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Seite << 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 >> GoaSubkulturen: GoaPsychedelische Amtosphäre und Hippie-LookParties mit KultstatusPunk, Hiphop, Reggae: Subkulturen sind für viele junge Leute zur Wahlheimat geworden, in der sie auf Gleichgesinnte treffen. Dies gilt auch für die Goa-Szene.
Goaparties sind ein Bestandteil der Techno-Szene, der jenseits vom Mainstream begeisterte Anhänger findet. Neben dem Begriff Goa, der auf den gleichnamigen indischen Bundesstaat zurückgeht, ist auch Psytrance eine verbreitete Bezeichnung für diesen Musikstil.
Wer eine Goa-Party besucht, betritt einen traumhaft anmutenden Mikrokosmos: überall hängen mit fluoreszierenden Farben bemalte Tücher und Stoffe, die unter dem Schein von Schwarzlicht-Lampen intensiv leuchten. Auch Lagerfeuer, Fackeln und Zelte sind zumindest bei Openair-Parties häufig anzutreffen.
Die Goa-Party ist der Höhepunkt im Szenegeschehen und das wichtigste Freizeitangebot eines
Goa-Fans. Hier hat er die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein und Verbundenheit zu empfinden. Ein solches Gemeinschaftsgefühl stellt in einer durch Individualisierung gekennzeichneten Gesellschaft eine klare Bereicherung dar. Viele Goa-Fans erwarten von einer Party, daß dort eine positive, entspannte Stimmung herrscht. Man kann beobachten, daß der Umgang untereinander überwiegend harmonisch ist; Schlägereien kommen im Gegensatz zu anderen Jugendszenen wie etwa dem Hiphop - so gut wie nie vor. GothicSubkulturen: Die Goten kommenGrufties: Melancholie als LebensprinzipLeichenblässe und schwarze Klamotten warum?Die Subkultur der Grufties, wie sie im deutschen Sprachraum genannt wird, entstand Anfang der 80er Jahre in Großbritannien. Sie ist eine Weiterentwicklung der düsteren, resignativen Seite von Punk und New Wave, im musikalischen Bereich Dark Wave genannt. Auffällig sind die vielen, gleichberechtigt nebeneinander existierenden Bezeichnungen für den Stil. Die Grufties selbst benennen die "gothic novels" der Romantik als Bezugspunkt, was sich an der englischen Bezeichnung "Gothic Punk" ablesen läßt. Sie nennen sich auch gerne die "Schwarzen". Der Begriff "Gruftie" ist vom Motiv der "Gruft" abgeleitet. Das Internet ist für viele Goths zur Kommunikationsplattform geworden. Die große Akzeptanz des Internets macht außerdem deutlich, daß die Grufties kein "street style" wie Punk oder Hip hop sind: Treffen finden in der Privatsphäre oder an abgeschiedenen Orten statt, wo man nicht gestört wird. In die "schwarze Szene" gelangt man, wenn ein bestimmtes Lebensgefühl ausgedrückt werden soll: Einsamkeit, Isolation, fehlende Zuwendung und Kommunikation, Schul- und Identitätsprobleme und Enttäuschung in den ersten Liebesbeziehungen. Der Stil ist außerdem gegen stark kontrollierte Strukturen gerichtet, wie man sie noch oft in Kleinstädten und in Dörfern antrifft. Introvertierte Trauer und Melancholie, die auf subjektiv erlebten und kollektiv geteilten Enttäuschungen aller Mitglieder basieren, werden zum Bindeglied. Es bildet sich ein Netzwerk der Einsamen, die ihren starken Kontaktwunsch zu Gleichgesinnten auch an bestimmten Treffpunkten, wie den "schwarzen" Discos, realisiert. Die Gothics sind keine Subkultur des Todes, die ihre Mitglieder in den Suizid treibt, wie es Medien und Politiker behaupten, sondern das Gegenteil davon: ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und Todesnähe kritisch und zusammen mit anderen auseinanderzusetzen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Stils ist die Beschäftigung mit Religion. Häufig verknüpfen die Grufties Elemente des christlichen Glaubens und anderer Religionen mit okkulten Traditionen. Letztgenannte sind für die Grufties deshalb attraktiv, weil sie mit einer anderen Zeit, d.h. mit einer anderen Zivilisationsstufe verbunden sind. Eine von anderen Gesellschaftsteilen als irrational abgestempelte Symbolik kann die Unzufriedenheit mit der Institution Kirche und der durchrationalisierten modernen Zivilisation ausdrücken. Daher gibt es keine mit jenen des christlichen Glaubens vergleichbaren Dogmen. Das zentrale Element dieser Lebenseinstellung ist nicht, wie von den Medien behauptet, der Glaube an den Satan oder einen Gott - man kann die Grufties eher als atheistisch bezeichnen - sondern an den Tod als eine übergeordnete Macht, der sich kein Mensch entziehen kann. Das Epizentrum des Stils ist wie bei allen Subkulturen die Musik. Aus allen Bereichen der Independent Musik werden Songs mit traurigen oder finsteren Texten bzw. musikalischen Strukturen herausgefiltert, die mit dem melancholischen Lebensgefühl übereinstimmen. Punk, Metal und elektronische Musik (z.B. Industrial) üben hier den größten Einfluss aus. Der Tanzstil mutet recht autistisch an: Er beruht auf taumelnden Hin- und Hergehen auf einer imaginären Linie, ohne Rücksicht auf den Takt der Musik. Mit einer körperlichen Aktivität, einem Ausleben von Energien und Aggressionen, wie beim Pogo der Punks oder einer Selbsterfahrung des Körpers, wie bei den Hippies, haben die Körperbewegungen nichts zu tun. Der Kleidungsstil der Grufties entspricht nicht dem provozierenden Habitus des Punk. Er schockiert natürlich trotzdem, eine Ausinandersetzung ist aber unbeabsichtigt.
Die Distanzierung der Grufties ist erfolgreich: Die den Stil dominierende Farbe Schwarz ist primär mit Alter, Tod, Verlust und Trauer verknüpft. Zu einer Zeit, wo der Punk für die Kleidung alle Farben - wie z.B. die Neonfarben - möglich gemacht hat, wird bewußt eine bedeutungsbeladene Farbe als Abgrenzung von einem sorglosen, durch Oberflächlichkeit und Konsum geprägten Leben, gewählt. Die verwendete religiöse Symbolik umfaßt wenige Accessoires wie Kreuze, Davidstern, Ankh (ägyptisches Zeichen) oder das Pentagramm. Das provokanteste Symbol ist das umgedrehte Kreuz, kulturhistorisches Zeichen für Satanismus, der Rituale des Christentums in ihr Gegenteil verkehrt. Hier dient es als Unterscheidungsmerkmal vom normalen christlichen Symbol, ist gleichzeitig Provokation und diffuse Kritik an Religion und Kirche.
Die Gothics sind eine retrospektive Jugendkultur. Der gesamte Stil ist eine komplexe, historisch orientierte Form der Bewältigung von Melancholie und Depression, die individuellen und kollektiven Tod (Schicksal der Menschheit, Apokalypse, Endzeit und Umweltzerstörung) zusammendenkt. Die Grufties sind eine der einprägsamsten Subkulturen, weil sie mit ihren leichenblassen Gesichtern in einer Zeit, in der ein solariumgebräunter Teint den Inbegriff von Gesundheit darstellt, gegen die Verdrängung von Alter und Tod arbeiten. Sie werden zum Schrecken einer materialistischen Konsumkultur, die Sterben und körperlichen Verfall tabuisiert. Den Tod in den Mittelpunkt ihres Stils und ihres Lebens zu stellen wird zur Provokation, die die Gesellschaft dieser Randgruppe nicht verzeihen kann. PunkPunk: Anarchie, Protest, EmanzipationFrauen als schmückendes Beiwerkals ästhetisches PrinzipDie Punks sind in Deutschland ein subkultureller Dauerbrenner mit konstanter "Anhänger"zahl. Ungefähr 12 % der Jugendlichen erklärten 1991, sie empfänden Sympathie für die Punks. Aktiv üben diesen expressiven Gruppenstil 2- 3% der Jugendlichen aus. Punk war das erste musikalische Genre, das sich nicht auf die Vermittlung von heterosexuellen Romanzen konzentrierte, sondern romantische Konventionen und soziale Normen attackierte. Vor allem weiße Teenager aus der Mittelschicht etablierten die neue Punk-Subkultur mit einer "Do-it-Yourself"-Haltung, die nicht vorrangig auf musikalischem Können basiert, sondern auf Selbstermächtigung. Jede/r kann ein Instrument spielen und Konzerte geben; eine Ausbildung oder eine Agentur sind dazu nicht notwendig. Eines der positiven Resultate dieser Subkultur ist, dass sie Musikerinnen größere Handlungsspielräume ermöglicht. Die Punks existieren seit Mitte der 70er Jahre und haben sich heute im Straßenbild vieler Städte etabliert. Der kritische aufrührerische Impetus der Anfangsphase ist ein wenig verpufft und in die Crossover- Stile übergewechselt. Was einst schrill, extrem und hart erschien, ist heute nicht mehr außergewöhnlich. Die Härte von Punk- Hardcorebands vom Anfang der 80er Jahre kann den heutigen Grindcore- oder Death Metal Fans nur ein müdes Lächeln entlocken. Bands wie die Toten Hosen spielen für eine breite Masse von Jugendlichen. Die musikalischen - nicht die ästhetischen - Formen des Punk haben sich verallgemeinert. Punk besitzt ein hedonistisches Körperbild, das vom Ausleben der Energien wie z.B. im Pogo lebt. Die sofortige Befriedigung von Bedürfnissen steht oft im Vordergrund. Man pflegt einen direkten Umgang mit dem Körper und verschönert ihn auf archaisch- rituelle Weise mit Ohrringen oder Tatoos. Der Körper wird als gestaltbar wahrgenommen, seine Verletzung und Verletzlichkeit werden thematisiert. Die Aggressivität, die von den Accessoires ausgeht, ist eine optische. Im Grunde bieten Dinge wie Ketten und Ohrringe bei körperlichen Auseinandersetzung eine ideale Angriffsfläche. Sie sind eine Drohgebärde, die Distanz fordert. Das zeigt, daß Punk kein kampfbetonter, männlicher Stil wie z.B. die Skinheadbewegung ist. Die Strukturen dieses Stils sind so angelegt, daß in ihm grundsätzlich die Möglichkeit der gleichberechtigten Einbeziehung der Mädchen und Frauen besteht. Ursprünglich gibt es keine sprachliche Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Punks, die Szene verzichtet bewußt darauf. Erst als die Medien das Phänomen entdeckten, entstanden Begriffe wie Punkette in England. Im deutschsprachigen Raum heißt es Punker und Punkerin. Die Geschlechter werden zuerst einmal optisch durcheinander gewirbelt. Männliche Punks tragen Kleidungsstücke wie Röcke und schminken sich. Weibliche Punks tragen schwere Armee- und Arbeitsstiefel, extrem kurze, bunte Haare oder einen Irokesenschnitt. Die weibliche Schminkpalette wird neu aufgemischt, keine Farbe ist mehr unmöglich. Wie die Männer lehnen sie die bürgerlichen Ordnungs- und Sauberkeitsvorstellungen ab, tragen zerrissene und durch das Leben auf der Straße verschmutzte Kleidung. Sie eignen sich spielerisch männliche Verhaltensweisen an. Frauen sind nicht mehr schmückendes Beiwerk für Rock-Superstars, sondern gründen eigene Bands und spielen alle Instrumente. Sie drängen für kurze Zeit in das männliche Territorium der Rockmusik. Bekannte Punkfrauen und Frauen-Punkbands sind z.B.: Siouxsie and the Banshees, Slits, die Raincoats, Östro 430, die Ätztussis, Mania D., Liliput und X-Mal Deutschland. Die Texte der weiblichen Punks drücken z.B. die sexuellen Bedürfnisse der Frauen direkt aus. Sie holen sich das, was sie wollen, notfalls mit körperlicher Gewalt. Sie beschreiben Männer, wie sonst Männer Frauen beschreiben, abtaxierend, abschätzend. Die Rolle der Frau als passiv, anlockend, verständnisvoll wird abgelehnt; viele weibliche Punks leben Gleichberechtigung und Selbständigkeit. Punks lehnen den konventionellen Umgang mit Liebe und Sexualität ab. Langeweile und Ekel gegenüber der sauberen, verklemmten Sexualtität der Bürger und dem Sex als Ware, die Massenproduktion von pornographischen Phantasien, werden durch das Posieren beider Geschlechter mit Sex-Shop-Artikeln ausgedrückt. Im Großen und Ganzen bietet Punk als eine der wenigen Subkulturen gute Ansätze für die gleichberechtigte Einbeziehung der Frauen, die meisten älteren Subkulturen sind eindeutig männlich dominiert. ReggaeReggae: Kiffende GutmenschenDreadlocks und DubPolitische und religiöse AnsprücheDie Unterschiede zwischen Rock und Reggae liegen wohl so klar auf der Hand, daß sich eine ausführliche Darstellung erübrigt. Reggae wird allgemein mit Lässigkeit assoziiert, und natürlich mit dem Konsum von Cannabisderivaten. Reggae wurzelt in einer sehr spezifischen Erfahrung: der Erfahrung der Schwarzen in Jamaika und Großbritannien. Der Reggae bewegt sich in schwerfälligen und schwermütigen Rhythmen, deren stetiger Rock (daher der Name «Rock Steady» für die frühe Reggae-Musik) sich auf zwar dominanten, aber gleichzeitig recht kargen Baßläufen aufbaut. In einer Reihe rückwärtsgewandter Bilder spricht Reggae eine Gemeinde an, die sich im ständigen Umbruch befindet (die Bewegung des Rastafarianismus, der Ruf »Back to Africa«), und kehrt damit die historische Abfolge der Migrationen um (Afrika - Jamaika - Großbritannien). Damit ist die Musik die lebendige Aufzeichnung des Leidensweges eines ganzen Volkes - des Übergangs von Sklaverei zur Knechtschaft -, und die Stationen dieses Weges fanden ihren Niederschlag in der einzigartigen Struktur des Reggae. Im unverkennbaren Schlagzeug des Reggae klingt ein Echo seiner schwarzafrikanischen Herkunft nach. Die Stimme Afrikas wurde auf den westindischen Inseln immer mit Aufstand gleichgesetzt und ist stets mit allen Mitteln unterdrückt worden. So kam es, daß Afrika für die Schwarzen in der Karibik ein verbotenes Territorium, eine verlorene Geschichte bedeutete, die den widersprüchlichen westlichen Mythen voll der unschuldigen Kindheit und der Erbschuld des Menschen überlassen worden war. Und paradoxerweise war es die Bibel - das Zivilisationsinstrument par excellence - die zur Quelle andersartiger Werte und Träume von einem besseren Leben wurde.
So entstand die Lösung des Rastafarianismus: eine Bibelauslegung, die aus der europäischen Schale den schwarzen Kern herausschält, um auf den Seiten der heiligen Schrift eine versunkene afrikanische Mythologie zu entdecken. Schon auf den Ska-Platten der frühen sechziger Jahre mischten sich Einflüsse des Rastafarianisinus unter die groben Klänge und den leichten, wechselhaften Rhythmus (Don Drummond, Reco etc.). Gegen Ende des Jahrzehnts traten diese immer stärker hervor, bis schließlich der Rastaanteil im Reggae mehr oder weniger ausschließlich die Richtung bestimmte. Mit der Zeit verlangsamte sich der Sound des Reggae immer mehr, bis er fast afrikanische Gestalt annahm. Die Texte bekamen einen immer selbstbewußteren jamaikanischen Einschlag, wurden immer gedämpfter artikuliert und überwuchert, bis sie schließlich Vollkommen in «Dub» untergingen und vom «Talk-Over» ersetzt wurden (Dub ist der baßbetonte instrumentale Rhythmus des Reggae, der oft elektronisch verfremdet und überlagert wird; Talk-Over der improvisiert gesprochene Text, der sich meist um «schwarze» Themen dreht). Irgendwo zwischen den Slums von Trenchtown und der arbeitslosen Öde von Ladbroke Grove hatte sich der Rasta-Kult in einen Stil verwandelt: in eine ausdrucksvolle Kombination aus Lockenpracht, Khaki-Tarnanzug und Weed (Marihuana), mit der viele junge schwarze Briten unzweideutig ihr Gefühl der Entfremdung verkündeten. Mit Dub und Heavy Reggae bekam diese Rebellion eine viel umfassendere Bedeutung: sie wurde generalisiert und theoretisiert. Längst hat der Reggae-Kult auch unter weißen Jugendlichen zahlreiche Anhänger gefunden; der Hitsänger Gentleman z.B. ist Deutscher. Aber auch er gibt sich engagiert und trägt so zum "alternativen" Ruf des Reggae bei. Aupair im FilmAupair: Jetzt auch im FernsehenAupair wider Willen wird zur FamilienmanagerinEine Komödie für die ganze FamilieDer Regisseur Mark Griffiths hat dem Thema Aupair ein filmisches Denkmal gesetzt, das nun auch im Fernsehen zu sehen ist. Die Handlung: die ambitionierte Hochschulabsolventin Jenny Morgan ist zunächst begeistert, als Oliver Caldwell, der Top-Manager eines international operierenden Konzerns, ihr eine Stelle anbietet. Daß sie Hals über Kopf nach Paris verfrachtet wird, wundert Jenny zunächst nicht. Aber als man ihr ein Zimmer in Caldwells luxuriöser Hotelsuite zuweist, begreift sie, daß sie einem Irrtum erlegen ist: Sie ist nicht als Mitglied der Unternehmensleitung engagiert worden, sondern als Au-pair-Mädchen. Entschlossen, aus ihrer Situation das Beste zu machen, widmet Jenny sich der Betreuung von Caldwells Kindern, die ohne Mutter aufgewachsen und reichlich verzogen sind. Alex und Kate haben schon einige Kinderfrauen verschlissen und sind sich sicher, daß sie nach einschlägigen Streichen auch die Neue umgehend wieder los sein werden. Doch zu ihrer Überraschung solidarisiert Jenny sich mit ihnen, denn sie begreift, daß die Kids mehr brauchen als Designerkleidung und Gourmet-Menüs - was ihnen fehlt, ist die Zuwendung ihres Vaters. "Pretty Woman" trifft "Mary Poppins" in dieser 1998 gedrehten Familienkomödie, die im amerikanischen Fernsehen so erfolgreich lief, daß bereits eine Fortsetzung gedreht wurde. Aufräumen lernenWie viel Unordnung ist erlaubt?Kinder lernen aufräumenEltern müssen Grenzen ziehenKleine Kinder lieben eine strukturierte Umgebung und helfen gern mit. Sie können mit kleinen Handlangerjobs früh (4-5 Jahre) an das gemeinsame Aufräumen und ihre Mitverantwortung für den Haushalt herangeführt werden: z. B. Schuhe und Jacken hinhängen/-stellen wo sie hingehören, das eigene Geschirr wegräumen. Kleine Dienste wie Hilfe beim Tischdecken, Spülmaschine ausräumen und Müll heruntertragen schaffen auch Erstkläßler.
Kindersichere WohnungSicherheit im HaushaltWorauf Eltern achten müssenKleinkinder in GefahrLaut Stiftung Warentest verunglücken die meisten Kinder zu Hause. 256 000 sind es jedes Jahr. Das Spiel mit der Steckdose kann ebenso verheerend enden wie der Schluck aus der "WC-Ente". Eine Wohnung für den eigenen Nachwuchs, Enkel oder den Kinderbesuch sicher herzurichten, ist an einigen Punkten unerläßlich und - mit kleinen Haushaltshelfern - schnell und preiswert erledigt. Ein Muß sind Steckdosen-Sicherungen. Die gibt es im Elektro- und Bauhandel oder bei Babyausstattern als Dutzendware. Sie sollten die flachen Plastikscheiben zusätzlich mit Doppelklebeband in die Dose pressen. Einige Modelle verabschieden sich sonst beim Steckerziehen gleich mit aus der Dose. Kinder sind geduldige Forscher, wenn es ums Aufmachen geht. Daher müssen alle Schubladen und Schränke, die giftige oder gefährliche Gegenstände vom Reiniger, über Besteck bis Alkohol und Zigaretten beherbergen, mit Sperren versehen sein. Gut geeignet sind Kunststoffbügel, die von innen angeschraubt werden, und die geschlossene Tür automatisch verriegeln. Von außen sichtbar angefriemelte "Patente" verlocken zum Tüfteln. Angeklebte Haken für Kühlschränke oder Herde bieten keinen dauerhaften Schutz, da zu kleine Kleberflächen sich rasch lösen. Unpraktisch sind Schlüssel-Schloß-Varianten. Entweder ist das sichernde Element von der Magnetsperre bis zum Schlüssel nicht zur Hand - oder es gerät auch bald in probierfreudige Kinderfinger. Selbstklebende Bänder mit Klickverschlüssen können eine sinnvolle Alternative sein. Sie sind universell einsetzbar und mit einer Hand zu bedienen. Solche Riemen mit großen Klebeflächen eigenen sich für viele Zwecke. Sie schützen den Mülleimer vor "Resteverwertern" ebenso wie die Fotoalben in der Schrankwand oder bewahren vor Wasserspielen, wenn sie den Toilettendeckel festzurren. Kindliche Expeditionen müssen "ausbruchsicher" an der Haustür enden. Eingangstüren lassen sich durch Drehknäufe sichern. Bei Zimmertüren reicht es meist, den Griff um 90 Grad nach oben zu drehen. Im Gegensatz zur Badtür sollten Fenster abschließbar sein. Die Verriegelung kostet zwar pro Flügel rund 15 Euro, aber sie bewahrt Kinder vor dramatischen Stürzen. Bei baulichen Sicherheitseinrichtungen können Sie mit dem Vermieter über eine Kostenteilung verhandeln. Das gilt auch für Rauchmelder (10 bis 60 Euro) oder FI-Schutzschalter in Küche und Feuchträumen. Eine unbemerkte Rauchvergiftung im Kinderzimmer kann in zwei Minuten töten. Und wenn mehrere Kinder das Bad belagern, fällt leicht ein Elektrogerät vom Fön bis zum Radio ins Wasser. FI-Schutzschalter im Sicherungskasten retten hier Leben. Eine kindgerechte Wohnung ist nicht nur sicher für Kinder, sondern zugleich sicher vor Kindern. Knöpfe sind schillernde Einladungen. Dreijährige unterscheiden nicht zwischen den Tasten der bunten Play-Station und den Reglern der Waschmaschine. Ist die Wolljacke erst mal bei 95° und 1400 Touren getrimmt, freut sich niemand so recht über die schicke Filzjoppe. Wenn die Investition ansteht, sollte man bei Herden oder Waschmaschinen auf versenkbare Armaturen achten. Wer einen Schalterfreak beherbergt, kommt phasenweise nicht umhin, die Knöpfe entweder abzuziehen oder sie hinter Schutzhauben oder Herdschutzgittern zu verbergen. Die kosten um die 25 Euro und müssen an die Maschinenmaße angepaßt sein. Bei älteren Kindern können TV, Video & Co über einen Code an der Fernbedienung gesichert werden. Auch auf die Zimmerpflanzen fällt ein kritischer Blick. Dieffenbachien, Maiglöckchen oder Tulpen sehen lecker aus, sind aber giftig. Schnittblumen sind häufig pestizidbelastet. Da Krabbelkinder alles in den Mund nehmen, sollte die Stubenflora auf Verträglichkeit geprüft werden. Die Töpfe großer Bodenpflanzen decken Sie mit einem Nylonstrumpf ab. Blumenerde bekommt weder dem Kindermagen noch dem Teppich. Gute Kindermöbel und -spielsachen erkennt man am CE-Siegel, das einen höheren Sicherheitsstandard garantiert als das GS-Zeichen. Stühle und Hocker gehören nicht in Fensternähe, offene Regale und schmale Schränke sollten Sie ebenso an die Wand dübeln wie Hochbetten. Wer jetzt noch die Badewanne mit der Anti-Rutschmatte auslegt und ein Handtuch quer über die Griffe jeder Tür geknotet hat, um deren Zuschlagen zu verhindern, darf sich auf dem Sofa von den Strapazen erholen. Sprachen lernenEnglisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch lernenSprachreisen und Sprachschulen im Ausland für Kinder ab 8 JahrenAls Sprachschüler in Frankreich, Italien, Großbritannien, Neuseeland, Australien und in den USASprachferien gehören fast schon zum "Muß" in der heutigen Zeit. Sprachkenntnisse erwirbt man trotz Internets und anderer Möglichkeiten aber immer noch am besten da, wo die Wunschsprache gesprochen wird.
EnterbenEnterben nur in Extremfällen zulässigRichterspruch zugunsten des NachwuchsesEntziehung des Pflichtteils die große AusnahmeEltern dürfen ihre Kinder nur in extremen Ausnahmefällen komplett enterben. Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts darf den Kindern der so genannte Pflichtteil etwa dann entzogen werden, wenn sie ihre Eltern misshandelt oder eine schwere Straftat gegen sie begangen haben. Eine bloße Entfremdung oder ein familiäres Zerwürfnis reicht dagegen nicht, um diesen grundsätzlich zwingenden Erbanspruch naher Verwandter im Testament auszuschließen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Grundsatzentscheidung. Nach den Worten des Ersten Senats ist das - unter Experten zunehmend umstrittene - Pflichtteilsrecht mit dem Grundgesetz vereinbar. (19. April 2005) Damit hoben die Karlsruher Richter ein spektakuläres Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln auf, das einem Sohn - der seine eigene Mutter umgebracht hatte - den Pflichtteil an ihrem Erbe zugesprochen hatte. Der psychisch kranke Mann hatte seine Mutter schon mehrfach misshandelt, woraufhin sie ihn enterbte. Aus Wut über seine bevorstehende Einweisung ins Landeskrankenhaus erschlug er seine Mutter, zerstückelte die Leiche und versteckte die Leichenteile im Wald. Weil er zur Tatzeit nicht schuldfähig war, gewährte ihm das OLG trotz der Enterbung den Pflichtteil. Nach den Worten des Ersten Senats unter Vorsitz des Gerichtspräsidenten Hans-Jürgen Papier kommt nun aber eine Entziehung des Pflichtteils bereits wegen der früheren - vorsätzlichen - Misshandlungen in Betracht. Das OLG muss den Fall nun erneut prüfen. In einem zweiten Verfahren sprach das Gericht dagegen dem Sohn eines mit 85 Jahren gestorbenen Mannes den Pflichtteil zu. Der kranke Vater hatte seinen Sohn enterbt, weil dieser ihm in den letzten Jahren vor seinem Tod jeglichen Kontakt mit dem Enkel verweigert hatte. Aus Sicht der Verfassungsrichter setzt das Pflichtteilsrecht der Verfügungsfreiheit der Eltern Grenzen, ihre Kinder aus Ärger oder Verzweiflung durch Enterbung zu bestrafen. Das Grundgesetz - die Erbrechtsgarantie und der Schutz der Familie - sichern den Kindern grundsätzlich ein Pflichtteilsrecht zu, heißt es in dem Beschluss. Als Ausdruck einer Familiensolidarität solle es den Nachkommen über den Tod der Eltern hinaus eine ökonomische Basis sichern - unabhängig vom Bestehen eines konkreten Bedarfs. Allerdings deuteten die Richter an, dass der Gesetzgeber möglicherweise Spielraum für eine Absenkung des Anspruchs habe. Der Pflichtteil - die Hälfte des gesetzlichen Erbteils - steht den Kindern, Ehegatten und Eltern des Erblassers grundsätzlich auch dann zu, wenn sie im Testament enterbt werden. Sein Entzug ist nur bei bestimmten schwerwiegenden Verfehlungen zulässig. BelastungsinkontinenzInkontinenz: häufiges Problem bei FrauenNeue Methode zur Behandlung des LeidensDer Arzt kann weiterhelfen"Es ist schon seltsam: Wir leben im 21. Jahrhundert, jeder besitzt ein Handy und sieht fern, doch kaum jemand weiß, dass man eine Belastungsinkontinenz behandeln kann." Gynäkologe Dr. Gert Naumann von der Uniklinik Mainz möchte diese Situation ändern. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Rainer Lange rief er im Rahmen des Fortbildungskongresses der Frauenärztlichen Bundesakademie (FBA) in Düsseldorf kürzlich alle Betroffenen auf, sich aktiv an einen Arzt zu wenden. Der Gynäkologe als "Hausarzt der Frau" sei ein geeigneter Partner für ein erstes vertrauensvolles Gespräch. "In der Sprechstunde erlebe ich oft, dass Patientinnen auf meine Nachfrage zunächst nicht zugeben, dass sie ein Problem mit der Blase haben", so Lange, der eine Praxis in Alzey führt. "Erst wenn ich frage, ob sie wirklich keine Vorlagen benötigen, fangen sie an zu erzählen." Dabei wird schnell deutlich, wie stark Betroffene ihr Leben wegen des unwillkürlichen Harnverlusts einschränken müssen: Viele geben ihren Lieblingssport auf, gehen nicht mehr spontan aus oder meiden sogar die körperliche Nähe zu ihrem Partner. Immer noch denken viele Frauen, die Inkontinenz sei ein normales Zeichen des Alterns oder gar weibliches Schicksal. Lange räumte ein, dass auch mancher Arzt seinen Patientinnen diesen Eindruck vermittele. "Doch damit", so stellte er klar, "sollte sich eine Frau heutzutage nicht mehr zufrieden geben!" Die Belastungsinkontinenz kann man in den meisten Fällen heilen oder zumindest lindern. Wer unter Belastungsinkontinenz leidet, sollte in jedem Fall von sich aus einen Arzt ansprechen und ihm deutlich schildern, wie sich die Erkrankung auf Alltag und Wohlbefinden auswirkt. Neben dem Gynäkologen oder Urologen kann auch der Hausarzt eine erste Anlaufstelle sein. Einige Gynäkologen sind auf den Bereich der Urogynäkologie und damit auch auf die Harninkontinenz der Frau spezialisiert. Bevor man sich an einen Mediziner wendet, kann es sinnvoll sein, sich zu überlegen, welche Erwartungen man an das Gespräch hat und mit welchen Worten man es am einfachsten beginnt. Als kleine Hilfestellung hat das neue Informationsforum Kompetenz-In-Kontinenz eine "Checkliste für den Arztbesuch" zusammengestellt, die Interessierte im Internet finden (http://www.kompetenz-in-kontinenz.de). Neues Medikament ergänzt BehandlungsmöglichkeitenWenn der erste Schritt getan ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den unwillkürlichen Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder schweren Heben zu bekämpfen: Bisher setzte die Medizin vor allem auf konsequentes Beckenbodentraining und verschiedene Operationen. Naumann stellte jetzt eine neue Möglichkeit vor: Das erste Medikament, das speziell zur Behandlung von Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Belastungsinkontinenz zugelassen wurde. Der Experte erläuterte, dass das verschreibungspflichtige Präparat gezielt den Schließmuskel der Blase kräftige und so meist sehr rasch die Häufigkeit der Harnverluste reduzieren könne. Dem Arzt stünde damit jetzt eine umfassende Palette an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. "Wir können jeder Frau mit Belastungsinkontinenz eine individuelle Therapie zukommen lassen", bestätigte Naumann. Gemeinsam mit seinem Kollegen Lange richtete er daher den Appell an alle Betroffenen: "Sprechen Sie Ihren Arzt an - lassen Sie sich behandeln!"
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