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Seite << 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 >> Lästige AnrufeLästige TelefonwerbungUngebetene Anrufe muss man nicht hinnehmenOhne Erlaubnis kein AnrufErlesene Rotweine, Versicherungen oder Lotto-Lose: Viele, die solche Produnkte verkaufen möchten, versuchen es mit der Kontaktanbahnung per Telefon. Der Angerufene ist meist überrumpelt und obendrein ungeübt im Abwimmeln. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass solche Anrufe nicht erlaubt sind. Sie verletzen das Persönlichkeitsrecht des Angerufenen, verstoßen gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs und beeinträchtigen zudem die Entscheidungsfreiheit des Verbrauchers. Außerdem sind sie stets ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Anbieter unseriös ist. Wer nicht ausdrücklich sein Einverständnis zu einem Telefonanruf erklärt hat, darf nicht angerufen werden. Es genügt dabei keineswegs, wenn die Firma vorher schriftlich auf ihr Ansinnen hingewiesen hat. Selbst, wenn jemand Werbematerial angefordert hat und dabei seine Telefonnummer in die Werbe-Antwortkarte eingetragen hat, gilt dies nicht als Einverständnis. Die Anbieter dürfen sich auch nicht auf eine Empfehlung durch Freunde oder Bekannte berufen. Es scheint aber ganz Hartgesottene nicht zu stören, dass diese Methode verboten ist ganz besonders im Bereich der Finanzdienstleister. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat diese Praxis schon mehrfach ausdrücklich verboten. Das Amt besitzt inzwischen selbst eine Eingriffsbefugnis und kann bei Verstößen hohe Bußgelder verhängen. Ein großer Teil der Finanzdienstleister untersteht allerdings nicht der Aufsicht des Amtes. In diesen Fällen können nur wettbewerbsrechtliche Maßnahmen gegen die Firmen eingeleitet werden über die Verbraucherzentralen. Wer von einer Firma angerufen wird, ohne darum gebeten zu haben, sollte sich den Namen der Firma und des Anrufers, das Datum und die Uhrzeit sowie den Grund des Anrufes notieren und alle Daten an die Verbraucherzentrale weiterleiten. Mit Hilfe dieser Daten können die betreffenden Firmen abgemahnt und unter Umständen auch gerichtlich zur Unterlassung solcher Aktionen aufgefordert werden. Halten sich die Firmen nicht daran, müssen sie Vertragsstrafen oder Ordnungsgelder zahlen. Man kann die Sache auch ganz kurz abhandeln, wenn man drei Dinge beachtet: sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen, jeden Termin ablehnen und das Gespräch umgehend beenden. Wer belästigt wird, darf dem Störer ruhig die kalte Schulter zeigen. Unerwünschte WerbungUnerwünschte WerbungKampf dem spam!Ein Aufkleber allein ist nicht genug
Manche gucken sich ja freiwillig die Dauerwerbesendung vormittags auf RTL an. Aber den meisten Menschen geht die allgegenwärtige Werbung in ihrem Alltagsleben zu weit. Unerwünschte Werbeangebote haben sich längst auf Telefon und Fax ausgedehnt, inzwischen auch auf den E-Mail-Verkehr. Erlaubt ist diese Dauer-Berieselung keineswegs. Nur wer ausdrücklich eingewilligt hat, darf auf diesem Weg angesprochen werden. Viele unfreiwillige Empfänger fühlen sich hilflos. Dabei gibt es einiges, was man tun kann. Zum Beispiel per Eintrag auf die verschiedenen Robinson-Listen. Es gibt separate Listen für Brief-, Telefon-, Fax- und E-Mail-Werbung. Wer sich hier eintragen lässt, ist relativ sicher. Seriöse Firmen berücksichtigen den Wunsch nach Werbefreiheit. Der "Keine Werbung"-Aufkleber bewahrt uns übrigens nur vor Postwurfsendungen. Namentlich adressierte Briefe landen trotzdem im Kasten. Das ist auch zulässig, solange der Empfänger nicht ausdrücklich widersprochen hat. Hat er das und es kommt immer noch unerwünschte Werbepost, hilft nur noch eines: gegen den Absender vorgehen. Dazu braucht man mitunter einen langen Atem. Sollte die Sache vor Gericht ausgefochten werden, ist es ratsam, sich einen Anwalt zu nehmen. Doch bevor es so weit kommt, sollte der Verbraucherschutzverein (Berlin) informiert werden. Dessen Mitarbeiter sammeln Informationen über unzulässige Werbung und mahnen den Absender ab - im Interesse aller. KleintiereKinder und KleintiereKeine Spontanentscheidungen treffen!Die Winzlinge sind keineswegs anspruchslosViele Kleintiere landen wegen einer zuvor nicht bemerkten Allergie im Tierheim. Das müsste eigentlich nicht sein:
Häufig wird ein Tier auch wegen Umzugs oder Problemen mit dem Vermieter abgegeben. Es zeigt sich immer wieder, dass Kinder mit der anhaltenden Betreuung eines Tieres überfordert sind. Am Anfang ist der neue Mitbewohner interessant und wird intensiv betreut, doch wenn der Reiz des Neuen vorbei ist, wird es bald langweilig und der anfängliche Spaß wird zur ungeliebten Arbeit. Wenn der Käfig dann stinkt, wird er mitsamt Bewohner ausquartiert. Ein leider sehr häufiges Ereignis. Schafft eine Familie sich nicht nur ein Einzeltier, sondern gleich ein Pärchen an, kommt es noch schlimmer (obwohl diese Art der Haltung außer bei Hamstern- die einzige artgerechte ist!). Die kleinen Tierbabies sind zwar niedlich und so lange Abnehmer vorhanden sind, macht die Zucht Spaß. Doch irgendwann sind alle Klassenkameraden und Spielgefährten versorgt, und wohin dann mit den Tieren? Dabei reicht eine Kastration des Männchens, um solcherlei Problemen vorzubeugen. Das kostet natürlich etwas ein weiterer Punkt, der von vielen vernachlässigt wird: Beim Tierarztbesuch zahlt die Krankenkasse nichts...
Heimtiere leben in totaler Abhängigkeit von Menschen und benötigen tägliche Pflege und Zuwendung. Das ist eine große Verantwortung, die über Jahre hinweg getragen werden muss.
Nager und Kaninchen haben einen ausgeprägten Fortpflanzungstrieb. Wenn der Nachwuchs zu zahlreich wird und eine Zeitungsannonce nichts bringt (zumal dabei die Gefahr besteht, an Schlangenzüchter zu geraten), erscheint es vielen als die einfachste Lösung, die Kleinen im Tierheim abzugeben. Traurig, aber wahr.
TierquälereiGewalt gegen TiereSymptom für psychische Störungen?Kinder und TiereZahlreiche Studien haben Soziologen, Gesetzgeber und Gerichte dazu veranlasst, Gewalttaten gegen Tieren stärker zu berücksichtigen. Diese können nämlich ein erstes Anzeichen für ein geistiges Leiden sein, das auch vor Gewalt gegen Menschen nicht halt macht. Tiermißbrauch weist oftmals auf eine tiefreichende Persönlichkeitsstörung hin. Die Forschung im Bereich der Psychologie und Kriminologie zeigt, daß Menschen, die Gewalttaten gegen Tiere begehen, es dabei nicht bewenden lassen. Viele von ihnen weiten ihre Taten auch auf ihre Mitmenschen aus. Natürlich ist nicht jedes Kind, das Tiere ärgert oder belästigt, ein potentieller Serienmörder. Bedenklich wird es aber, wenn das Kind den Tod oder die Verletzung eines Tieres bewusst in Kauf nimmt. Spätestens dann sollten die Eltern - oder auch externe Beobachter - das Kind ansprechen und sich ggf. bei Sachverständigen Rat holen. Das FBI fand heraus, daß wiederholte Gewalttaten gegen Tiere eines der Merkmale sind, die gewöhnlich in ihren computergespeicherten Berichten über Serienvergewaltiger und -mörder auftaucht. Und die Anleitung für Diagnose und Behandlung psychischer und emotionaler Störungen listet Tierquälerei als ein Diagnosekriterium für Verhaltensstörungen auf. Studien haben bewiesen, daß gewalttätige und aggressive Kriminelle mit größerer Wahrscheinlichkeit Tiere und Kinder mißbrauchen als solche Kriminelle, die als nicht-aggressiv eingestuft werden. Eine Studie an psychisch Kranken, die wiederholt Hunde und Katzen gequält hatten, hat gezeigt, daß alle von ihnen auch ein hohes Maß an Aggressionen gegen Menschen aufwiesen, einschließlich eines Patienten, der sogar einen Jungen umgebracht hatte. Für Wissenschaftler zieht sich die von Tierquälerei ausgehende Erregung als roter Faden durch das Leben der Serienvergewaltiger und - mörder. Bedauerlicherweise wurden diese kindlichen Gewalttaten der Kriminellen niemals untersucht, bis sie sich schließlich gegen Menschen richteten. Die Anthropologin Margaret Mead sagte diesbezüglich: "Eines der gefährlichsten Dinge, die einem Kind passieren können, ist es, ein Tier zu quälen oder zu töten und dabei ungeschoren davonzukommen." Da sich häuslicher Mißbrauch immer gegen die Schwächeren richtet, gehen Tier- und Kindesmißbrauch meist Hand in Hand. Eltern, die die Bedürfnisse eines Tieres ignorieren oder Tiere quälen, neigen dazu, dies auch auf ihre Kinder zu übertragen. Manche Eltern, die Mißbrauch betreiben, dies aber aus gutem Grunde an ihren Kindern nicht in der Öffentlichkeit tun, haben jedoch keine Bedenken, Tierquälerei öffentlich zu betreiben. In 88 Prozent von 57 Familien in New Jersey, die wegen Kindesmißbrauch in Behandlung waren, waren auch Haustiere mißbraucht worden. Während Tiermißbrauch ein wichtiges Anzeichen für Kindesmißbrauch ist, ist es nicht immer ein Elternteil, das die Tiere quält. Kinder, die Tiere quälen, wiederholen damit oft nur, was sie zuhause gelernt haben. Wie ihre Eltern reagieren auch sie mit Gewalt auf Wut und Frustration. Und ihre Gewalt richtet sich gegen das einzige Mitglied ihrer Familie, das noch schwächer ist als sie selbst: ein Haustier. Ein Fachmann meint dazu: "Kinder mit einem gewalttätigen Hintergrund in der Familie zeichnen sich dadurch aus,. daß sie sich häufig - wie bei der Pickordnung von Hühnern - an Kämpfen gegen Schwächere beteiligen". Es ist eine Tatsache, daß gerade Gewalt in der Familie als Nährboden für kindliche Grausamkeiten an Tieren dient.
Schulen, Eltern, Kommunen und Gerichte, die Tierquälerei als "geringfügige" Delikte abtun, ignorieren damit eine Zeitbombe. Tipps für ElternWie Kinder den Umgang mit Tieren erlernenWas Eltern gegen Grobheiten tun könnenWas ist normal, was nicht?In den meisten Fällen, wo etwas schiefgeht, werden Tiere von Kindern unbewusst belästigt. Ein paar Beispiele aus Sicht des Tieres: Warum kommt bei eigentlich guter Absicht etwas Schlechtes heraus? Vor allem aus den folgenden drei Gründen:
1. Das Tier wird im Grunde wie ein Spielzeug wahrgenommen - und nicht als Lebewesen. Diese Gründe finden sich in der Einstellung vieler Kinder und Erwachsener zum Spielen mit Tieren wieder. Das Tier als komplettes Lebewesen mit seinen Eigenarten, Vorlieben und Bedürfnissen wird oft nicht wahrgenommen. Stattdessen sieht der Mensch im Tier das, was er im Moment gerade sehen möchte.
Allerdings ist es so, dass Kinder je nach Alter unterschiedliche Möglichkeiten haben, gut oder schlecht mit Tieren umzugehen. Das hat einfach damit zu tun, wie weit Kinder in einem bestimmten Alter sind. Das Typische für diese frühe Phase ist, dass das Kind noch so gut wie gar nichts im Griff hat. Es probiert flächendeckend Dinge aus und das überwiegend, ohne Ursache und Wirkung zu erfassen oder gar schon zusammenzubringen. Ein Pädagoge beschreibt das Verhalten von Kindern dieser Altersstufe so: Sie stecken Dinge in den Mund, die gefährlich sind, machen noch in die Windeln, und so tatschen sie eben auch das Meerschweinchen an. Selbst wenn das Tier sich wehrt - das sehr kleine Kind versteht das vermutlich nicht einmal als Abwehr. Zu einer echten Verständigung mit dem Tier ist das Kind noch nicht in der Lage. Und deshalb ist die schützende Elternhand für beide, Tier und Kind, besonders wichtig. Angesichts der großen Gefahr von Missverständnissen ist auch klar, dass es in diesem Alter sehr gefährlich werden kann, wenn man Tiere mit Kindern allein lässt: Der tollpatschige kindliche Umgang gefährdet besonders die kleinen Nagetiere, also Hamster und Meerschweine, sowie Kaninchen. Das Kind kommt jetzt ins Kindergartenalter, ist aber noch zu klein für die Schule. Es kann allein auf die Toilette gehen, erlebt Dinge bewusster, kann sich erinnern. Das Kind fängt also an, Ursachen und Wirkungen zu sehen und sich solche Zusammenhänge auch schon zu merken. Das Kind ist in der großen Ausprobierphase. Es will wissen, wie stark es ist. Also wieder schlechte Zeiten vor allem für die kleinen Nagetiere, die keine Elternhand vor dem Kinderzugriff schützt. Tierärzte berichten von vielen gebrochenen Nagerknochen. Meist sind es die Extremitäten, also die Beine, die leicht brechen können, wenn das Kind das Tier versehentlich herunterfallen lässt. Nur am Rande bemerkt: Auch wenn das Kind sich schon etwas merken kann - die Oberaufsicht inklusive regelmäßiger Versorgung mit Wasser, Futter und allem anderen, die liegt in dieser Phase komplett in Elternhand. An dieser Stelle geht es nicht mehr um das, was ein Kind aufgrund seiner normalen Entwicklung nicht oder noch nicht können kann. Es geht um Quälen mit voller Absicht. Das Kind weiß, wann es dem Tier Schaden zufügt. Es spürt seine Macht und missbraucht sie bewusst. Wenn ein Kind mit voller Absicht ein Tier quält, dann verbirgt sich meist ein Problem dahinter - das Kind ist z.B. selbst gequält worden und wiederholt das, was es erlebt hat, mit dem Tier. Das heißt nicht, dass das Kind mit dem Tier versucht, genau das Gleiche durchzuführen, was es selbst als grausam erlebt hat. Aber jede echte Quälerei muss von den Erwachsenen sehr ernst genommen werden. In so einer Lage sind zwei Dinge wichtig: Natürlich muss das Tier sofort vor dem Kind geschützt werden. Und, was der weitaus schwierigere Teil sein dürfte: an die Ursachen des kindlichen Verhaltens heranzukommen und ihm da herauszuhelfen. Was ein Grund mehr für alle Eltern ist, immer mal ein Auge darauf zu haben, wie Kinder mit Tieren umgehen - nicht nur bei den eigenen Kindern.
Was aber kann man konkret tun? Tier-AllergienAllergien: unsichtbare GefahrBesser Abhärten oder Abschotten?Asthma & Co. auf dem Vormarsch
Für immer mehr Kinder und Erwachsene gilt bei Haustieren: Vorsicht, nicht anfassen! Allein der Aufenthalt im selben Raum genügt mitunter, um allergische Reaktionen auszulösen. Früher glaubte man, dass Katzenhaltung während der Kindheit ein Risikofaktor für Allergien und Asthma sei. Inzwischen sind viele Forscher der Meinung, dass Haustiere vielleicht sogar davor schützen. Das Zusammenleben mit mehreren Katzen in der Kindheit bietet anscheinend einen gewissen Asthmaschutz. Kinder, die mit mehreren Katzen oder Hunden aufwachsen, haben im Vergleich zu Kindern ohne Tiere ein etwa um die Hälfte vermindertes Asthmarisiko. Die Ursache für den Allergie- und Asthmaschutz durch viele Tiere kann eine Toleranzentwicklung aufgrund der hohen Allergenkonzentration in der Umgebung sein, spekulieren die Forscher. Hundehaarallergiker reagieren meist nur auf die Haarschuppen bestimmter Hunderassen allergisch. Bei Katzen sitzen die Allergene überwiegend im Speichel und der Tränenflüssigkeit. Vor den Allergieauslösern gibt es fast kein Entkommen: Sogar an Plätzen, wo sich überhaupt keine Samtpfoten aufhalten, finden sich Allergene aus dem Fell der Stubentiger. Die winzigen, federleichten Partikel werden auf der Kleidung überall hin getragen: zu Freunden, ins Büro, in die Schule oder den Kindergarten. Wenn Allergiker ihre Katze notgedrungen weg geben, kann es noch Monate dauern, bis auch die Allergene verschwunden sind. Für die Betroffenen heißt das: geschwollene, tränende Augen, Schnupfen, Atemnot, Asthma. Tierhaarallergien lassen sich mit einer spezifischen Immuntherapie (Desensibilisierung) zumindest lindern, manchmal auch heilen. Antiallergische Medikamente können Beschwerden nur vorrübergehend verhindern oder stoppen. Grundsätzlich sollten Tierhaarallergiker vorbeugen und ihren Allergenen weitgehendst ausweichen: Straßenschuhe nicht mit in die Wohnung nehmen, Hände waschen, bei andauernden Beschwerden aufs eigene Haustier verzichten. Durch vorbeugende Maßnahmen und konsequente Behandlung der Beschwerden lassen sich Tierhaarallergien in der Regel gut kontrollieren. Tagebuch und BlogDas Tagebuch: Ein Klassiker, der nie aus der Mode kommtHeutzutage auch im Internet präsentWeb-blogger verzichten auf AnonymitätTraurig, aber wahr: SMS-Nachrichten mit lückenhafter Syntax und dürftigem Inhalt sind heutzutage der Renner. Andererseits bleibt das Nachdenken über das eigene Leben in schriftlicher Form bei Jugendlichen nach wie vor beliebt. Das Tagebuchschreiben ist eine zeitlose jugendspezifische Tätigkeit. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts erklärte die Wiener Psychologin Charlotte Bühler dessen Sinn mit der psychischen Befindlichkeit des Heranwachsenden: Dieser löst sich von Bindungen der Kindheit und macht sich auf die Suche nach einem Du; Einsamkeit und Weltschmerz gehören zu den Grundgefühlen. Anne Frank, die Verfasserin des wohl berühmtesten Tagebuchs der Welt, erklärt am 12. Juni 1942 gegenüber ihrer imaginären Dialogpartnerin Kitty, was ihre Motivation beim Schreiben ist: «Ich hoffe, daß ich dir alles anvertrauen kann, wie ich es bisher noch niemals konnte, und ich hoffe, daß du mir eine große Stütze sein wirst.» Die Dreizehnjährige «will vor allem mein Herz gründlich erleichtern», denn «Papier ist geduldiger als Menschen».
Wer Tagebuch schreibt, objektiviert die Dinge. Man gewinnt Distanz zum Erlebten und gelangt im besten Fall zur Selbsterkenntnis.
Die Selbstäußerung in einem Tagebuch ist in erster Linie eine weibliche Tätigkeit; bereits kleine Mädchen neigen zur Introspektion, während Jungen eher objektive Informationen über den Tagesablauf liefern. Aber auch die Protokollfunktion hat ihre Berechtigung; man denke nur an das Logbuch der Seefahrer, in dem Reisewege, Entdeckungen und Vorfälle an Bord festgehalten wurden. Die Zeiterscheinung, das Private öffentlich zu machen, spiegelt sich in einer neuen Form des Tagebuchschreibens wider: dem Weblog oder Blog (das «Logbuch» taucht hier, wenn auch in verkürzter Form, auf) - dem Tagebuch im Internet. Immer mehr Menschen - «Blogger» genannt - teilen ihre persönlichen Gedanken auf speziellen Webseiten mit und befriedigen so das Bedürfnis, der Welt die eigene Sicht der Dinge nahe zu bringen. Auch als journalistische Form wird das Weblog immer beliebter; dabei kommentiert der Autor das Zeitgeschehen. Ein englischer Journalist benutzte sein Weblog, um den Verlauf seiner unheilbaren Krebserkrankung zu dokumentieren. Auf diesem Wege konnte er auch anderen Betroffenen Mut machen. Das bestätigen die vielen Reaktionen, die er erhielt. Eine Besonderheit des Internet-Tagebuchs: Man will kommunizieren, Kommentare sind willkommen. Die Blogger sind oft untereinander «verlinkt» und tauschen sich aus. Zudem schreibt man meist unter richtigem Namen. ComputerspieleWie gefährlich sind Computerspiele?Faszinierende GewaltEltern sind häufig beunruhigt
Besonders die sogenannten Ego-Shooter sind vielen Eltern und Erziehern ein Dorn im Auge. Nichts für sensible Gemüter. Aber wo bitteschön ist die Grenze? Die wird in der Regel von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" gezogen, der Kontrollinstanz für solche Killer-Games. Ist ein Spiel zu hart, kommt es auf den Index und darf nun nicht mehr frei angeboten und beworben werden, der Verkauf ist nur an über 18-Jährige erlaubt. Bislang stehen rund 300 Titel auf dem Index. Die Gründe: Es ist Blut zu sehen, oder Gewalt gegen Menschen ist die einzige erkennbare Spielhandlung. Um dem Bannspruch der Behörde zu entgehen, greift die Branche zu Tricks und entschärft die Ballerspiele: Aus Menschen werden Außerirdische oder Roboter und aus rotem wird grünes Blut. Um die Faszinationskraft dieser Computerspiele zu verstehen, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre Wirkungsweise. Zunächst einmal unterscheidet sich jedes Spiel - ob Rollenspiel, Gesellschaftsspiel oder das moderne Computerspiel - vom Alltag. Das Spiel schafft eine Gegenwelt zu den alltäglichen Handlungen, eine "Als ob"-Welt, in der mit Rollen und Identitäten gespielt werden kann. Wer sich in der Schule oder im Elternhaus als "Versager" fühlt, kann sich mit Computerspielen in eine andere Welt flüchten und sich dort Erfolgserlebnisse holen: Die oft strategisch komplexen Ego-Shooter bieten eine extrem intensive Spielsituation und fordern hohe Konzentration. Besteht der Spieler die Aufgabe, entsteht nicht selten ein intensives Entspannungs- und Glücksgefühl. Dabei ist das Spiel ein Experimentierfeld - die durch das Spiel gestellte Aufgabe muss nicht nur nach bestimmten Regeln gelöst werden, sondern oft muss der Spieler auch mit der Situation experimentieren, weil die Spielumgebung auf seine Aktionen reagiert. Dies gilt besonders, wenn man gegen andere spielt, z.B. über das Internet oder auf sogenannten "LAN-Parties", wo sich oft mehrere Hundert Spieler treffen, die sich in kleinen Gruppen, "Clans", zusammenschließen und über vernetzte Computer stunden- oder tagelang gegen andere "Clans" spielen. Das Computerspiel wird nicht passiv konsumiert wie ein Film, es wird erlebt. Bei einem Ego-Shooter ist der Spieler selbst die Figur.
Beispielsweise spinnen Kinder häufig Handlungen oder Rollen aus Computerspielen in der Phantasie weiter oder spielen sie im "realen" Spiel mit Freunden nach. Dennoch sind für die allermeisten Kinder die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt klar: Gewalt in Computerspielen ist für die Spieler nur ein spannender Wettkampf, kein Abbild "realer" Gewalt. Die Spieler wissen, dass die Handlungen aus einem PC-Spiel - z.B. auf Menschen schießen -, allein zum Spiel gehören und im wirklichen Leben nichts zu suchen haben.
Problematisch wird es, wenn ein Jugendlicher nicht weiß, welches Verhalten in der wirklichen Welt angemessen ist. Etwa wenn er sozial isoliert ist und daher nicht im ständigen Austausch mit anderen Menschen soziales Verhalten übt. dann kann ihm Gewalt tatsächlich als Lösung aller Probleme erscheinen.
Der Computer kann ein tolles Hilfsmittel und eine spannende Spielwiese sein. Aber ohne Erziehung, also ohne einen durch die Eltern angeleiteten Umgang mit ihm, können Kinder ihn nicht sinnvoll für sich nutzen. Denn sie müssen begreifen, wo die Grenze zwischen virtueller und realer Welt liegt und was diese Welten unterscheidet.
Grobes Verbieten ist wohl kaum die richtige Lösung und dürfte den Reiz noch weiter steigern. Statt dessen sollten wir beurteilen können, was auf dem PC unserer Kinder läuft.
Scheuen Sie sich nicht, das Thema anzusprechen - Kinder sprechen gerne über ihre Medienerlebnisse. Am KioskComputer-Einführung für KinderNeue Zeitschrift für Eltern und NachwuchsPC-Tipps - manchmal etwas teuer...So gut wie alle Elternzeitschriften geben regelmäßig oder zumindest sporadisch IT-Beratungshefte heraus. Neu auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt ist dagegen, dass sich eine etablierte PC-Zeitschrift einen Elternberatungs-Ableger leistet, wie es die PC Welt nun tut. Der Leser braucht keine besonderen Vorkenntnisse. Alles wird erklärt, Schritt für Schritt. Als auflockernde Elemente streut der Verlag Spiel- und Lernsoftware-Renzensionen und Meldungen aus der Technikwelt, die wohl deshalb passend sein sollen, weil Kinder nach solchen Techniken quengeln (Handy, Laptop etc.). Und was bietet der Kiosk-Neuling noch? Eine klare Struktur, die die Hauptthemen anspricht. Das sind nach Meinung der Macher die Themenfelder "Rund um den PC", "Schule und Co." und "Spiele und Spaß". Die "PC Welt family" arbeitet sich locker, durchaus informationsreich und immer verständlich auf rund 130 Seiten da durch.
Das meiste davon, aber nicht alles wird dem Thema und der Zielgruppe gerecht. Beispiel PC-Beratung: Von Budget- bis High-End-PCs werden da Modelle extrem kurz vorgestellt, die durchaus repräsentativ für ihre Preissegmente sein mögen. Es wäre also nützlicher und konsequenter gewesen, einen Artikel vorzulegen, wie man einen der Budget-PCs für 200 bis 350 Euro so bearbeitet, dass er für den Nachwuchs nützlich und auch ein paar Jahre zu gebrauchen ist. Doch das einzige "Billigangebot", das die "PC Welt family" in ihrer ersten Ausgabe wirklich vertieft, ist der Mac Mini. Hier zeigt sich die Perspektive von IT-Redakteuren, denen coole Technik schlicht besser gefällt als biedere (Redakteure von Elternzeitschriften sehen das anders).
Weg von den großen Produkten jedoch zeigt sich die "PC Welt family" durchaus Schnäppchen-orientiert. "Richtig und preiswert" soll der Leser eben einkaufen, und um ihm dabei zu helfen, soll die Zeitschrift ab sofort und möglicherweise bis zu viermal im Jahr - Erfolg vorausgesetzt. Inhaltlich ist mit periodischen Wiederholungen zu rechnen: Ein Heft wie "PC Welt family" liest man, wenn sich der Nachwuchs gerade aufmacht in die Welt der Computer. Je besser die Zeitschrift ihre Aufgabe erledigt, desto schneller verliert sie ihre dann weisere Kundschaft. Wenn alles gut geht, empfehlen die dann das Produkt an die nächste Lesergeneration.
Das Heft ist für immerhin 7,60 Euro im Zeitschriftenhandel erhätlich, und um den Lesern diese Ausgabe schmackhaft zu machen, liegt eine CD bei. Auf der findet sich neben einigen nützlichen Free-, Open-Source- und Shareware-Programmen auch die Vollversion eines Lernspiels. UnterhaltsrechtUnterhaltsrecht: Änderungen in SichtBonus für AlleinerziehendeKinder im VordergrundJustizministerin Brigitte Zypries plant eine Reform des Unterhaltsrechts. Vor allem Kinder sollen davon profitieren. Härtere Zeiten könnten dagegen auf die Ex-Frauen wohlhabender Mediziner oder Manager zukommen. Wenn Familien zerbrechen, sollen die Unterhaltsansprüche von Kindern bald Vorrang haben. Verbesserungen warten auch auf Alleinerziehende. Geschiedene Frauen, die nur kurze Zeit verheiratet waren, können dagegen nicht mehr damit rechnen, den in der Ehe erreichten Lebensstandard unbegrenzt zu erhalten. Das sind Kernpunkte einer geplanten Reform des Unterhaltsrechts, die Justizministerin Brigitte Zypries Anfang Mai vorstellte. Die Neuregelung soll schon nächstes Jahr in Kraft treten. Bislang haben die Unterhaltsansprüche von Kindern den gleichen Rang wie die geschiedener und aktueller Ehepartner. Wenn das Einkommen des Unterhaltspflichtigen nicht für alle ausreicht, was immer häufiger passiert, sollen künftig zuerst die Kinder das ihnen zustehende Geld bekommen. Erst danach wären die Erwachsenen an der Reihe: vorrangig wiederum diejenigen, die ein Kind betreuen, beziehungsweise Ehegatten, die lange verheiratet waren. Erst ganz zuletzt kämen geschiedene Ehepartner zum Zuge, die nur kurz verheiratet waren und keine Kinder betreuen. Darüber hinaus soll es unverheirateten Müttern oder Vätern künftig häufiger möglich sein, länger als drei Jahre Unterhalt zur Betreuung des Kindes zu beziehen.
Schon die geplante Besserstellung unverheirateter Mütter könnte Bedenken Konservativer hervorrufen. Kritik ist aber vor allem von geschiedenen Frauen zu erwarten. So sollen die Gerichte mehr Möglichkeiten bekommen, den Unterhalt zu befristen oder der Höhe nach zu begrenzen.
Die zahlenden Väter wird es freuen, dass künftig der "Grundsatz der Eigenverantwortung" ausdrücklich ins Gesetz geschrieben werden soll. Konkret bedeutet dies, dass den Frauen eher als bisher die Wiederaufnahme von Arbeit zugemutet werden kann. Härtere Zeiten könnten für die Ex-Frauen gut verdienender Mediziner oder Manager anbrechen. Auch für sie soll die Rückkehr in den erlernten Beruf eher zumutbar werden, selbst dann, wenn damit ein bescheidener Lebensstandard als in der Ehe verbunden ist. Mit den Änderungen möchte Zypries dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen und den überall aus dem Boden sprießenden "Zweitfamilien" mit Kindern eine Chance geben. Wie die Scheidungszahlen nehmen auch die Mangelfälle zu, bei denen das Einkommen der Unterhaltspflichtigen nicht für alle Berechtigten ausreicht. Seite << 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 >>
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