Gymnasium, da das Finden genügend Schüler Hauptschulen Schwierigkeiten bereitet. Seite << 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 >>
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