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Au Pair Martinique

Au Pair-Information Martinique

Auf den Inseln über dem Winde

Windig, aber warm

Als französisches Überseedépartement gehört Martinique zur EU. Die karibische Insel, die über 400 km vor der Küste Venezuelas liegt, gehört zu den kleinen Antillen, genauer gesagt, zu den sogenannten Inseln über dem Winde.

Das Französische ist die Amts- und offizielle Sprache; die Mehrheit der Bevölkerung spricht aber Martinique-Kreolisch.
Durch das tropische Klima fällt die Wassertemperatur nie unter 26° C; allerdings hat die Insel zwischen Juni und November mit teils verheerenden Wirbelstürmen zu kämpfen.

Wer hat mehr über Martinique zu berichten, hat dort vielleicht sogar gelebt und gearbeitet? Erfahrungs- und Reiseberichte per Mail an den Verlag interconnections

 

Au Pair Guadeloupe

Au Pair-Information Guadeloupe

Karukera – die Insel der schönen Wasser

Subtropische Strände laden zum Verweilen ein

Die Inselgruppe Guadeloupe besteht aus acht Inseln (davon acht bewohnte) und bildet gemeinsam mit Martinique die Französischen Antillen. Als Überseedépartement Frankreichs gehört Guadeloupe zur EU.

Knapp über 400.000 Einwohner erstrecken sich auf die nur durch einen Meerarm getrennten Hauptinseln Basse-Terre und Grande-Terre, sowie, zu einem geringeren Teil, auf die Inseln Marie-Galante und La Désirade.

Es herrscht subtropisches Klima, und so erstaunt es nicht, dass Zuckerrohr das Hauptanbauprodukt der Insel ist. Verheissungsvoll ist der Name, den die südamerikanische Ethnie der Karaiben, die Guadeloupe ab 600 n. Chr. bevölkerten, der Insel gaben: Karukera – Insel der schönen Wasser.

Wer ist in diesen schönen Wässern geschwommen, hat vielleicht auf den Inseln gelebt und gearbeitet? Reise- und Erfahrungsberichte per Mail an book@interconnections.de schicken.

 

Bilbao

Au Pair-Information Bilbao-Bilbo

Sprachenwirrwarr im Baskenland

Allgemeines

Bilbao ist die Hauptstadt der baskischen Provinz Biskaya und auch die größte Stadt des Baskenland. Bilbao und die Umgebung zählen ca. 1.000.000 Einwohner. Die Stadt Bilbao ist an der Mündung des Flusses Nervion gebaut (Ria de Bilbao), welcher in den Golf von Biskaya fliesst.
Bilbao gehört zu den einflußreichsten Häfen und Industriestädten Spaniens. Wenn man jedoch an Industriestädte denkt, hat man das Bild von einer großen und dreckigen Stadt; dies ist jedoch überhaupt nicht der Fall in Bilbao. Bilbao ist eine der saubersten Städte überhaupt. Sogar die Straßen werden mit Putzmittel gesäubert, das heißt, es riecht richtig gut hier.

Sehenswürdigkeiten

Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist sicher das Guggenheim-Museum, das 1997 fertiggestellt wurde und eines der wichtigsten Gebäude avantgardistischer Baukunst des 20. Jahrhundert ist. Es hat wirklich sehr beeindruckende Kunstwerke in dem Museum; die Ausstellung wechselt jedoch ständig.
Sonst gibt es wunderschöne architektonische Bauwerke und die Schwebebahn, die eine der berühmtesten von Europa ist. Geht man mit der Metro bis nach Plentzia und dann zu Fuß zum Leuchtturm (Faro de Gorliz), so kann man den schönsten Leuchtturm von Europa besuchen. Es ist jedoch schon ein Fußmarsch von ca. 1 1/2 Stunden, jedoch ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Freizeit

Bilbao hat ein riesiges Freizeitangebot. Dieses reicht von Surfen, Golfen, Reiten über Tanzen und Kochkuse bis hin zu Trekkingtouren. Egal, welche Hobbies man hat - in Bilbao kann man sie ausleben!
Der Vorteil der Stadt ist auch, dass man sehr schnell am Meer ist, jedoch auch schnell in die Berge kommt (Pirineos). Ach ja, und der Jakobsweg führt ja auch noch durch Bilbao - also: die Stadt hat einfach alles!!

Nachtleben

Im Sommer findet das Nachtleben eher in den Dörfern statt, da jedes Wochenende in einem anderem Dorf eine Fiesta ist. Auf diesen Fiestas gibt es meistens ein Konzert, und die Jugendlichen sitzen am Boden und trinken Calimocho, eine Mischung aus Rotwein mit Cola.
Ansonsten gibt es in Bilbao unterschiedliche Clubs und Bars, zum Beispiel im Casco Viejo den Bullit Groove Club, der zu empfehlen ist. Ferner gibt es noch verschiedene andere Clubs, wie das Kremlins, Congreso (Achtung! Kostet 10 Euro Eintritt!), Memoria, DaVinci oder das Galileo. Es findet sich sicher immer etwas zum Feiern. Besonders Ende August, wenn in Bilbao die Semana grande angesagt ist, Fiesta nonstop! In dieser Woche finden viele Konzerte statt, es gibt Feuerwerke, und und und!

Besonderheiten

Im Baskenland hat man eine eigene Sprache, und zwar spricht man hier zum Teil nicht Spanisch, sondern Euskera. Euskera ist eine Sprache, die nichts mit dem Spanischen zu tun hat, man weiß auch nicht, woher sie kommt, da es keine Sprache gibt, die eine Ähnlichkeit mit ihr hat.
Die meisten werden schon mal was über die politische Lage im Baskenland gehört haben, die zum Teil immer noch recht angespannt ist. Die meisten Basken vertreten die Meinung, dass sie nicht in Spanien, sondern eben im Baskenland leben. Das Baskenland würde nicht zu Spanien gehören. Der Großteil der Basken spricht auch nicht gerne Spanisch, sondern lieber Euskera.

Kulinarisches

Die baskische Küche hat einen tollen Ruf; wenn man gerne Gemüse, Fisch und Meeresfruechte isst, dann ist man im Baskenland gut aufgehoben!

 

Steuerersparnis durch Ehe

Nach der Hochzeit Steuern sparen

Ehegattensplitting und Wechsel der Steuerklassen

Steuerersparnis - Tipps für Verheiratete

Frisch Verheiratete haben viele Gründe zur Freude. Lassen wir hier mal die wichtigsten beiseite und nennen nur ein kleines Bonbon: die Steuerersparnis.
Wer nach der Hochzeit die richtigen Steuerklassen wählt, kann dem Staat einiges Geld vorenthalten. Ist nur ein Liebster berufstätig bzw. sorgt einer für etwa sechzig Prozent der Einkünfte oder mehr, so bieten sich die Klassen III und V an. Klasse III wählt der Ehegatte mit dem höheren Bruttoeinkommen.
Bleiben die Gatten passiv, so rutschen sie beide automatisch in Steuerklasse IV. Dies bringt Vorteile, wenn beide ein ungefähr gleiches Bruttogehalt empfangen.

Man melde den Steuerklassenwechsel bis zum 30. November beim Bürgermeisteramt oder der Gemeinde an, wobei man die Lohnsteuerkarten nicht vergesse. Beide unterzeichnen den Antrag. Ein erneuter Wechsel ist jährlich möglich.
Entscheidet man sich für die Klassen III und V, so hat der niedrigere Lohnsteuerabzug ab dem nächsten Monat Gültigkeit.
Man bedenke: Planen die Turteltauben Nachwuchs, so sollte der zu Hause bleibende Partner nicht Klasse V wählen, ebenso wie im Fall einer vorhersehbaren Arbeitslosigkeit. Diese Steuerklasse beschert nämlich weniger Eltern- und Arbeitslosengeld als die Klassen III oder IV.

Zusätzliche Steuerersparnis ermöglicht das Ehegattensplitting, auch Zusammenveranlagung genannt. Man zählt beide Einkünfte zusammen, halbiert sie und errechnet hiervon die Einkommenssteuer. Eine Verdopplung errechnet die Gesamtsteuer.
Diese gemeinsame Veranlagung wehrt der Progression (steigender Steuersatz bei steigenden Einkommen). Erhalten beide die gleichen Löhne, gibt´s keinen Vorteil; arbeitet nur einer, wächst der Vorteil.
Beginn des Ehegattensplitting: Jeweils der erste Januar.

Beide Regelungen gelten leider nicht bei gleichgeschlechtlichen Paaren.

 

Stimmbruch

Veränderung der Stimme in der Pubertät

Jungen und Mädchen im Stimmbruch

Kehlkopf und Stimmbänder - Wachstum durch Geschlechtshormone

Als unangenehme Folge des Erwachsenwerdens quieksen viele Jungen in der Pubertät. Ursache ist der Stimmbruch, der ihre Stimme auf lange Sicht hin tiefer werden lässt, sie zu Beginn jedoch verwäscht.
Töne bildet der Mensch durch Schwingungen der Stimmbänder im Kehlkopfinneren. Da der Körper in der Pubertät wächst, wächst auch der Kehlkopf. Dies bewirkt gemeinsam mit Geschlechtshormonen eine Dehnung und Verdickung der Stimmbänder, wodurch sich die Schwingungen verlangsamen und die Stimme tiefer klingt.

Die Stimmbänder angehender Männer wachsen durchschnittlich einen Zentimeter, wodurch die Töne bis zu einer Oktave tiefer ausfallen. Weibliche Stimmbänder vergrößern sich nur um ein paar Millimeter, so dass Mädchenstimmen sich nur um eine Terz oder Quarte ändern.
Leider geschieht der männliche Stimmwandel nicht von einem Tag auf den anderen, weshalb Jungenstimmen zunächst unklar und unrein klingen und sich überschlagen. Dies liegt am ungleichen Wachstum der Stimmbänder und ihrer darauf folgenden ungleichen Spannung auf beiden Seiten. Ein Drittel der Jungenstimmen wird während des Stimmbruchs zum Tenor, die übrigen zum Bariton oder Bass.
Der Stimmbruch hängt von Geschlechtsreife und Entwicklung der Geschlechtsorgane ab. Geleitet wird er durch Geschlechtshormonen aus dem Hoden.

Da sich der Kehlkopf auch noch nach dem Stimmbruch vergrößert, bildet sich der endgültige Klang der männlichen Stimme erst im Alter von 25 bis 30 aus.

 

Familie

Leben in der Familie

Tipps zum respektvollen Umgang

Verhaltenstipps für Familien - Liebe statt Streit

Mutter, Vater, Kind. Das typische Modell einer Familie klingt beim ersten Hören simpel, doch denkt man ein wenig darüber nach, so merkt man schnell, welcher Zündstoff dahinter steckt. Verbunden durch ein gemeinsames Leben und gegenseitige Liebe bleiben es doch drei verschiedene Charaktere, die nicht selten mit ihren Handlungen beim Anderen anecken und ihn verletzen.
Wie oft gerät man in Streit, hadert mit seinem Schicksal, möchte das Gegenüber ans Ende der Welt verbannen. In manchen Situationen könnte man geradezu verzweifeln, weil einfach nichts nach Wunsch läuft und sich die Schwierigkeiten wie ein Berg auftürmen.

Aber auf der anderen Seite: Wie viele schöne Stunden erlebt man gemeinsam, wie innig fühlt man sich verbunden, wie sehr genießt man die Gegenwart der beiden wichtigsten Personen des eigenen Lebens.

Wir geben auf den folgenden Seiten Tipps zu Partnerschaft, Kindern, Ferien und allem, womit Familien noch zu kämpfen haben, damit viele Konflikte erst gar nicht entstehen. Themen sind u.a. Urlaub in der Großfamilie (Großeltern, Eltern, Kinder), Bewegung bei Kindern, Altersvorsorge für Frauen, Besuche des Kindes beim geschiedenen Elternteil …

Wer sich mit anderen austauschen möchte, findet im Au-Pair-Forum Gleichgesinnte.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und viele nützliche Erkenntnisse!

 

Drogensüchtige Mütter

Schwangerschaften bei Drogensüchtigen

Heroinentzug durch legale Ersatzdrogen

Drogensüchtige Babys - Gefahr von Verhaltensstörungen

Drogensüchtige müssen sich mit Problemen herumschlagen, von denen Normalsterbliche nicht einmal etwas ahnen. Als sei die Sucht nicht genug, fangen viele Schwierigkeiten erst beim Entzug an.
Anstelle von Heroin schlucken manche den legalen Ersatz Subutex oder Methadon. Dies bringt nicht nur ins Leben Normalität sondern bei Frauen auch in die biologische Uhr: Blieb die Periode während der Heroineinnahme meist weg oder kam unregelmäßig, so stabilisiert sich der Zyklus durch die Ersatzdroge.
Etwa 100 000 Deutsche greifen zu Substitutionsdrogen, davon ungefähr ein Drittel Frauen. Diese wiederum haben zu über fünfzig Prozent Nachwuchs.

Ersatzdrogen schaden den Föten nicht. Viel schlimmer wäre ein abruptes Ende der Drogeneinnahme während der Schwangerschaft, da dies für Fehl- oder Frühgeburten sorgt. Spuren hinterlassen die Drogen trotzdem, denn die Sprösslinge von Drogensüchtigen sind bereits im Mutterleib süchtig.
Sofort nach der Geburt beginnen Ärzte mit dem Entzug: Opiumtinktur, berauschende Arzneien, Pulvernahrung. Stillen ist seit einiger Zeit erlaubt; früher befürchtete man Nebenwirkungen durch die Ersatzdrogen.
Babys zeigen die gleichen Entzugsymptome wie Erwachsene: Zittern, Krämpfe, Schlafstörungen, Epilepsie, Durchfall ... Entgiftung durch Schlaf- und Beruhigungsmittel erstreckt sich über Wochen.
Drogenkinder sind anfälliger für Entwicklungsstörungen. Zappeligkeit, Hyperaktivität, Aggressivität, Schwierigkeiten bei Motorik und Sprache … Da gibt es wahrlich Babys mit besseren Startchancen.
Doch für viele drogensüchtige Mütter ist das Kind die Rettung, denn nur ihm zuliebe reißen sie sich jeden Tag aufs Neue zusammen. Für das Kind muss man sein Leben in den Griff be- und von dem Nervengift wegkommen.

Wenn die Suchtgefühle zunehmen, helfen Gespräche mit dem Arzt oder Suchtberatern. Viele Mütter werden schwach und fixen doch mal wieder. Anschließend mahnt das schlechte Gewissen, besonders wenn man bedenkt, wie unberechenbar man im Rausch reagiert. Wer einmal einen Drogensüchtigen ausrasten sah, der will dies nicht auch das eigene Kind erleben lassen!
Übrigens: Ersatzdrogen zahlen die Krankenkassen.

 

Angst

Hilfe und Überwindung durch Vertrauen

Entstehen von Furcht

Angst - Hilfe zur geistigen Weiterentwicklung

Ein recht unangenehmes Gefühl ist die Angst. Unter Herzrasen, Schweißausbrüchen und hohen Hormonausschüttungen fühlen wir uns nie sonderlich wohl, denn ständig scheint uns das Ende nahe: Sei es das einer Beziehung, das der Selbstständigkeit, das des eigenen Lebens.
In unserm Leben fürchten wir uns häufig, was wir am liebsten ändern würden, wenn wir es nur könnten. Doch so muss jeder lernen, mit seiner Angst umzugehen. Dies ist oft gar nicht so negativ, wie es scheint, denn Furcht lehrt uns auch Neues, macht uns stark.

Angst entsteht in Situationen, in denen unsere Fähigkeiten oder unser Wissen nicht mehr ausreichen. Dies führt zu einer unspezifischen Erregung der höheren Hirnzentren, die nach einer Weile Richtung Hirnstamm wandert. Die Symptome gleichen denen einer Stresssituation. Über eine längere Zeit können wir den Druck nicht durchhalten, weshalb sich bald eine Lösung finden sollte.
Irgendeine entdeckt man immer, doch ob sie sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Erfahrungen eines Menschen prägen die Art der Lösung. Wer bereits erlebte, dass sich auch beim Scheitern noch ein Ausweg findet, der betrachtet die Situation kühler. Er kann sich noch einmal Zeit zum Nachdenken nehmen, hält dem Druck stand.
Ärzte unterscheiden oft zwischen berechtigter und unberechtigter Furcht. Dies ergibt bezüglich des Hirns nicht viel Sinn, denn wenn man sich fürchtet, dann fürchtet man sich eben, was in der Situation immer berechtigt wirkt.

Angst bringt durchaus Vorteile mit sich, denn ohne sie lebten wir stets im alten Trott. So fordert sie auf, sich dem Hindernis zu stellen und nach einem Ausweg zu suchen, auch wenn man dies eigentlich nicht wollte. Löst man das Problem dann erfolgreich, so wächst man.
Angst sollte allerdings nicht so stark sein, dass sie uns lähmt.

Vertrauen hilft bei der Überwindung von Angst. Zum einen das Vertrauen in die eigene Person, zum anderen das Vertrauen darin, dass sich ein Helfer oder Mitkämpfer findet.
Diese Vertrauensarten zeigen sich bereits bei Tieren. Bei Menschen wird die Sache noch erweitert, denn sie können Vertrauen entwickeln, dass die Sache gut ausgeht; man glaubt z.B. an einen Beschützer. Kinder lernen dieses Vertrauen in Märchen, denn die gehen meist gut aus, auch wenn die Schwierigkeiten noch so unüberwindlich scheinen.

Da Angst mit Vertrauen zusammenhängt, entsteht sie in unangenehmer Atmosphäre rascher: Wenn man seinem Mitschüler nicht vertrauen kann, wenn der sich auf Kosten seiner Umgebung aufbaut, sich rücksichtslos verhält, wenn er absichtlich Angst einjagt …
Leider verschwinden gerade in unserer Zeit viele haltgebende Dinge: Vorschriften, Familie, Regeln.
Kinder brauchen das Vertrauen, in Gemeinschaften gut aufgehoben zu sein, und etwas zu können. Sie benötigen Aufgaben, an denen sie sich weiterentwickeln. Selbst Kinder mit schrecklicher Vergangenheit haben die Chance auf eine starke Persönlichkeit, wenn sie sich immer wieder selbstständig aufrappelten, wenn die Hindernisse nicht unüberwindbar waren.

 

Hilfe für Eltern

Medienerziehung bei Kindern

Internet - fremde Welt für Erwachsene

Unkenntnis von Eltern über moderne Technologien

Noch vor einigen Jahrzehnten waren Computer schrankgroße Ungetüme mit verhältnismäßig kleinem Datenspeicher. Heute passen allein auf einen drei Zentimeter langen USB-Stick über hundert Megabite; weltweit sind die Computer vernetzt; man kann per Handy Mails verschicken, seine Fotos am Computer "entwickeln" und betrachten, Musik hören …
Eltern fühlen sich oft überfordert von der Masse an Unbekanntem, mit der sie täglich konfrontiert werden. Viele Aspekte, mit denen ihre Sprösslinge so geübt hantieren wie mit dem Wasserkocher, sind ihnen fremd.

Wenn das Kind von LAN-Parties erzählt, von Blogs, Chats und anderen Fremdwörtern, kennen sich Eltern nicht mehr aus. Einerseits haben sie die Aufgabe, ihre Kinder über die Gefahren des Lebens aufzuklären und sie vor der "bösen Welt" zu beschützen; andererseits können sie bei Computern nicht mitreden. Wie gibt man seinem Kind Richtlinien an die Hand, wenn man keine Ahnung von der Materie hat? Was soll man erlauben, was verbieten?

Dabei ist es wichtig, Kindern den richtigen Umgang mit Medien beizubringen. So wie man es über die Gefahren des Straßenverkehrs aufklärte, so stehen auch die Gefahren des Internets auf dem Erziehungsprogramm.
Viele Eltern tragen sich mit Schuldgefühlen, indem sie meinen, etwas falsch zu machen. Dabei gibt es kein "immer richtig". Wer sich nicht auskennt, kann sich auch von seinen Kindern die unbekannte Medienwelt erklären lassen. Regeln lassen sich zusammen erarbeiten, Homepages und Spiele gemeinsam ansehen. Kinder sind oft stolz, wenn ihre Eltern sich auf dem Laufenden halten.
Es wäre sicher nicht unangebracht, die Computeraktivitäten von Jüngeren ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Hier gilt: Ein Passwort der Kinder ist in Ordnung, aber die Eltern müssen es kennen. Ab einem gewissen Alter kann die Kontrolle ja aufhören.

Hilfe gibt´s auch durch Weiterbildungen für Eltern. So lud man z.B. Eltern zum Computerspielen ein, um ihnen einen Eindruck über die Welt ihrer Kinder zu verschaffen. Man möchte Eltern ermöglichen, am Leben ihrer Kinder teilzunehmen.

"Elterntalk"
In Elterngesprächen spricht man über Fernseher, Computer, Internet, Handy und tauscht Erfahrungen aus.
www.elterntalk.de

"Internet-ABC"
Hier machen sich Eltern schlau über die Welt des Internets.
www.internet-abc.de

"Eltern und Medien"
In Zusammenarbeit möchten die Landesanstalt für Medien (Nordrhein-Westfalen) und das Adolf-Grimme-Institut Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder helfen.
www.elternundmedien.de

 

Kess-Erziehen

Liebevolle, entspannte Erziehung

Erziehungsratgeber zu angemessenen Reaktionen

Respektvoller Umgang, Orientierung an der Situation

War man früher auch mal mit der Rute zur Hand, wenn das Kind nicht spurte, so sollen moderne Kinder sanft erzogen werden. Geduldig bildet man ihren Charakter aus, bis sie zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft werden.
Im Alltag steht diese Erziehungsweise jedoch oft auf dem Prüfstand. Wer bleibt noch geduldig, wenn er dem Kind bereits zum dritten Mal befahl, sich endlich die Schuhe anzuziehen, da beide sonst den Zug verpassen?

Zu einem entspannteren Alltag durch "kesse" Erziehung verhilft dieser Ratgeber. Die Erziehungsart müht sich um Kooperation, Ermutigung, Sozialerziehung, Situationsorientierung. Man suche das Kindesverhalten zu verstehen, angemessen zu reagieren, Konflikte zu mildern, Schwierigkeiten zu lösen und die kindliche Selbstständigkeit zu unterstützen. Gefragt ist eine liebevolle, entspannte Erziehung.

Der Ratgeber behandelt respektvollen Umgang, Konfliktlösung, das Entschlüsseln verborgener Botschaften, gemeinsames Regelnaufstellen, regelmäßige Familiensitzungen ...
Fragen fordern zur Reflektion eigener Handlungen und Erfahrungen auf; Beispiele und Übungen helfen bei der Vermittlung der "kessen" Erziehungskunst. Zu jedem Kapitelende findet sich eine Zusammenfassung in kurzen Sätzen.

Teilweise gerät man in Schwierigkeiten, den Alltag mir der Erziehungskunst zu vereinbaren, denn bereits in jungen Jahren stößt das Kind auf Regeln, die weder logisch noch gemeinsam erarbeitet sind. Zudem entscheiden Kinder eben langsam; wird das nicht im Alltag zum Zündstoff, wenn Eltern von ihren Kindern täglich unzählige Entscheidungen erwarten?
Doch hierauf gibt das Buch - zumindest teilweise - Antworten. Denn so unsinnig manche Regeln auch scheinen, bieten sie doch Sicherheit, Orientierung und sind unerlässlich zum gemeinsamen Miteinander.

"Kess-erziehen — Der Elternkurs", Christof Horst, Christine Kulla, Erika Maaß-Keibel, Rudolf Mazzola, Regina Raulfs, Knaur Ratgeber Verlage, 128 Seiten, 12,90 Euro
Hier bestellen

 
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