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Sant Pere

Sant Pere Pescador im Alt Empordà

San Pedro - ein katalonisches Dörfchen am Meer

Allgemeines

Das knapp 2000 Einwohner zählende Touristenörtchen Sant Pere Pescador (cat. Petrus der Fischer) in der katalonischen Provinz Gerona umfasst drei Wohngebiete: Sant Pere Pescador, der Hauptteil des Ortes mit allen Geschäften, sowie Bon Relax und Mas Sopes, die direkt am Strand gelegen sind. Der Fluss Fluvia trennt die Stadtteile voneinander und prägt die sumpfige, dem Meer nahe Landschaft.

Sehenswürdigkeiten

Im Sommer ist die ganze Region rund um St. Pere Pescador von Touristen bevölkert. Die größte Sehenswürdigkeit ist wohl der Strand und die umliegende sehr schöne Landschaft im Naturpark Aiguamolls.
Im Herbst gibt es die Apfelernte zu erleben, bei der die ganze Gegend nach frischen Äpfeln duftet und wo der ein oder andere Apfel auch mal in den Rucksack von Wanderern landet.
Für den Winter ist es empfehlenswert, vor allem Figueres oder Girona zu besuchen, da in Sant Pere nicht mehr viel los ist.

Umgebung

Cadaques: Ein kleiner Fischerort ganz im Norden von Katalonien, in dem sich auch das Haus von Dalí befindet.
L´Escala: Im Sommer unbedingt einen Besuch wert, ein sehr schöner und malerischer Ort. Und wenn man schon dort ist, auch gleich die Ruinen von St. Marti besuchen; man kann ganz einfach an der Küste entlang etwa zwei Kilometer von einem Ort zum anderen laufen.
Empuria Brava: Dieser Ort ist vor allem bei deutschen Touristen und bei Bootsinhabern beliebt. Bekannt ist der Ort für sein Kanalsystem, das sich durch die ganze Ortschaft zieht.
Figueres: Eine sehr gute Stadt zum Einkaufen mit einer der ersten Einkaufstraßen weltweit. Inzwischen gibt es hier Zara, Mango, Lacoste, Timberland und noch viele weitere Läden. Der Ort ist vor allem wegen des Dalí-Museums ein wichtiger Anlaufpunkt. Hier kann man auch gut und billig Essengehen z.B. bei Maia unterhalb des Museums, einer Art Fast Food-Restaurant.
Girona: Dies ist die Provinzhauptstadt und somit die größte Stadt in unmittelbarer Nähe. Hier kann man nicht nur wunderbar einkaufen gehen, sondern sich auch die faszinierende Altstadt mit der Kathedrale, den arabischen Bädern etc. ansehen. Unbedingt den Corté Inglés besuchen, wenn man eine große Auswahl braucht - hier gibt es mehrere Läden in einem Gebäude.
Roses: Von hier aus fährt eine alte Bahn nach Cadaques; unbedingt die Besuche beider Orte miteinander verbinden!

Besonderheiten

Hier ist man in Katalonien; die Katalonier verstehen sich selber als unabhängig von Spanien und sprechen eine eigene Sprache. Katalonisch wird in den regionalen Sprachschulen speziell gefördert.
In Spanien öffnen die Geschäfte erst ab ca. 10 Uhr; zwischen 13 und etwa 16.30 Uhr ist Siesta und alle Läden sind geschlossen, dafür haben sie aber auch bis 20 Uhr geöffnet.
Mittagessen geht man als Spanier nicht vor 13 Uhr, zumal die meisten Tavernen sowieso erst um diese Zeit aufmachen. Das reguläre Nachtleben fängt erst recht spät an; wenn man in St. Pere wohnt ist es ratsam, einen fahrbaren Untersatz zu haben, da die meisten Busrouten nur bis ca. 20.30 Uhr befahren werden.
Wenn man Einkaufen geht, ist es normal, dass einem alles zu klein ist - spanische Größen!

 

Au Pair Briancon

Au Pair-Information Briançon

La vie en Briançon d´été

Allgemeines

Briançon ist eine kleine Touristenstadt im Süden Frankreichs. Obwohl es nur ein relativ kleiner Ort ist, gibt es hier dennoch ein reichhaltiges Angebot verschiedenster Aktivitäten. Doch zunächst sollte man eins wissen: Da es sich bei dieser Stadt um einen Touristenort handelt, lässt sich das Leben hier in zwei Saisons einteilen, die Sommer- und die Wintersaison, und natürlich die „Off-season“, während der aber mehr oder weniger alles „off“ zu sein scheint.

Sommersaison

Briançon liegt in den Alpen (Hautes-Alpes) und ist daher ein bekanntes Ski-Gebiet, doch auch im Sommer lässt es sich hier aushalten. Die großen Sommerferien sorgen dafür, dass sich hier viele Au Pairs und Saisonarbeiter (für Bars, Hotels etc.) einfinden, mit denen man, dank der mäßigen Größe der Stadt, schnell Kontakt aufnehmen kann, was für Au Pairs natürlich von großem Vorteil ist. Auch an der Sprachschule ADHECOD in der centre ville lernt man schnell Menschen in ähnlichen Situationen kennen (... und natürlich Französisch, wenn man möchte). Wenn man dann erst einmal Kontakte geknüpft hat, kann man anfangen

Briançon und Umgebung

zu erkunden (das geht natürlich auch allein). Erstmal sind da die Berge, die man sicherlich schon aus dem Fenster sehen, aber eben auch besteigen, kann. Für Stadtmenschen ist das anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber schon nach kurzer Zeit stellt sich die Begeisterung ein. Eigentlich ist es egal, wo man entlang wandert oder radelt; an sich sollte man immer die Kamera dabei haben, weil die Aussicht für gewöhnlich ATEMBERAUBEND ist! Wer nun partout nicht gerne „ziellos“ herum wandert, kann sich natürlich interessante Ziele setzen. Am „Mont Dauphin“ (ca. eine halbe Std. von Briançon entfernt) kann man zum Beispiel wilde Murmeltiere füttern, wenn sie nicht gerade Winterschlaf halten (daher auch die Sommersaison). Der Lac de la douche ist etwas für diejenigen, die gerne einen 45-Minutenmarsch steil bergauf auf sich nehmen, um danach an einem kleinen See auf dem Berg, mit direktem Blick auf die vereiste Bergspitze, picknicken zu können. Für die etwas Wagemutigeren, oder auch Ahnungslosen ist das Klettern auf der Via Ferrata genau das Richtige. Via Ferrata (Ferrata=Ferrum=Eisen) ist ein Bergaufstieg, der durch ein Sicherungsstahlseil und diverse Kletterhilfen gekennzeichnet ist. Via Ferratas gibt es überall in Europa, und die in Briançon ist angeblich eine der einfacheren Versionen, wobei das wohl Ansichts- und Erfahrungssache sein dürfte. Die Klettertour ist für die Unerfahrenen ein zweieinhalbstündiger Adrenalinkick und nach fünf Minuten gibt es an sich schon kein sicheres Zurück mehr, da der Abstieg um einiges schwerer ist als der Aufstieg. Dennoch ist es, der Aussicht am Ziel und der Erfahrung wegen, ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Wichtig: Immer das nötige Kletterequipment dabei haben und vor dem Klettern einen Experten zu Rate ziehen.
Natürlich gibt es noch viele andere Wander- und Kletterwege (Glacier blanc etc.), über die man sich auch im Office de tourisme oder bei Einwohnern erkundigen kann.
Für diejenigen, die gerne Sport machen, jedoch nicht gleich zu hoch hinaus wollen, bietet Briançon, die nicht nur die wahrscheinlich höchste, sondern vielleicht auch die sportlichste Stadt Europas ist, ein reichhaltiges Angebot an

Sportaktivitäten.

Es gibt diverse Fitnesscenter in Stadt und Umgebung, Sportvereine fast aller Art (Volleyball, Tennis, Reiten etc.), ein Schwimmbad, ein Icehockeystadion (das aber erst gegen Ende des Sommers, im September öffnet), Rafting- und Canyoningclubs, selbstverständlich etliche Jogging- und Walkingwege u.v.m.
Sport bietet natürlich einen guten Ersatz fürs

Shopping

da Shopaholics hier definitiv an der falschen Adresse sind! In der Innenstadt gibt es zwar Kleidungsläden, z.B. La Halle, eine berühmte französische Ladenkette, und diverse kleinere Läden, aber für einen richtigen Shoppingtrip muss man schon größere Städte in der Nähe aufsuchen. Daher lohnen sich kleine oder größere Ausflüge nach Gap, Grenoble, Marseille, Turin (Briançon liegt direkt an der italienischen Grenze) oder auch Lyon auf jeden Fall, da diese nicht nur gute Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch ab und an eine willkommene Abwechslung bieten.
Die Tatsache, dass die Innenstadt nicht viele akzeptable Kleiderläden hat, heißt aber nicht, dass hier immer tote Hose ist. Im Gegenteil, in den Saisons sind gerade am Abend viele Cafés, Restaurants, Crêperies und Bars geöffnet, womit wir auch schon beim

Nachtleben

wären. Einer der größten Nachteile hier ist, dass man, um von A nach B zu gelangen, oft ein Auto braucht, was also meistens „kein Alkohol“ heißt (auch wenn die weinliebenden Franzosen das nicht immer ernst nehmen), wobei man sich ja auch ohne amüsieren kann.
In der schönen Altstadt Briançons, die abends aussieht, als stünde man am Filmset von Chocolat, gibt es beispielsweise eine nette Lounge, in der man nach einem leckeren Snack in einem der kleinen Restaurants (Eis, Crêpes, Herzhaftes), einen Cocktail oder einen Wein trinken kann. Dnach kann man dann, vorausgesetzt man findet einen Fahrer, zur Grotte du Yeti fahren, einer Touristenbar, in der man an geschäftigen Abenden Leute verschiedener Herkunft antreffen kann. Auch Le Frog oder die Extremebar zählen zu solchen Etablissements. Von der Grotte kann man später am Abend dann zur Baîta laufen, um zu tanzen. Auch wenn sich keine dieser Locations mit den Clubs einer Großstadt vergleichen lässt, lassen sich dennoch schöne Abende dort verbringen, und vielleicht entdeckt man auf diese Weise eine Vorliebe für Dart oder Billard.
Das Leben im „Sommerbriançon“ lässt sich also nur schwerlich mit dem Leben in einer Großstadt vergleichen, doch findet man mit der Zeit so viele Facetten an diesem Ort und an seiner Umgebung, dass man all die Shops gar nicht mehr sooo nötig hat.

 

Mallorca

Au Pair-Information Mallorca

Jenseits von Ballermann

Allgemeines

Mallorca, die größte und somit auch Hauptinsel der Balearengruppe, ist mehr als das bekannte Klischee von Ballerman und High Life. Es ist von einer Vielseitigkeit, die feinsandige Strände genauso zu bieten weiß wie wunderschöne traditionelle Dörfer, große wöchentliche Märkte, Bergregionen und auch Shoppingzentren. Mallorca ist eine Insel, die einerseits sehr viel zu bieten hat und auf der auch rund 640 000 Menschen wohnen. Andererseits bleibt die Insel überschaubar, und ihre Städte und Dörfer, Strände, etc. kann man schnell einmal kennen lernen.

Hauptstadt:

Palma

Weitere Städte:

Inca, Manacor, Alcúdia, Sa Pobla,…

Bevölkerung:

650 000 Einwohner

Währung:

Euro

Öffentliche Transportmittel:

  • TIB Busse für den “Inselverkehr”
  • EMT Busse für Palma
  • U-Bahn („Metro“) für Palma/Umgebung
  • 2 Zugverbindungen:
    • Palma – Inca – Sa Pobla/Manacor
    • Palma – Soller
  • Schiffverkehr zum Festland Spanien
  • Flugverkehr

Wichtige Wochenmärkte:
(unter anderem)

Inca: Donnerstags
Palma: Samstags
Manacor: Montags
Alcúdia: Dienstags und Samstags
Santa Maria: Sonntags

Sprache:

Außerhalb der sehr stark touristenbevölkerten Stadt Palma ist die Sprache Spanisch (Kastellan) bzw. Mallorquinisch.

Klima:

Im Sommer sehr heiß und sehr wenig Regen! Der Herbst ist sehr angenehm, warm und meist schönes Wetter, jedoch kann es auch sehr luftig sein.
Besonders im Herbst sind starke Gewitter möglich.

Gerichte:

Die Cuina Mallorquina ist rustikal und bodenständig. Zudem gibt es sehr viele Oliven und auch viel Fischgerichte, wie unter anderem die bekannte Paella.

Shopping:

Neben den verschiedensten Shops in Palma ist auch das Einkaufszentrum in Porto Pi (gehörend zu Palma) wie auch Alcampo (Nähe der Stadt Marratxí) sehr empfehlenswert.

Typisches für Mallorca:

Typisch für Mallorca sind Lederwaren, Perlen und vor allem auch Süßigkeiten wie beispielsweise die bekannten „Ensaimadas“, ein süßes Hefeteiggebäck.

Sehenswürdigkeiten

Mallorca und die Sehenswürdigkeiten! Egal ob im Norden oder im Süden, am Strand oder im Landesinneren, es gibt überall sehenswerte Gebäude. Empfehlenswert ist besonders die berühmte Kathedrale von Palma. Für einen Eintritt von 4 Euro kann man die Kathedrale wie auch das Museum betrachten. Auch nicht zu vergessen ist ein Trip in Richtung Nordwesten der Insel, nach Soller und Valldemossa. Nach Soller fährt auch der traditionelle Zug, der in so manchen alten Bahnhöfen hält. Zudem sind auch noch die Höhlen, wie beispielsweise die berühmten Drachenhöhlen in Porto Crisot, die Unterwasserlandschaft "Aquarium" in Palma und auch die Berglandschaft im Norden der Insel zu besichtigen. Und zu allerletzt dürfen natürlich auch die Strände nicht fehlen. Speziell die Strände in Pollenca wie auch in Alcúdia sind mit ihrem weißen Sand einfach herrlich. Ein Insidertip ist der nicht sehr bekannte und somit auch nicht touristenbevölkerte Strand im Süden der Insel, genannt Es Tranc.

Freizeit

Auf einer solchen Insel, auf der es gut möglich ist, sich auch ohne privates Transportmittel zu bewegen, sind die Freizeitangebote relativ groß. Angefangen von den bekannten Tourismusattraktionen, wie dem Aqualand, einem Erlebnispark im Wasser, dem WesternPark, der Unterwasserwelt Aquarium, des Marineland mit Tieren wie den Delphinen, Seelöwen, etc., dem Naturtierpark La Reserva Parc Natural bis hin zu den eher weniger touristenbesiedelten Attraktionen. Dazu zählen die mallorquinischen Feste in den Großstädten wie auch in den eher kleineren Städten, die traditionellen Obst- und Gemüse-, wie auch Wochenmärkte, die Flohmärkte, etc. Zu empfehlen sind ebenso die Kinotheken, wie auch der Festival Park, ein Shoppingzentrum inkl. Kinomöglichkeit und Discos, Bars & Restaurants.

Nachtleben

Das mallorquinische Nachtleben beginnt erst um Mitternacht, nur wenige (touristische) Ausnahmen öffnen ihre Pforten früher. Es gibt viele Möglichkeiten, das Nachtleben auf Mallorca kennen zu lernen. Und das nicht nur in Palma! Palmas Szenenviertel heißen sa Llotja, Passeig Marítim und el Terreno. Neben den dort zu findenden Discos gibt es noch etliche Bars, Treffpunkte und vor allem gibt es auch in jeder Jahreszeit die verschiedensten Feste, die typischen mallorquinischen Fiestas. Wichtig jedoch ist, dass man dabei auf ein privates Transportmittel angewiesen ist. Die Busse des EMTs und somit die Nachtbusse innerhalb Palmas fahren bis ca. 2 Uhr morgens, die Busse und Züge zu den anderen Städten und Dörfern Mallorcas sind jedoch nachts sehr beschränkt. Zwar sind die Taxipreise verglichen mit den österreichischen und deutschen Tarifen um einiges günstiger, doch können sich auch die Taxikosten summieren. Wenn nun also private Transportmöglichkeiten vorhanden sind, ist das Nachtleben auf Mallorca ein Traum!

Leben auf Mallorca

Das Leben auf Mallorca ist einfach "anders" als das typische österreichische oder eben mitteleuropäische Leben. Die Spanier sind um einiges aufgeschlossener und zuvorkommender, und zudem herrscht mehr "Ruhe", d.h. man ist nicht so hektisch und der Spruch "Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen" ist eher ungebräuchlich für die Spanier. Auch die Essensgewohnheiten sind anders; man isst beispielsweise sehr spät abends, meist ab ca. 21.00 Uhr.

Wichtige Zusatz-Informationen für Au-Pairs

In Palma gibt es sehr gute Möglichkeiten zur Absolvierung eines Sprachkurses. Bevorzugt wird die spanische Sprache, obwohl die meisten Familien zu Hause Mallorquinisch sprechen. Die Kinder sprechen jedoch meistens Spanisch wie auch Mallorquinisch fließend.
Da die Insel nicht so groß ist, ist es gut möglich, sich mit auf der Insel verstreuten Au-Pairs zu treffen, an den Strand zu gehen und auch abends durch die Städte zu ziehen oder Fiestas zu besuchen. Sehr vorteilhaft ist es jedoch, wenn man im Besitz eines Autos ist. Es besteht die Möglichkeit, sich ein Auto für ein paar Tage auszuleihen (zu relativ günstigen Preisen), um so die verschiedenen Regionen Mallorcas zu besichtigen.
Auf jeden Fall empfehlenswert ist der Besuch des Wochenmarktes in Inca (gleichzeitig größter Markt Mallorcas!), der jeden Donnerstagvormittag von ca. 09.00 bis 14.00 Uhr stattfindet. Die Zug- und Busverbindungen nach Inca sind sehr gut. Beispielsweise fährt von Palma montags bis sonntags von morgens bis abends halbstündlich ein Zug, der so genannte TIB Zug. Auch die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel sind relativ günstig.
Wunderschöne Städte und Dörfer, die besichtigt werden sollten: Valldemossa, Soller, Banyalbufar, Pollenca und Alcúdia (besonders auch der Strand), Inca, Peguera, …
Mit einer "tarjeta" kann man vom spanischen Festnetz zu sehr günstigen Tarifen in ein Festnetz Europas telefonieren. So eine Karte ist für 6 Euro in all den Estancos (Kiosken) erhältlich und reicht für 300 min. Telefonat aufs Festnetz.

 

Liebesbrief

Unpersönliche Kurznachrichten

SMS oder Mail statt altmodischem Brief?

Gefühlbezeigung in Texten - Briefe an den Liebsten

Wer einen Menschen liebt, möchte dem auch zeigen, wie sehr. Beliebtes Mittel dazu ist der Liebesbrief, in dem man das eigene Herz ausschüttet. Schön bemalt, beklebt, eventuell dezent mit Parfüm besprüht, in Sonntagsschrift verfasst und mit einem Abdruck des Kussmundes erfreut er Autor und Leser. Doch was lange gang und gäbe war, weicht nun der Technik: SMS und Mails treten verstärkt an die Stelle der Liebesbriefe.

Dabei locken sie natürlich mit hohem praktischem Nutzen, denn beide lassen sich überall und zu jeder Zeit versenden wie auch empfangen - kein Vergleich zu Briefen, die in Punkto Schnelligkeit manchmal tage- oder gar wochenlang hinterherhinken.
Heutige Jugendliche wuchsen mit Handy und Internet auf, so dass der Gebrauch dieser Medien für sie etwas Alltägliches ist. Gewandt hängen sie Filme, Fotos, Musik oder andere Dateien an die Nachricht an, zur Freude des Empfängers. Es ist eine schöne Möglichkeit, dem Partner kurz mitzuteilen, dass man an ihn denkt und ihn lieb hat.

Doch was einerseits so toll klingt, ist oft auch ein Zeichen von Unpersönlichkeit. Auf der Tastatur ein paar Zeilen hinzuwerfen vermag jeder. Da muss man sich über die eigenen Gefühle noch gar nicht im Klaren sein, sondern kann einfach kurz schreiben: "Ich liebe Dich", und auf "Senden" klicken. Egal ob man in Hektik schrieb, nebenbei während einer Wartezeit (Ebay, Programmdownload …) oder auf andere lieblose Art - der Leser merkt nichts davon sondern einzig die rührenden Worte und die übliche Maschinenschrift.
Wer sich dagegen zum Verfassen eines kunstvollen Briefes an den Schreibtisch setzt, wird sich eher zweimal überlegen, ob er das, womit er sich gerade solche Mühe gibt, auch tatsächlich meint. Zudem geben selbstgeschriebene Worte dem Leser viel mehr Platz zur Interpretation als die immer gleich aussehenden Buchstaben des Computers. Überhaupt, Maschinenschrift: Tagtäglich sehen wir sie so häufig, dass Handschrift eine angenehme Alternative bietet.

Zudem ist ein Brief eine bleibende Erinnerung. Wie leicht stürzt eine Festplatte ab, löscht man die Mail des Liebsten in einem Schwung mit den Junkmails, verliert man beim Kauf eines neuen Handys die alten Daten … Briefe sind da wesentlich dauerhafter.
Sie bieten dem Schreiber auch mehr Platz zur Formulierung seiner Gefühle, denn wer sich in einer SMS kurz fassen muss (auch eine Frage des Geldes), kann sein Herz schlecht bloßlegen.
Bei kurzen Nachrichten bietet moderne Technik also eindeutig Vorteile, doch wer seinem Geliebten ein bleibendes Andenken schenken möchte, der bediene sich Papier und Stift. Dauert zwar länger, aber schließlich kommt es von Herzen - was man dann auch sieht.

 

Scheidungsfeier

Juhu, endlich geschieden!

Mit einer Party die Scheidung feiern

Ende der Beziehung - Trend geht zur Scheidungsparty

Eine Trennung tut weh, klar. Wenn man die Liebste in den Armen eines anderen entdeckt, wenn einem der Schatz leise gesteht, dass "die Gefühle eben einfach nicht mehr dieselben" sind, wenn man mit Geschirr um sich wirft, wenn die Kinder mit tränennassen Augen fragen, warum Papa nicht mehr nach Hause kommt … Nein, in dem Moment ist einem sicherlich nicht nach Feiern zumute.
Und dennoch geht der Trend genau dahin: Es lebe die Trennung! Statt sich mit Schokolade weinend ins abgedunkelte Zimmer zu verziehen, genießen Trendsetter ihre Scheidung in vollen Zügen. Zuerst feierten Angloamerikaner mit wilden Parties das Ende der Beziehung; nun stürzen sich auch Deutsche, Briten und US-Amerikaner ins Getümmel, was bei letzteren gerne in wilde Saufgelage ausartet. Eine Trennung kann ja so schön sein …
Die Marktnische ist entdeckt, schon werden passende T-Shirts, Getränke (dreizehnprozentiges Bier), Luftballons, Torten und vieles mehr verkauft. Wie wär´s mit einem Ebenbild seines einstigen Partners aus Zuckerguss?

Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden, wobei ein Viertel von ihnen im Rosenkrieg endet. Vor vierzehn Jahren trennten sich 156 000 Ehepaare, inzwischen sind es über 200 000. Drei Viertel der Bundesbürger meinen, bei unlösbaren Eheproblemen sei eine Scheidung das Beste. Warum die Sache also so ernst nehmen? Bei der Häufigkeit der zerrütteten Beziehungen kann man das Ende auch fröhlich begehen.
Dabei muss die Scheidungsparty nicht mit Hass und Rachegedanken erfolgen. Manch einer feiert zwar alleine, weil er seine(n) Ex nicht mehr sehen kann, doch begehen manche Ex-Paare ihre Trennungsfeier auch zusammen. Es kommt ja vor, dass in all den Jahren die Liebe verschwand, man sich als Freunde jedoch noch immer wertschätzt und mit guten Gefühlen auseinandergeht. Wäre eine Fete da nicht genau das richtige?

 

Schwangerschaft im Alter

Mit fünfzig oder sechzig Mutter werden

Künstliche Befruchtung als Zaubermittel

Reproduktionsmedizin erfüllt den Kindeswunsch

Moderne Medizin erfüllt auch Frauen im hohen Alter noch den Kinderwunsch. Ihre biologische Uhr mag längst stehengeblieben sein, doch ersetzt die Eizellenspende einer jungen, gesunden Frau die fehlende Funktion. Im Labor führen Ärzte ein Spermium in die Eizelle ein, woraufhin sie die befruchtete Eizelle der werdenden Mutter einpflanzen. Nach neun Monaten bringt sie - ganz normal - ein Kind zur Welt.
So ungefähr verläuft der neue Trend des Gesundheitsmarktes, der bei Reproduktionsmedizinern tüchtig die Kassen klingeln lässt und Kinderlosen, einerlei welchen Alters, den lang gehegten Traum erfüllt. Solange dies nur junge Frauen betrifft, die z.B. durch eine Krankheit ihre Fruchtbarkeit verloren, mag die Sache ja noch angehen. Doch wo ist das Maximalalter erreicht? Sollten auch Frauen im Großmutteralter noch Mutter werden?

Bereits jetzt lassen junge Frauen ihre Eizellen einfrieren, legen ihre Fruchtbarkeit auf Eis, um sich ganz der Karriere zu widmen. Sind sie dessen überdrüssig, so kramen sie ihre alten Eizellen hervor, so dass sie auch mit fünfzig noch ein Kind empfangen können. Die Medizin gibt Frauen damit ein Mittel zur Selbstbestimmung in die Hand, ohne auf ihre biologische Uhr oder Mutter Natur Rücksicht nehmen zu müssen.
Damit nimmt sie sich ein Recht, das bislang Privileg des Mannes war. Dieser vermag bis zu seinem Tode Kinder zu zeugen, warum also nicht auch die Frau?

Bisher waren Schwangerschaften klar geregelt. Ab vierzig fällt die Wahrscheinlichkeit in den Keller, während gleichzeitig die Gefahr von Komplikationen und Fehlgeburten stark steigt - was auch künstliche Befruchtung nicht zu ändern vermag. Diese Verhinderung von Kindern bei Älteren bietet einen Schutzmechanismus. Man stelle sich eine sechzigjährige Gebärende vor - nicht nur, dass sie dem Kind Mutter und Oma zugleich ist, nein, sie stirbt vermutlich bereits in seiner Kindheit oder Jugend. Zudem bedenke man das Nachlassen körperlicher und geistiger Fähigkeiten im Alter. Kann man guten Gewissens ein Kind gebären, von dem man sich vermutlich nach nicht einmal zwanzig Jahren wieder trennt?
Wer sich im Alter noch für ein Kind entscheidet, kläre also seine Lebenserwartung. Gesundheitlich Angeschlagene werden von manchen Ärzten von vornherein abgewiesen, zum Schutz des Kindes. Doch auch wer körperlich fit ist, bedenke plötzliche Krankheiten. Sollte man einem Zehnjährigen tatsächlich eine demenzkranke Mutter zumuten?
Jede Frau, die noch im hohen Alter gebären möchte, setze sich damit auseinander, dass sie damit nicht nur ihr eigenes Leben einschneidend prägt sondern eben auch das des Kleinen. Sicher wird sie ihm Liebe und Geborgenheit schenken, vielleicht mehr als junge Eltern - doch kann sie die psychischen Folgen tatsächlich verantworten?

 

Seelsorge

Kummerkasten im Internet

Probleme anonym erzählen

Online-Gespräche in Lebenstiefen

Wie oft erreicht man im Leben den Punkt, an dem man einfach nicht mehr weiterkann. An dem man am Leben verzweifelt, sich die Augen wund weint, vor psychischem Schmerz schreien möchte. Dann ist ein Selbstmord oft nicht fern. Wer alleine nicht mehr weiterweiß, aber auch keinen Freund zur Seite hat, wendet sich an die Seelsorge. Sie liegt seit langem im Aufgabenbereich der Kirche, denn Pfarrer stehen Ratsuchenden jederzeit zur Verfügung.
Erforderte Problemberatung früher ein persönliches Gespräch oder zumindest ein Telefonat, so ist sie mittlerweile völlig anonym per Internet möglich. Dabei bieten sich sowohl Foren als auch Mails an, die einige Seelsorger sofort, andere erst innerhalb einiger Tage beantworten.

Besonders in der dunklen Jahreszeit bekommen Berater haufenweise Zuschriften, die meisten von Erwachsenen im Alter zwischen 35 und vierzig. Dabei sind z.B. Depressionen, Beziehungsprobleme oder Selbstmordgedanken Thema. Einem Drittel der Hilfesuchenden genügt ein einmaliges "Gespräch", ein Drittel schreibt fünf bis zehn Mal, ein weiteres Drittel dauerhaft.
Dabei ist Internet-Seelsorge kein Ersatz für ein tatsächliches Gespräch, weshalb an nahe Beratungsstellen verwiesen wird. Zudem sind die Helfenden oft am Rande ihrer Kapazität, denn viele beraten ehrenamtlich nach Feierabend. In Seminaren erlernten sie alles Wissenswerte. Eine regelmäßige Nachprüfung ist dabei von Bedeutung, denn viele Probleme belasten stark. Gerade sexueller Missbrauch und Selbstverstümmelung kommen im Internet häufiger zur Sprache als bei persönlichen Gesprächen, was natürlich an der Anonymität liegt. Im Internet lassen sich ja nicht einmal, wie beim Telefon, Geschlecht feststellen und Alter schätzen.

Missionsarbeit wird bei der Online-Seelsorge kaum geleistet, denn die Ratsuchenden behandeln nicht das Thema Glauben, sondern wünschen sich Hilfe in schrecklichen Situationen.

www.kummernetz.de

 

Auslandsadoption

Ausweg aus der Kinderlosigkeit

Adoption eines Kindes im Ausland

Ungewollt Kinderlose wünschen sich oft nichts sehnlicher als Nachwuchs. Doch wo künstliche Befruchtung und andere zweifelhafte medizinische Wege keinen Erfolg zeigen, bleibt oft nur eine Adoption. Ein Kind aus Armut und Vernachlässigung retten, und somit nicht nur sich selbst sondern auch ihm etwas Gutes tun, indem man ihm ein behütetes, von Liebe geprägtes Leben bietet - so klingt der fromme Wunsch vieler Paare, dem jedoch die Realität harte gegenübersteht. Bei Prominenten scheinen Adoptionen immer so einfach, doch der Normalsterbliche hat sich auf einen langen Hürdenlauf einzustellen.

Auslandsadoptionen finden seit dem Ende des letzten Weltkriegs vermehrt statt, doch der "Kindermarkt" bildete sich erst durch die nicht gedeckte Nachfrage. Im vergangenen Jahr suchten beinahe 10 000 Einwohner der Bundesrepublik ein Adoptivkind, doch standen nur einem Zehntel von ihnen Kinder zur Verfügung. Ungefähr fünftausend Kinder bekamen letztlich ein neues Elternhaus, davon dreißig Prozent ausländische Sprösslinge. Nicht berücksichtigt sind dabei Privatadoptionen ohne staatliche Vermittlung, die ungefähr fünfzig Prozent der Auslandsadoptionen ausmachen, also in diesem Fall etwa siebenhundert weitere Kinder.

Wer sein Kind jedoch aus dem Elend eines Auslands retten möchte, bedenke die Riesenumstellung. Nehme man das krasse Beispiel Afrika - Deutschland. Brutal aus dem gewohnten Leben gerissen, findet sie das Kind in einer bunten, glitzernden, fremden Welt wieder, mit unbekannter Sprache, ohne Freunde, Familie und Bekannte.
Es hilft mehr, nachhaltige Projekte in dessen Heimatland zu unterstützen, als ein Kind zu retten. Dies sollte man tatsächlich nur in Ausnahmefällen tun, wenn niemand sonst für den Sprössling sorgen kann. So bieten sich z.B. Kleinkredite zur Unterstützung der Einheimischen an, was auch insofern hilft, als viele Familien dadurch ein weiteres (Nachbars-)Kind aufnehmen können.
Doch ist in seiner Heimat das Überleben kaum mehr gewährleistet, so ist eine Adoption natürlich eine gute Möglichkeit, dem Kleinen eine beste physische und psychische Versorgung angedeihen zu lassen. Dabei sollten künftige Eltern sich vorher über ihre Riesenverantwortung im Klaren sein, was die Behörden auch ausgiebig prüfen. Einzelgespräche, Seminare, Hausbesuche und einiges mehr eröffnen der Vermittlungsstelle Einblicke in den Charakter der Eltern und bereiten diese auf ihre Aufgabe vor.
Man stelle sich das Verfahren keineswegs kurzweilig vor, denn bis zur Adoption des Kindes vergehen schon mal zwei oder drei Jahre. Dabei häufen sich Kosten für Sozialgerichte, Überbeglaubigungen, Vermittlungsstellengebühren, Reisen ins Heimatland des Kindes u.v.m. - mindestens 10 000 Euro. Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand werden NICHT von den Eltern ausgesucht.

Haager Übereinkommen zum Schutz vor Kindesentführung

Unrechtmäßige Adoptionen, die fast an Kindesentführungen grenzen, sucht das Haager Übereinkommen zu verhindern. Es setzt das Kindeswohl bei Adoptionen ins oder aus dem Ausland an erster Stelle und fordert eine Vereinheitlichung der einzelnen Verfahren und gegenseitige Anerkennung von Adoptionen. Adoptionen sollten nur dann möglich sein, wenn das Kind weder bei seiner Familie bleiben noch an einen Bewerber des Heimatlandes vermittelt werden kann.
Leider bestehen diese hehren Ziele in vielen Ländern nur auf dem Papier, so dass sich Eltern ihre Kinder noch immer auf eigene Faust besorgen. Viele stolpern dabei beständig über Hinder- und Ärgernisse, was sie leicht in die Hände von Kriminellen treibt. Manche Vermittler scheren sich wenig um die Kinder sondern lechzen einfach nach den Riesensummen, die Eltern für die "Ware" abdrücken. Zwar haben Adoptionswillige auch bei einer Vermittlung durch die Behörden Riesensummen hinzulegen. Dafür zeigen sie jedoch Ernst und Verantwortungsbewusstsein, denn sie stellen sich und das Kind ausführlichen Prüfungen zur Verfügung.
Das ist besonders insoweit von Bedeutung, als viele Eltern sich eine Adoption zu leicht vorstellen und planlos hineinstolpern. Gerade zum Wohl des Kindes spielt jedoch eine solide Vorbereitung eine große Rolle. Zudem gewährleisten die Behörden, dass das Kind tatsächlich keinesfalls bei seinen Eltern bleiben konnte und die künftigen Eltern es also nicht "stahlen". Denn es kommt tatsächlich vor, dass sich manch Adoptionswilliger wegen Kindesentführung zu verantworten hat - und sei es "nur" vor dem eigenen Kind.
Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, ihm seine Geschichte zu erzählen, sollte man mit gutem Gewissen bezeugen können, dass man sowohl für sich als auch für das Kind die richtige und beste Entscheidung traf.

Deutschland trat dem Haager Übereinkommen 2002 bei. Zuständig: Bundeszentrale für Auslandsadoption.

 

Au-Pair-Ausweis

Ausweis für Au-Pairs in Deutschland

Hilfe im Notfall

Rabatt beim Nahverkehr und bei kulturellen Angeboten

Wer als Au-Pair nach Deutschland reist, denkt vor lauter Neugier und Aufregung nur ungern an Formalitäten. Dabei gibt es viele, die sich beim Aufenthalt als nützlich erweisen, so z.B. der Aupair-Ausweis. Darin werden allen wichtigen Daten aufgezeichnet, so dass bei einen Unfall oder anderen Notfall die Helfer über den / die Au Pair, seine oder ihre Gastfamilie und die Versicherung Bescheid wissen.
Überdies hilft der Aupairausweis als Nachweis, denn einige Volkshochschulen gewähren Au-Pairs Rabatt, ebenso manche regionale Verkehrsmittel, Museen, Schwimmbäder, Kinos oder anderen Stellen.

Kosten: 10 Euro, inklusive Porto zur Zusendung.
Zusatzkosten bei Nachnahme: 4 Euro
Herausgeber ist der Bundesverband der Au-Pair-Vermittler, Gasteltern und Au-Pair.

Hilfreiche Bücher zum Thema "Au Pair"

 

Trennung

Verlustangst und Trennungsangst

Eingewöhnung in die Kinderkrippe

Schonende Trennung von Kind und Eltern

Was früher undenkbar war, ist heute an der Tagesordnung: alleinerziehende, berufstätige Mütter oder Väter. Besonders bei jüngeren Kindern stellt sich bei ihnen die Betreuungsfrage, weshalb Eltern wie auch Politiker einen Ausbau der Kinderkrippen fordern. Andere schießen heftig dagegen, um Kinder vor möglichen Schäden zu bewahren. Dabei berührt die Debatte nicht nur den Streitpunkt "berufstätige Mutter" sondern auch "frühkindliche Erziehung". Jeder sucht das Beste für die Kleinen, doch ist gerade das oft nicht festzustellen.

Man kennt die große Bedeutung der ersten drei Lebensjahre, in denen Kinder Urvertrauen entwickeln. Diese Phase prägt sowohl geistig als auch körperlich langfristig und überdurchschnittlich stark. Wem Urvertrauen fehlt, der hat Schwierigkeiten mit dem Eingehen von Bindungen und mit Gefühlsäußerungen. Dabei gehören das Knüpfen neuer Bindungen und die Verarbeitung von Trennungen ohnehin zu den schwierigsten Lebensaufgaben.
Bei der Krippendiskussion ist deshalb eine Auseinandersetzung mit Trennungen wichtig. Eine "gute" Lösung des Kindes von den Eltern lässt ersterem genügend Zeit zur Anpassung und Eingewöhnung. Dabei verleugne man nicht, wie schwierig der Verlust einer bedeutenden Bezugsperson sein kann, denn auch wir Erwachsene kennen die Schwierigkeiten von Trennungen. Ignorieren wir sie, so schieben wir Kindern mit Trennungsproblemen die Schuld zu und stempeln sie als Problemfälle ab.
Tabu sind Krippen mit gehäuften Wechseln der Betreuer und zu großen Kindergruppen, denn dies schadet Kindern. Man lege zudem Augenmerk auf altersbedingte Entwicklungsbedürfnisse und solide Organisation, um die Kinder nicht zu überfordern. Krippen haben die Aufgabe, Kind und Mutter zu trennen, wobei diese Trennung natürlich bestens vonstatten gehen sollte, um psychische Schäden durch verfrühte und zu lange Trennungen zu vermeiden.
Gelingt es, bei der Trennung ein "optimales Frustrationsniveau" zu finden, so fördert dies die kindlichen Möglichkeiten zu Ausdruck und Anpassung. Weiß sich das Kind ohne zu viel Furcht unter einer anderen, schützenden Betreuung, so wächst sein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Trennungen sind also nicht nur Trauma, sondern eröffnen auch die Chance auf Weiterentwicklung, jedenfalls sofern man sie gut vorbereitet.
Selbst der Vorteil Frühförderung in Krippen funktioniert nur bei vorhergehender Verarbeitung der Furcht vor Verlust und Trennung. Kognitive Entwicklung hängt unweigerlich mit der emotionalen Basis zusammen.

Doch beim Übergang in Krippe oder Kita ist nicht nur die Trennung zu berücksichtigen. Oft belasten weitere Probleme die Kleinen, so z.B. Trennung der Eltern, Kulturwechsel, Familienstreit … Von Bedeutung ist eine feste Bezugsperson ab dem ersten Tag. Diese sollte sich natürlich in die Kinder einfühlen, sich mit ihren Nöten und Freuden beschäftigen. Die erhoffte Förderung durch außerfamiliäre Betreuer verpufft, wenn Kinder mit ihren Sorgen allein gelassen werden.
Man gewöhne das Kind schrittweise ein: durch einen Schnuppertag mit den Eltern, durch kurze, aber stets längere Aufenthalte …

Bleiben Neugeborene in den ersten drei Jahren in der Familie, so denken wir an Schutz, Ruhe, Vertrautheit. Die Politik, die sich wenig um Kindeswohl sondern einzig um Wirtschaft schert, greift mit ihren Ideen diese Geborgenheit an, was die Emotionen natürlich aufkochen lässt und die Krippendiskussion so brisant macht. Dabei haben viele Mütter ohnehin ein schlechtes Gewissen, ihr Kind so früh "aus dem Nest zu werfen". Zusätzliche Vorwürfe und Schuldgefühle können sie nicht gebrauchen, was heftige Gegenargumentationen nach sich zieht. Zudem sind Überbleibsel der früheren Verlustangst im Spiel, die man selbst zu leugnen sucht.
An Müttern nagt überdies die Anforderung, eine "gute Mutter" zu sein, bei ihrem Kind alles richtig zu machen. Man wähnt sich unverzichtbar, als bedeutendste Bezugsperson des Kindes. Dabei sollte man nicht vergessen, dass eine Mutter zwar zunächst die engste Bezugsperson ist, die kindliche Entwicklung jedoch nicht alleine beeinflusst. Außerfamiliäre Kinderbetreuung ist seit jeher gang und gäbe, was zum Erfahrungssammeln der Kinder auch von hoher Bedeutung ist. Wichtig ist hierbei schlicht der Punkt, inwieweit sie Kindern schadet.
Es stellt sich die Frage, wann ein Kind reif genug zur Verarbeitung außerfamiliärer Erfahrungen ist, und welche Erfahrungen verarbeiten werden können. So wie nicht jedes Kind mit sechs Jahren zum Schulunterricht bereit ist, so ist auch kein allgemeines Krippenalter festzulegen. Ob sich ein Kind mit einem halben, einem oder anderthalb Jahren an eine Krippe gewöhnen muss, macht dabei einen großen Unterschied, was eben auch von dem einzelnen Säugling abhängt.
Zu beachten ist außerdem die Länge des Krippenaufenthalts. Ganztätige Betreuung steigert gerade nachmittags die Stressreaktionen im Organismus und sorgt für aggressiveres Betragen in der Schule. Sind Eltern auf eine Ganztageskrippe angewiesen, so achte man auf selten wechselnde Betreuer, auf kleine Kindergruppen, auf ausreichend Angestellte.
Zudem sind bei allen Krippenformen Sympathien zwischen Betreuern und Eltern angesagt, um dem Kind Sicherheit zu geben und ihm die Krippe als Familienerweiterung nahezubringen.

Der Konflikt zeichnet sich ab, die hohe Bedeutung der Mutter und die ebenfalls hohe Bedeutung frühkindlicher Bildung und Erziehung unter einen Hut zu bringen. Einerseits benötigt das Kind einer Bindung zu seiner Mama, doch sind viele Familien nicht in der Lage, ihrem Kind die nötige Frühbildung auf den Weg zu geben, zumindest die, welche normalerweise eine Erzieherin übernimmt.
Bei der Debatte um Krippen wird gern übersehen, dass eine Verbindung beider Aspekte möglich ist. Deshalb lege man hierbei besonders Augenmerk auf Sachlichkeit und - natürlich an erster Stelle - das Kindswohl. Es gilt, Vorurteile über berufstätige Mütter, aber auch über frühkindliche Erziehung à la Vorbild DDR und Drittes Reich aus unseren Köpfen zu verbannen, worum sich beide Seiten bemühen sollten. Schließlich geht es ums Wohl unserer Kinder!

 
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