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Jugendliche Virenschreiber

IT-Kriminalität bei Jugendlichen

Kinder als Hacker: Was kann man tun?

Die rebellische Aura schwindet

Die Bemühungen um eine Verbesserung der Computersicherheit sollten nach Ansicht amerikanischer Wissenschaftler nicht nur die Technik im Blick haben, sondern verstärkt das Bildungssystem einbeziehen. Bereits den Schülern müssten die ethischen Implikationen der Verbreitung von Computerviren bewusst gemacht werden.

Man habe bereits einen neun Jahre alten Virenschreiber erwischt. „Daher muss man schon bei kleinen Kindern anfangen.“, so eine Expertin. Ein ethisch bewusster Umgang mit dem Computer und den von Viren ausgehenden Gefahren werde an den Schulen bislang noch zu wenig vermittelt, weil die Lehrer nicht damit aufgewachsen seien. „In zehn Jahren werden die Lehrer ein anderes Bewusstsein haben.“

Die positiven Folgen einer veränderten Einstellung zu Computerviren seien schon jetzt zu spüren. Noch vor ein paar Jahren seien Virenschreiber in Hochschulkreisen als eine Art Freiheitshelden betrachtet worden. Dieses Bild habe inzwischen einer überwiegend negativen Bewertung Platz gemacht. So sei die Zahl der Virenentwickler zuletzt zumindest nicht weiter gestiegen, sagte die US-Wissenschaftlerin. Allerdings seien zu den klassischen Virenschreibern mit der Motivation der technischen Herausforderung neue Gruppen hinzugekommen, die kriminelle Interessen verfolgten. So könne niemand sagen, ob es nicht auch in diesem Jahr wieder einen Supervirus geben werde, der in kurzer Zeit Millionen von Computern befalle.
Fazit: Man muss jederzeit auf der Hut sein.

 

Kinder und Hunde

Begegnungen mit fremden Hunden

Tipps für Eltern und Hundehalter

Zeigen Sie Toleranz und Wachsamkeit

Bei Spaziergängen im Park kommt es zwangsläufig zur Begegnung zwischen Kindern und Hunden – und das führt oft zu Streit und Ärger zwischen Eltern und Hundebesitzern.

Viel davon ließe sich vermeiden, wenn Hundehalter einige Regeln beachten würden, wenn Mütter etwas mehr über Hunde wüssten und wenn beide Seiten etwas gelassener miteinander umgehen würden.
Worauf Hundebesitzer achten sollten:

  • Hundekot hat auf Gehwegen und Liegewiesen nichts zu suchen! Erziehen Sie Ihren Hund so, dass er sein Geschäft im Gebüsch erledigt. Und wenn mal was daneben geht, sind Sie dafür verantwortlich, dass es weggemacht wird.

  • Schlecht erzogene Hunde gehören an die Leine! Es gibt Kurse, in denen Hundehalter lernen können, ihre Tiere zu erziehen. Wer dazu nicht in der Lage ist oder keine Lust dazu hat, muss seinen Hund im Park eben anleinen. Denn ein Hund, der nicht hört, kann auch nicht zurückgepfiffen werden, wenn er über die Liegewiese rennt oder ein Häufchen in die Sandkiste setzen will.

  • Seit dem 1. Januar 2002 müssen Halter von über 40 Zentimeter großen und über 20 Kilogramm schweren Hunden in NRW sowieso einen so genannten „Sachkundenachweis“ erbringen.

  • Ihr Hund ist brav? Woher sollen andere das wissen? Auch wenn Ihr Hund ganz brav ist, lassen Sie ihn nicht einfach auf fremde Kinder losrasen, denn die (und ihre Eltern) können nicht wissen, mit was für einem Hund sie es zu tun haben und bekommen Angst. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Parkbesucher, die die Grünanlage nutzen wollen, ohne ständig in Hundekot zu treten oder Angst vor heraneilenden Hunden zu haben.

    Worauf Eltern und Kinder achten sollten:

  • Wenn ein Hund auf Ihr Kind zurennt: Lautes Schreien, Wegrennen oder hastige Bewegungen (Kind hochreißen) verstärken den Beuteinstinkt eines Tieres. Bleiben Sie stehen und nehmen Sie ruhig zu dem Hund Kontakt auf.

  • Hunde senden Signale aus: Schwanzwedeln bedeutet, der Hund ist freundlich gesonnen, auch ein bellender Hund beißt bekanntermaßen nicht. Von einem knurrenden Hund sollte man sich und sein Kind allerdings fernhalten.

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind nie auf einen fremden Hund zu. Warten Sie, bis der Hund zu Ihnen kommt.

  • Wie der Herr, so das „Gescherr“: An diesem alten Spruch ist viel dran. Oft verrät ein Blick aufs Herrchen, mit was für einem Hund man es zu tun hat.
    Übrigens: Auf dem Spielplatz haben freilaufende Hunde nichts zu suchen. Machen Sie Hundebesitzer darauf aufmerksam!

  • Freundliche Hunde sind wunderbare Spielgefährten, auch für Ihr Kind. Nutzen Sie diese Chance und gehen Sie gelassen und vorurteilsfrei mit Hunden und ihren Besitzern um.

     
  • Wenn Haustiere sterben

    Tod eines geliebten Tieres

    Wie kann ich meinem Kind helfen?

    Trost durch einfache Antworten

    Wenn ein Haustier stirbt, begegnen viele Kinder das erste Mal in ihrem Leben dem Tod. In dieser Situation benötigen Kinder eher Trost, Unterstützung und Zuwendung als schwierige medizinische oder wissenschaftliche Erklärungen.

    Die Reaktionen der Kinder auf den Tod eines Haustieres hängen von ihrem Alter und ihrer Entwicklungsstufe ab.
    Drei- bis fünfjährige Kinder sehen den Tod als temporäre und möglicherweise umkehrbare Erscheinung. Mit 6 bis 8 Jahren fangen Kinder an, ein realistischeres Verständnis der Natur und der Konsequenzen des Todes zu entwickeln. Im Allgemeinen verstehen Kinder aber erst ab neun Jahren völlig, daß der Tod permanent und abschließend ist. Aus diesem Grund sollte sehr jungen Kindern erklärt werden, daß, wenn ein Haustier stirbt, es aufhört sich zu bewegen, zu sehen oder zu hören und nicht wieder aufwacht. Diese Erklärung sollte mehrmals wiederholt werden.

    Es gibt viele Möglichkeiten, wie Eltern ihren Kindern erklären können, daß ein Haustier gestorben ist. Es ist ratsam, mit den Kindern in einer vertrauten Atmosphäre zu sprechen : verwenden Sie eine beruhigende Stimme, halten Sie ihre Hand oder legen Sie einen Arm um sie. Es ist auch wichtig, ehrlich zu sein, wenn man Kindern erklärt, daß ein Haustier gestorben ist. Der Versuch, Kinder mit vagen oder ungenauen Erklärungen zu schützen, kann Angst, Verwirrung und Mißtrauen erzeugen.

    Nachdem ein Haustier gestorben ist, stellen Kinder häufig Fragen wie:
    · Warum starb mein Haustier?
    · Ist es meine Schuld?
    · Wohin geht der Körper meines Haustieres?
    · Sehe ich überhaupt mein Haustier wieder?
    · Wenn ich es stark wünsche, kann ich eines Morgens wirklich mein Haustier zurückkommen lassen?
    · Dauert der Tod für immer?

    Es ist wichtig, solche Fragen einfach, aber ehrlich zu beantworten. Kinder können Traurigkeit, Zorn, Furcht, Ablehnung und Schuld erfahren, wenn ihr Haustier stirbt. Sie können auch auf Freunde mit Haustieren eifersüchtig sein. Wenn ein Haustier krank ist oder im Sterben liegt, sollten Sie die Zeit mit Ihrem Kind verbringen, um über seine Gefühle zu sprechen. Wenn möglich, ist es ratsam, dem Kind die Gelegenheit zu geben "Lebe wohl" zu sagen, bevor das Haustier stirbt. Eltern können als Vorbild dienen, indem sie ihre Gefühle mit ihren Kindern teilen. Machen Sie Ihrem Kind klar, daß es normal ist, Haustiere zu vermissen, und ermuntern Sie Ihr Kind, mit Fragen zu Ihnen zu kommen.

    Es gibt unterschiedliche Wege für Kinder, ihre Haustiere zu beklagen. Ihnen muß Zeit gegeben werden, sich an ihre Haustiere zu erinnern.

    Die Trauer um den Hausgenossen sollte der Art der Kinder entsprechen: das Haustier kann begraben werden, oder ein Denkmal kann errichtet werden. Andere Kinder wiederum schreiben Gedichte und Geschichten oder fertigen Zeichnungen vom Haustier an.

    Es ist ratsam, das verstorbene Haustier nicht sofort zu ersetzen. Der Tod eines Haustieres kann für ein Kind Ursache sein, sich an andere schmerzliche Verluste oder traurige Ereignisse zu erinnern. Ein Kind, das durch sein Leid überwältigt zu werden scheint und nicht fähig ist, in seinen normalen Tagesablauf zurückzufinden, sollte durch einen Kinder- bzw. Jugendpsychologen beraten werden.

     

    Geschwisterrivalität

    Wenn Geschwister streiten

    Schluss mit dem Gerangel

    Eltern tragen die Verantwortung

    Geschwisterrivalität ist nichts Außergewöhnliches. Mehr noch: Geschwisterliebe ist nicht angeboren, sie muss von den Eltern gefördert werden. Zum Beispiel, indem diese Besucher des Neugeborenen auffordern, dessen Geschwister - insbesondere das Erstgeborene – nicht zu vernachlässigen.
    Probleme entstehen dann, wenn Kinder das Gefühl haben, Bedingungen erfüllen zu müssen, um geliebt zu werden.

    Wenn möglich, sollten Eltern jeden Tag etwas Zeit mit jedem Kind allein verbringen. Egal ob jünger oder älter, keines sollte wie ein Lieblingskind behandelt werden.
    Kinder sollte man niemals offen miteinander vergleichen. Damit würde das Gefühl der Rivalität nur noch verstärkt! In Gesprächen immer wieder betonen, wie wichtig die unterschiedlichen Stärken und Ideen der einzelnen Kinder für die Familie sind.

    Eine Atmosphäre von Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit können Eltern schaffen, indem sie Stärken und Schwächen des Einzelnen anerkennen, die Kinder in die Suche nach Lösungen einbeziehen und sie mit Rücksicht und Respekt behandeln.

    Hilfreich ist es, wenn Erstgeborene

  • in der Erziehung klare Grenzen gesetzt bekommen,
  • frühzeitig Kontakt zu anderen Kindern erhalten,
  • frühzeitig auf ein Geschwisterkind vorbereitet werden,
  • nicht aus ihrem Lebensraum verdrängt werden, wenn ein weiteres Kind in der Familie dazukommt (sie sollten nicht ihr Zimmer räumen müssen),
  • aktiv in die Pflege des Babys einbezogen, aber damit nicht überfordert werden (Babysitting!),
  • auch weiterhin genügend Zuwendung erhalten.

    Was tun, wenn Geschwister dauernd streiten?
    Nur eingreifen, wenn Kinder wirklich überfordert sind und ihren Streit nicht mehr selber geregelt kriegen. Ansonsten gilt: Nach unten delegieren, das heißt, Streit selber lösen lassen!
    Nicht Partei ergreifen, denn damit bestätigen Sie nur, dass die Kinder um ihren Rang kämpfen müssen; behandeln Sie alle Kinder gleich. Das älteste Kind ist nicht automatisch schuld an allen Auseinandersetzungen!
    Schicken Sie Ihre Kinder notfalls in getrennte Zimmer, bis sie wieder bereit sind, miteinander auszukommen. Auf diese Weise beruhigen sich die "Hitzköpfe" und erhalten Abstand zum Streit.
    Oft ist Streit nur eine Art Spiel, deshalb besser nicht einmischen, sondern nur aus der Ferne (anderes Zimmer!) beobachten und bei Eskalation vermitteln. Oft ist es Ziel der Kinder, Erwachsene in die Auseinandersetzung hineinzuziehen, um eine Parteinahme zu erzwingen und damit Macht zu beweisen - deshalb Ruhe und Abstand wahren.
    Wenn Reibereien außer Kontrolle geraten, versuchen Sie, die Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu lenken, bei denen es auf Kooperation, nicht auf Konkurrenz ankommt (gemeinsames Spiel, Kochen etc.). Wenn Sie dennoch mal die Nerven verlieren und ungerecht reagieren, helfen entschuldigende und klärende Worte mehr als Sturheit und Sprachlosigkeit.

     
  • Hund und Urlaub

    Urlaub mit dem Hund

    Bello niemals allein im Auto lassen!!

    In Nordeuropa gibt’s für Hundehalter kaum Probleme

    Gerade bei längeren Reisen ist die schönste Zeit des Jahres erst so richtig vollkommen, wenn alle Lieben beisammen sind und mal endlich Zeit füreinander haben. Wenn Ihr Hund also reisetauglich ist – und das heißt auch: so gut erzogen, dass er Ihnen in der Fremde nicht ständig Stress bereitet –, dann ist gegen einen gemeinsamen Urlaub nichts einzuwenden.

    Allerdings bedarf es einer guten Planung, und die fängt bei der Auswahl des geeigneten Reiseziels an. Ideale Länder für einen Urlaub mit dem Hund sind Dänemark und die Niederlande. In Dänemark werden meist Ferienhäuser gebucht. In Frankreich ist es völlig normal, wenn Sie im Urlaubsort ein Auto sehen, aus dem drei Hunde aussteigen. Trotzdem gibt es gerade am Atlantik viele schicke Strände à la Biarritz, wo es nicht erlaubt ist, Hunde mitzubringen. Dann geht man halt ein paar Meter weiter.

    In manchen Ländern gilt es jedoch aufzupassen, vor allem in südlichen Ländern wie Spanien, Griechenland oder Italien. In diesen Ländern sind Hundefänger keine Seltenheit, und Problemtiere werden oft mit ausgelegtem Gift bekämpft.
    Ganz wichtig ist es, sich vorher über die Gesetze in den Ländern zu informieren: So brauchen Sie für die Schweiz ein Tollwutimpfzeugnis, wobei die Impfung mindestens 30 Tage und höchstens ein Jahr zurück liegen darf. Spanien verlangt genauso eine Bescheinigung und dazu ein Gesundheitszeugnis, und Schweden hält eine - teure - Einfuhrerlaubnis parat, die Sie beim Schwedischen Landwirtschaftsamt beantragen müssen.

    War es vor wenigen Jahren noch wirklich schwierig, Unterkünfte für Menschen mit Hund zu finden, so hat die Tourismusbranche inzwischen auch da eine Marktlücke entdeckt: Es gibt zum Beispiel in Österreich eine Reihe von „Hundtels“, wo der vierbeinige Gast genauso gern gesehen ist wie der zweibeinige. Diese Einrichtungen gibt es vor allen Dingen auch immer mehr in Wintersportorten. Andererseits kann man die Dienste eines Dog-Sitters in Anspruch nehmen, um in Ruhe auf die Piste gehen zu können.

    Auch abseits solch perfekter Angebote sind immer mehr Ferienhausbesitzer Hundefreunde – die Nachfrage beim Quartier Ihrer Wahl sollten Sie am besten gleich zu Beginn stellen.
    Falls Sie mit Ihrem Tier fliegen wollen: Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Fluggesellschaft, denn die Preisberechnung und Mitnahmebedingungen sind bei den Airlines verschieden.

    Zuletzt noch ein paar „do-nots“:
    Bloß nicht den Hund irgendwo anbinden oder gar bei Hitze im Auto lassen, z.B. wenn beim Restaurantbesuch Probleme auftauchen. Gehen Sie einfach ein paar Restaurants weiter, bestimmt finden Sie bald eins, wo das Mitbringen von Hunden kein Problem ist. Eine kleine Auffälligkeit: Es sind nicht immer die einfachen Lokale, in denen Hunde erlaubt sind und die Vornehmen, wo sie nicht erlaubt sind. Sehr häufig ist es gerade umgekehrt, das beruht auf der Service-Auffassung.

     

    GV nach der Geburt

    Sex nach der Geburt

    Manche Frauen leiden unter Komplexen

    Mutter UND Frau sein, heißt das Ziel

    Geschlechtsverkehr nach der Geburt setzt eine Umgewöhnung voraus.
    Das Wochenbett bedeutet eine Zwangspause von sechs bis acht Wochen. Die Frau muss sich von den Strapazen der Geburt erholen und die körperlichen Rückbildungen müssen erst abgeschlossen sein, bevor das Liebesleben wieder beginnen kann.

    Sexuelles Desinteresse nach der Geburt ist vor allem bei Müttern ein häufiges Symptom. Es kann viele Monate andauern, ist aber vorübergehender Natur. Bei manchen Paaren dauert die sexlose Zeit jedoch viel länger an, teilweise bis zu einem Jahr. Das kann für die Beziehung eine große Belastung bedeuten, denn es verunsichert beide Partner.

    Ein Drittel aller Frauen fühlt sich nach der Geburt wenig attraktiv, findet sich dick und aufgetrieben. Viele Männer sind wiederum überzeugt, nichts sei unerotischer als eine Frau, die ständig an ihrem Äußeren herummäkelt.
    Am besten erleichtern die Männer ihren Frauen die Rückkehr zu sich selbst und ihrem sexuellen Selbstbewusstsein, wenn sie ihnen helfen, ihren Körper wieder zu mögen. Zärtliche Berührungen und körperliche Nähe, Schmusen und Streicheln trösten über das strapazierte Selbstwertgefühl hinweg.

    Sexuelles Desinteresse bedeutet nicht das Erlöschen der Liebe, wird aber oftmals als Zurückweisung durch den Partner empfunden. Druck, Schuldgefühle und Sorgen verschlimmern die Situation. Während Männer in der Regel sexuellen Kontakt brauchen, um sich geliebt zu fühlen, müssen sich die meisten Frauen geliebt fühlen, um Sex zu haben. Es kommt deshalb in dieser Phase mitunter zum Fremdgehen des Mannes.

    Oftmals verringert sich zwar die Häufigkeit des Sex, dafür kann die Qualität durchaus zunehmen. In der ersten Zeit sind es vor allem die Schmerzen und die Angst vor Schmerzen, die junge Mütter vor der ersten Liebesnacht "danach" abschrecken: Beim Sex ist es deshalb wie in der letzten Zeit vor der Geburt sinnvoll, wenn die Frau die Führung übernimmt und ihrem Partner zeigt, was sie als schmerzhaft und was als wohltuend empfindet.

    In einem Punkt hat es die Natur ganz richtig eingerichtet, dass das Verlangen etwas eingeschränkt ist. Das Kind steht an Nummer Eins und eine erneute Schwangerschaft soll vermieden werden. Entgegen zahlreicher Gerüchte schützt das Stillen nämlich keineswegs vor einer erneuten Schwangerschaft. Gleich bei der erotischen Wiederannäherung nach der Geburt sollte sich das Paar um Verhütung kümmern.

    Auch Eltern bleiben ein Paar. Es ist wichtig, die Partnerschaft zu pflegen, Raum und Zeit dafür zu schaffen.
    Momente der Zweisamkeit müssen notfalls institutionalisiert werden - mit Terminkalender. Babysitter wirken da Wunder. Sie sind deshalb keine schlechteren Eltern - im Gegenteil, ein zufriedenes Elternpaar ist auch für das Kind gut. Frauen, die ihren Mutterinstinkt verabsolutieren, dürfen sich nicht wundern, wenn der Mann mit Eifersucht reagiert. Achten sie darauf, dass Sie auch als Mutter noch Frau bleiben!

     

    Kinder und Tiere

    Kinder und Kleintiere

    Vorsich mit dem Viehzeugs

    Die „Winzlinge“ sind keineswegs anspruchslos

    Viele Kleintiere landen wegen einer zuvor nicht bemerkten Allergie im Tierheim. Das müsste eigentlich nicht sein:
    Wenn man eine bestimmte Tierart halten möchte, wäre es gut, bei Freunden und Bekannten oder auch im Tierheim schon einmal Kontakt mit diesen Tieren zu knüpfen, sie auf den Arm zu nehmen und intensiv zu berühren. In Familien sollten alle Mitglieder diesen „Allergietest“ vorher machen, denn die Haare und Hautschuppen verteilen sich über die ganze Wohnung. So kann man sich und dem Tier später eventuell Kummer ersparen.

    Häufig wird ein Tier auch wegen Umzugs oder Problemen mit dem Vermieter abgegeben.
    Ein weiteres Argument lautet: „Ich habe keine Zeit für das Tier.“ Viele Eltern entziehen sich der Verantwortung. Das Kind wünscht sich ein Tier, es bettelt und versichert, die Pflege ganz allein auf sich zu nehmen. Wer dem nachgibt, hat sich mit der Realität nicht auseinandergesetzt.

    Es zeigt sich immer wieder, dass Kinder mit der anhaltenden Betreuung eines Tieres überfordert sind. Am Anfang ist der neue Mitbewohner interessant und wird intensiv betreut, doch wenn der Reiz des Neuen vorbei ist, wird es bald langweilig und der anfängliche Spaß wird zur ungeliebten Arbeit. Wenn der Käfig dann stinkt, wird er mitsamt Bewohner ausquartiert. Ein leider sehr häufiges Ereignis.

    Schafft eine Familie sich nicht nur ein Einzeltier, sondern gleich ein Pärchen an, kommt es noch schlimmer (obwohl diese Art der Haltung – außer bei Hamstern- die einzige artgerechte ist!). Die kleinen Tierbabies sind zwar niedlich und so lange Abnehmer vorhanden sind, macht die Zucht Spaß. Doch irgendwann sind alle Klassenkameraden und Spielgefährten versorgt, und wohin dann mit den Tieren?

    Dabei reicht eine Kastration des Männchens, um solcherlei Problemen vorzubeugen. Das kostet natürlich etwas – ein weiterer Punkt, der von vielen vernachlässigt wird: Beim Tierarztbesuch zahlt die Krankenkasse nichts...

    Heimtiere leben in totaler Abhängigkeit von Menschen und benötigen tägliche Pflege und Zuwendung. Das ist eine große Verantwortung, die über Jahre hinweg getragen werden muss.
    Doch wer macht sich darüber Gedanken? Die Kinder, die in der Tierhandlung das niedliche Wesen entdecken und unbedingt haben wollen? Die Eltern, die lesen, dass Kinder Tiere brauchen, umVerantwortung zu erlernen? Der ahnungslose Jugendliche, der ein tragendes Weibchen geschenkt bekommt und nachher der Familienplanung nicht mehr mächtig ist?

    Nager und Kaninchen haben einen ausgeprägten Fortpflanzungstrieb. Wenn der Nachwuchs zu zahlreich wird und eine Zeitungsannonce nichts bringt (zumal dabei die Gefahr besteht, an Schlangenzüchter zu geraten), erscheint es vielen als die einfachste Lösung, die Kleinen im Tierheim abzugeben. Traurig, aber wahr.
    Damit das Tier nicht zum Wegwerfartikel wird, sollte man sich vor der Übernahme Gedanken über seinen Ursprung, sein Verhalten und seine Bedürfnisse machen. Nur so lernen Kinder wirklich, was Verantwortung ist.

     

    Langeweile

    Langeweile verboten?

    Für manche Eltern ist Nichtstun tabu

    “Dolce far niente“ für Kinder

    Langeweile, mit sich und der Zeit nichts anfangen zu können, ist out– dieses Gefühl von Leerlauf, Stillstand und Missmut: verlorene Zeit.
    Eltern reagieren zumeist irritiert, versorgen ihre Kinder mit Spielideen und Programmangeboten, um sie aufzumuntern. Oftmals springen sie selbst als Spielgefährte ein. Oder aber sie fühlen sich vom quengelnden Kind, dem doch eigentlich alles geboten wird, schlichtweg genervt.

    Wer erinnert sich nicht an das obligate Sonntagnachmittagsprogramm, an die endlosen Spaziergänge mit der Verwandtschaft? Die Welt schien still zu stehen – Langeweile pur. Das wollen Eltern ihren Kindern heute ersparen. Sie versuchen das Leben so zu organisieren, dass keine Langeweile aufkommt und bieten stattdessen einen vollen Terminkalender.

    So werden vom Säuglingsalter an aufwändige Freizeitprogramme aufgestellt, um ja keine sportliche oder musische Entwicklungschance zu verpassen: Die Eltern organisieren Klavierunterricht, Ballettstunde und Sprachkurse. Die Zeit der Kindheit soll optimal genutzt werden, um die Fähigkeiten der Kleinen zu fördern.
    Unverplante, ungefüllte Zeit ist nicht mehr vorgesehen. Kinder sollen sich auf keinen Fall langweilen.

    Doch aufgepasst: Das muss nicht sein. Kinder brauchen laut Experten auch reizarme Zeiten – Leerlaufphasen, in denen sie zur Ruhe kommen, zu sich selbst und ihren eigenen Interessen finden können. Ein permanent aktives Kind fühlt Stress, sein Alltag erinnert an den eines hektischen Managers.

    Langeweile bedeutet vom Wortsinn her zunächst einmal nichts anderes, als dass die Zeitwahrnehmung verändert ist. Eine Weile wird lang, schleppt sich dahin. Und das kann bei Kindern unterschiedliche Ursachen haben. Zwei Beispiele:

    Wartesituationen oder wenn der Bewegungsdrang eingeschränkt ist – wie bei längeren Autofahrten oder in der Schule.
    Langeweile kann ebenso durch Übersättigung in Form von Außenreizen verursacht werden. Kinder sind umgeben von Unterhaltungselektronik, ob Computerspiel oder Discman.
    Oftmals fühlen sich Kinder aber auch nach einem intensiven Spiel gelangweilt. Sie haben diese Phase beendet und können sich noch nicht zu einem neuen Spiel entschließen. Langeweile ist eine Unterbrechung im verplanten Tagesablauf. Sie ist ein Zwischenstadium, ein Durchgang zu etwas Neuem. Im Idealfall liefert sie die Ausgangsposition für Phantasie und kreatives Tun.

     

    Religion

    Brauchen und vertragen Kinder eine religiöse Erziehung?

    Skeptische Gesellschaft, christliche Erziehung?

    Gläubige Eltern im Zwiespalt

    Laut einer Umfrage bezeichnen sich nur noch 32 Prozent der Deutschen als religiös, obwohl immerhin 65 Prozent einer der Volkskirchen angehören. Nicht wenige von ihnen sind Eltern.
    Wie sollen diese antworten, wenn ihr Kind etwa nach der Bedeutung des Todes fragt?

    Man kann auf solche Fragen religionskritisch eingehen oder auch religiöse Antworten geben. Den Fragen ganz auszuweichen ist schwierig und problematisch, weil es sich um Grundfragen des menschlichen Daseins handelt, mit denen man das Kind nicht alleine lassen sollte.
    Vielleicht ist es für Eltern hilfreich, nicht von "der Religion" als Ganzem auszugehen, sondern zu bedenken, was sie selbst als überzeugend empfinden.

    Positiv können leicht verständliche Konzepte wirken, wie zum Beispiel, dass jeder Mensch angenommen und geliebt wird. Dass eine grundsätzliche Wertschätzung besteht, auch wenn man etwas falsch gemacht hat. Vergebung und Versöhnung, Zuversicht und Hoffnung in schwierigen Lebenssituationen. Vieles davon kann man auch ohne direkten Bezug auf die Religion vermitteln. Aber manche Erwachsene und auch Kinder finden in religiösen Überzeugungen eine umfassendere Orientierung und einen Sinn.

    Auch die emotionale Seite der Religion und die Rituale finden Kinder oft sehr wichtig, da spielen Trost, Geborgenheit und Gemeinschaft eine Rolle. Zum Beispiel das Beten als ein Gespräch mit einem Gegenüber, da kann das Kind etwas "loswerden", es kann seine Hoffnung aussprechen. Aber eine solche positive Einbettung ist keine Selbstverständlichkeit.

    Als lebenspraktischer Nutzen ist der Glauben nicht planbar. Religion ist kein seelischer Motivationstrainer für eine erfolgreichere Lebensbewältigung.
    Ebensowenig ist Religion ein Ersatz für all die Dinge, die ein Kind braucht, um sich körperlich und seelisch entwickeln zu können und für die Anforderungen des Lebens stark zu werden.
    Schäden können entstehen, wenn:

  • religiöse Erziehung mit Zwang verbunden ist
  • hauptsächlich ein strafender Gott vermittelt wird
  • das kritische Urteilsvermögen nicht mehr gefragt ist
  • Religion als lustfeindlich vermittelt wird.

     
  • Privatsphäre des Kindes

    Dürfen Eltern ihrem Kind nachspionieren?

    Ob Brief oder sms: Es gibt klare Grenzen

    Kinder dürfen Geheimnisse haben

    Hat meine Tochter einen Freund? Viele Eltern von Teenagern sind mit dieser Frage überfordert. Da kommt leicht die Versuchung auf, dem eigenen Kind hinterher zu spionieren.

    Rechtmäßig ist das jedoch nicht. Denn Juristen und Psychologen sind sich einig: Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre. 1989 wurden die Kinderrechte in der internationalen Kinderrechtskonvention festgeschrieben. In Artikel 16 der Konvention ist zu lesen:

    "Kein Kind darf willkürlichen oder rechtswidrigen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung, (...) seinen Schriftverkehr (...) ausgesetzt werden."

    Das Kind hat sogar Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe. Für die Eltern heißt das: weder an das Kind adressierte Briefe oder E-mails dürfen geöffnet werden, noch die Post, die das Kind selbst geschrieben hat. Das Briefgeheimnis gilt also auch innerhalb der Familie.

    Gespräche im Kinderzimmer oder am Telefon dürfen nicht belauscht werden, die Eltern dürfen das Kind auch nicht im Zimmer stören, wenn es dort alleine sein will, auch darf das Kinderzimmer nicht durchsucht werden. Die Kinderrechtskonvention schreibt außerdem ein Recht der Kinder fest, bei Entscheidungen, die ihr direktes Lebensumfeld betreffen, mitreden zu dürfen.

    In einigen Ausnahmesituationen gelten diese Regeln nicht: Wenn die Eltern zum Beispiel befürchten, dass ihre Tochter ihr Make-Up im Laden geklaut hat, dann treten Artikel 5 und 18 der Kinderrechtskonvention in Kraft: die Erziehungspflicht der Eltern geht vor. In diesem Fall darf durchaus einmal genauer im Schrank des Kindes nachgeguckt werden.

     
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