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Kurse für Eltern

Damit Eltern nicht die Hand ausrutscht

Kinder ohne Gewalt erziehen

Kurse können helfen

Kinder durch Schläge zu bestrafen, ist schon lange nicht nur wenig zeitgemäß, sondern auch gesetzlich verboten. Seit 2000 schützt Paragraph 1631 das Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung. Doch vielen Eltern mangelt es an Alternativen zur Ohrfeige. In zahlreichen Familien bestimmen lautstarke Streits und oft auch Gewalt den Alltag.

Den Weg in eine gewaltfreie Erziehung zu finden, dazu wurden öffentliche und freie Träger in einer Ergänzung zum Jugendhilfegesetz verpflichtet. Der Deutsche Kinderschutzbund ist diesbezüglich ganz vorn mit dabei: Auf große Resonanz stößt der Kurs «Starke Eltern - Starke Kinder», der unter diesem Namen seit fünf Jahren besteht.

Angefangen hat alles noch viel früher, nämlich vor genau 20 Jahren, als Paula Honkanen-Schoberth in Aachen ihren ersten Elternkurs gab. Die hohe Nachfrage führte schließlich dazu, dass sie in den 90er Jahren gemeinsam mit Lotte Jennes-Rosenthal ein Kursbuch erstellte. Zwei Jahre später weitete der Kinderschutzbund das Elternkursangebot auf das gesamte Bundesgebiet aus.
Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für gut befunden, wurde es fortan von dort finanziell unterstützt. 65 Trainer wurden in ganz Deutschland geschult, die mittlerweile rund 2500 Kursleiter ausgebildet haben.
Das Angebot weitet sich von Jahr zu Jahr aus.

Denn nicht nur Problemfamilien nehmen das Angebot wahr: «Hier kommen alle hin - von der Schwangeren über junge Eltern bis hin zu Großeltern», sagt eine Kursleiterin. «Unser Ziel ist es, das Selbstwertgefühl der Kinder und der Eltern zu stärken.» Respektvoller Umgang miteinander soll zur Gewohnheit werden.
Ein Kurs besteht aus zehn Treffen à zwei Stunden und kostet 50 bis 60 Euro.

 

Veganer

Veganer: Niedrigere Knochenmasse

... aber kein Knochenschwund

Niedriger BMI ist von Vorteil

Rohkost-Veganer haben laut neuesten Erkenntnissen eine extrem niedrige Knochenmasse. Doch während dieses Symptom eigentlich ein Anzeichen für Osteoporose und ein erhöhtes Knochenbruchrisiko ist, konnten die Forscher der Washington University School of Medicine feststellen, dass die Knochen der Veganer trotzdem eine gute Qualität aufwiesen.

Das Forscherteam untersuchte 18 Personen im Alter zwischen 33 und 85 Jahren, die sich seit durchschnittlich 3,6 Jahren strikt veganisch, also gänzlich ohne tierische Produkte - wie beispielsweise Milch, Käse oder Fleisch - ernährten, dafür aber eine breite Palette veganer Produkte - wie Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Getreide und Olivenöl - zu sich nahmen. Die Forscher verglichen die Ergebnisse mit einer entsprechenden Kontrollgruppe des selben Alters und Geschlechts, die über die gleichen sozioökonomischen Faktoren verfügte und sich ohne Einschränkungen ernährte.

Erstaunlich waren die darauf folgenden Ergebnisse der Studie. Denn obwohl die Veganer eine niedrigere Knochenmasse bei den wichtigen Skelettregionen des Körpers hatten - wie der Hüfte oder der Lendenwirbelsäule - waren Gelenke und Knochen dennoch stark. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Veganer durch ihre Ernährung über andere biologische Vorraussetzungen verfügten, wodurch die mit Knochenschwund und Knochenbrüchen einhergehenden typischen Symptome fehlten, so die Forscher.

Zudem hatten die Veganer stärkere Abwehrkräfte, einen niedrigeren BMI (Body Mass Index) und einen geringeren Körperfettanteil, ein niedrigeres Brustkrebs- und Prostatakrebsrisiko und trotz des Verzichts auf Milch- und Fleischprodukte eine erhöhte Vitamin-D-Konzentration im Körper.

Eine vegane Ernährung hat Vor- und Nachteile. Die Ergebnisse der Studie bezeugen, dass diese Ernährungsweise durchaus positive Effekte auf den Körper hat. Insbesondere der niedrigere BMI hat eine präventive Wirkung bei der Reduzierung von kardiovaskulären Erkrankungen und Krebs. Dennoch handelt es sich um eine extreme Form der Ernährung, weshalb das Risiko von Mangelerscheinungen nicht zu unterschätzen ist.

 

Ehezwist

Haben Verheiratete eine geringere Lebenserwartung?

Psychosomatische Faktoren entdeckt

Streiten ist gefährlich und schädlich

Verheiratete Frauen, die einem Streit mit ihrem Ehemann aus dem Weg gehen, haben ein vier Mal höheres Risiko an Herzerkrankungen und Schlaganfall zu sterben als unverheiratete Frauen. Auch Männer sterben doppelt so oft früher, wenn sie mit einer emotional unausgeglichenen Frau verheiratet sind. Zu diesem Ergebnis kommt ein US-amerikanisches Forscherteam der Boston University. Es ist die erste Studie, die sich mit den Auswirkungen der Ehe auf das Auftreten und die Entwicklung von Herzkrankheiten und Sterblichkeit beschäftigt.

Das Forscherteam griff bei der Untersuchung auf das Datenmaterial einer 1948 ins Leben gerufenen Langzeit-Gesellschaftsstudie des National Heart, Lung and Blood Institute zurück. Die Forscher analysierten ein Corpus von 1.493 Männern und 1.501 Frauen, die verheiratet waren oder in einem eheähnlichen Beziehungsverhältnis lebten und verfolgten den Gesundheitszustand der Teilnehmer über eine Dauer von zehn Jahren.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Ehemänner mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit früher sterben wie unverheiratete Männer. "Verheiratete Männer sind zwar oft Nichtraucher, dennoch sind sie tendenziell dicker, haben schlechtere Blutwerte und höhere Cholesterinwerte als Singlemänner", so ein Sprecher. Männer, deren Ehefrauen verärgert und gestresst aus der Arbeit zurückkehrten, hatten ein zweifach höheres Risiko an Herzerkrankungen zu sterben als unverheiratete Männer. Frauen, die in einer angespannten ehelichen Situation ihre Gefühle für sich behielten, hatten gegenüber extrovertierten und emotionalen Frauen ein vierfach höheres Risiko zu sterben.

Die Forscher glauben, dass die Ergebnisse der Studie eine vermehrte Miteinbeziehung psychosozialer Faktoren in die medizinische Behandlungspraxis zur Folge haben wird. In Zukunft sollen den Krankenberichten und Patientenblättern auch psychosoziale Screening-Fragen angefügt werden, empfehlen die Experten.

 

Mädchen und Technik

Girls´ Day soll aufmerksam machen

Immernoch zu wenig Frauen in Technikberufen

Technische Förderung an Schulen unerlässlich

Am Donnerstag, den 28. April 05 findet, der Girls´Day statt, ein Tag, der die Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren und ihre beruflichen Orientierung in den Vordergrund rücken soll. Angebote, Möglichkeiten und Perspektiven sind gefragt. Wie kann die Zukunft der Schülerinnen aussehen? Meist schweben den Girlis Berufe vor, die mit sozialem Engagement und starkem Menschenkontakt einher gehen. Doch auch die technischen Berufe sollten den Mädchen nahe gebracht werden, zumindest aus Sicht der Technikbranche. Eine Stärkung der technischen Vororientierung in Schulen wäre wohl nicht unangebracht, denn Ingenieurinnen sind nach wie vor mit einem Anteil von gerade mal 20 Prozent rar an den Universitäten.

Der drohende Fachkräftemangel 2010 in den Ingenieurwissenschaften sollte zu Änderungen anregen. Interessant machen diese Studiengänge auch ihre Inhalte, denn nicht nur rein Technisches, sondern auch Projektarbeit oder etwa Fremdsprachen sind Teil der Ausbildung. Auch das Clichée, dass Frauen und Technik nicht zusammen passen, ist längst überholt, durch ihre zusätzlichen sozialen Kompetenzen können sie die Kunden sogar besser befriedigen.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland beim prozentualen Anteil von Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen am Ende der Skala. Gerade mal 9,6 Prozent beträgt er in der industriellen Forschung. In sieben von zehn europäischen Ländern liegt der Anteil jedoch bei etwa 20 Prozent. Eine Situation, die einen Fortschritt geradezu herausfordert.

 

Fleisch: Gefahr?

Krebsgefahr durch rotes Fleisch?

Ein Hamburger pro Tag ist schon schädlich

Wurst und Speck vermeiden

US-Diät-Experten haben Beweise dafür gefunden, worüber Ernährungsspezialisten schon lange diskutieren: Der übermäßige Genuss von rotem Fleisch fördert die Entstehung von Krebs. Experten der American Cancer Society haben zehn Jahre lang rund 150 000 US-Bürger auf ihr Ernährungsverhalten untersucht.

Das Forscherteam hatte die Probanden in drei Gruppen eingeteilt und danach die Rate an Dickdarm- und Rektalkrebs verglichen. Jene Gruppe, die die größte Menge an verarbeiteten Fleisch zu sich nahm, entwickelte mehr als doppelt so häufig Kolonkarzinome als jene, die am wenigsten davon aßen. Auch jene, die am meisten rotes Fleisch zu sich nahmen, entwickelten ein um 40 Prozent höheres Risiko an Rektalkrebs zu erkranken.

Offenbar hatten jene, die die größte Menge an Fisch oder Geflügel zu sich nahmen, ein um 20 bis 30 Prozent geringeres Risiko, Krankheiten zu entwickeln. Dabei wurden auch Faktoren wie etwa Übergewicht miteinbezogen. Bereits relativ geringe Mengen von Fleisch, die Forscher gehen von einem Konsum von 55 bis 85 Gramm von verarbeitetem rotem Fleisch täglich aus, reichen aus, um in die Hochrisikogruppe zu fallen. Die Menge entspricht etwa einem mittelgroßen Hamburger. Zum "roten Fleisch" zählen die Forscher Rindfleisch, Hamburger, Schweinefleisch und Leber. Unter verarbeitetem Fleisch werden Schinken, Speck und alle Sorten von Würsten gezählt.

Unklar sind sich die Forscher aber noch darüber, welche Zutaten des Fleisches zur Krebszunahme führen. In Frage kommen hier Eisen, Toxine, die bei der Zubereitung entstehen oder eventuell Nitrite und Nitrate, die als Konservierungsmittel verwendet werden. Wenn rotes Fleisch durch Fisch, Geflügel, Nüsse oder Bohnen ersetzt wird, könnte dies vermutlich zur Verringerung des Krebsrisikos führen.

Kolonkrebs zählt in den USA zur dritthäufigsten tödlichen Krebserkrankung. Ganzheitsmediziner haben im Zusammenhang mit Ernährungsfehlern auch vor dem großen Zuckerkonsum als Krankheitsursache gewarnt. Weißer Zucker gilt unter zahlreichen Experten sogar als Suchtmittel.
Februar 2005

 

Größe = Erfolg?

Rosige Aussichten für Riesenbabys?

Später mehr Geld in der Tasche

Nur Männer untersucht

Größere Babys werden später im Leben durchschnittlich mehr Geld verdienen als kleinere. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von der Universität Southampton gemeinsam mit dem finnischen Öffentlichen Gesundheitssinstitut durchgeführt wurde. Die Forscher haben mehr als 4.600 männliche Babys, die zwischen 1934 und 1944 geboren wurden, 1990 untersucht.

Männer im mittleren Alter, die an ihrem ersten Geburtstag mehr als 80 Zentimeter groß waren, verdienen demnach 50 Prozent mehr als jene, die nur 72 Zentimeter oder noch kleiner waren. Nach der Studie, die auch soziale Hintergründe untersuchte, entsprechen zwei Zentimeter Körpergröße 3,5 Prozent des Einkommens. Kleinere Babys waren tendenziell später häufiger manuelle Arbeiter. Die Studie umfasste deshalb nur Männer, da in dieser Generation viele Frauen zu Hause bei Kind und Familie blieben. Bisherige Untersuchungen hatten immer das Wachstum des Kindes mit dem Grad von Erfolg im späteren Berufsleben verglichen. Das Wissenschaftsteam dieser Studie hingegen sieht das Alter von einem Jahr als genauen Indikator für den zukünftigen Verdienst.

Zusätzlich stellte sich auch heraus, dass Kinder, die langsamer wuchsen, weniger häufig studierten. Die Forscher führen dies auf ein langsameres Hirnwachstum zurück, das Hand in Hand mit dem Größenwachstum ging, oder auf Mangelernährung, die eine sensorische Stimulation vermissen lässt. Dass die Größe eines Babys nicht gleichzusetzen ist mit der Intelligenz, davor warnen Kritiker. Dennoch ist es offensichtlich, dass körperliches und geistiges Wachstum Hand in Hand gehen.
(Februar 2005)

 

Tests aus der Apotheke

Tests aus der Apotheke nicht immer empfehlenswert

Fehler bei Osteoporose-Checks, Durchblutungsmessungen und Test bei Prostata-Krebs

Geldschneiderei oder medizinisch sinnvoll? Apotheken bieten immer mehr Tests zur Früherkennung von Krankheiten an. Wie Lenz, die größte Wie Lenz, die größte Kaufzeitschrift für die Zielgruppe 50plus, in ihrer neuen Ausgabe berichtetet (Heft 5/2005), ist bei einigen Tests jedoch Vorsicht geboten. Manche sind sogar schädlich.

Nicht sinnvoll ist etwa ein PSA-Test zur Erkennung des Prostata- Krebsrisikos (ca. 20 Euro). Der Test löst häufig falschen Alarm aus. Besser ist eine jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Arzt. Ebenfalls nutzlos ist eine Haarmineral-Analyse zur Überprüfung der Vitamin- und Mineralien-Versorgung des Körpers. Für den bis zu 80 Euro teuren Test gibt es keine zuverlässigen Normalwerte als Vergleich. Gleichermaßen kritisch sieht Lenz Osteoporose-Tests (ca. zehn Euro) sowie Durchblutungs-Messungen der Beinvenen (ca. zwei Euro). Auch die beliebten Amalgam-Tests (ca. 50 Euro) sind überflüssig, da nachgewiesene Amalgam-Partikel im Speichel nicht schädlich sind.

Richtiggehend gefährlich sind Herzinfarkt-Checks (ca. 20 Euro). Lenz: Wer bei Herzproblemen erst das Ergebnis des Tests abwartet, erlebt das vielleicht nicht mehr. Bei Herzproblemen unbedingt sofort den Notarzt rufen, da jede Minute zählt.
Es gibt allerdings auch sehr sinnvolle Apotheken-Tests. Das sind in erster Linie Blutdruck- und Cholesterin-Messungen. Hilfreich zur Krankheitserkennung sind auch Blutzuckertests und Stuhlproben, die einen Hinweis auf Darmkrebs liefern können.
Wichtig: Bei zu hohen Messwerten sollte man umgehend zum Arzt gehen.

 

Eltern ohne Internet

Internet: Eltern als Vorbild

Ahnungslose Eltern = weniger Perspektiven fürs Kind?

Medienkompetenz immer wichtiger

Eltern, denen es an ausreichenden Internet-Kenntnissen fehlt, beeinträchtigen wesentlich die Zukunfts- und Jobaussichten ihrer Kinder. Denn das Unwissen über die richtige Verwendung des Internet hat negative Effekte auf die Erziehung und die späteren Jobperspektiven der Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie, die am 28.04.05 wurde. In einer zweijährigen Studie befragten die Experten 1.511 Jugendliche und 906 Eltern über ihre Internetnutzung.

Vielen Eltern fehlen schlicht die Fähigkeiten um ihren Kindern die richtigen Anweisungen und Qualifikationen im Umgang mit dem Internet zu vermitteln, berichten die Experten. so bestehe die Gefahr, dass die Kinder möglicherweise Geschmack an den schlechten Seiten des Internet fänden. Die Kinder von Internet-versierten Eltern sind im Gegensatz dazu sehr kompetent im Umgang mit dem Internet. Überraschend konnte der Bericht auch eine Gruppe Jugendlicher ermitteln, die sich kaum mit dem Internet beschäftigt, da sie zu Hause keinen Internetzugang haben.

Derzeit haben 98 Prozent der Jugendlichen Zugang zum Internet. Drei Viertel der Jugendlichen können das Internet zu Hause benutzen. Jeder fünfte Jugendliche hat einen eigenen Internetzugang und ein Viertel der Befragten nutzt das Internet in der Schule.

 

Gen-Food

EU-Verordnungen verpflichten zur Kennzeichnung von Gen-Food

Zertifizierungsspezialisten und Bioanalytikexperten bieten Service an

Zulassung, Sicherheitsbewertung und Kennzeichnung sind somit geregelt

Die Zertifizierungsspezialisten der DEKRA Intertek Certification GmbH bieten gemeinsam mit den Bioanalytikexperten von Genetic ID (Europe) AG einen umfassenden Service für Unternehmen der Lebensmittel- und Futtermittelbranche. Sie unterstützen damit Industrie und Handel bei der Einhaltung von zwei EU-Verordnungen, die Zulassung, Sicherheitsbewertung und Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten regeln.

Durch ein Prüf- und Zertifizierungsangebot "aus einer Hand" wollen DEKRA Intertek und Genetic ID der Branche die Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnungs- und Rückverfolgungsverordnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln erleichtern. Die neuen EU-Verordnungen verpflichten alle Unternehmen der Lebensmittel- und Futtermittelbranche, ihre Warenströme lückenlos zu dokumentieren, so dass der Weg der Waren vom Erzeuger bis ins Supermarktregal nachvollziehbar ist. Das gemeinsame Dienstleistungsportfolio umfasst neben einer Systemzertifizierungen zukünftig zahlreiche branchen- und produktorientierte Zertifizierungen. Auch neue Produktstandards wie "Non-GVO" (ohne gentechnisch veränderte Bestandteile) werden angeboten.

Die Bündelung der Aktivitäten ermöglicht es den Kunden beider Unternehmen, die Dienstleistungen des jeweils anderen Kooperationspartners in vollem Umfang zu nutzen. Während DEKRA Intertek dabei das ganze Spektrum der Managementsystemzertifizierungen abdeckt, liegen die Schwerpunkte von Genetic ID im Bereich der mikrobiologischen und genetischen Analytik.

Genetic ID, 1996 in den USA gegründet, bietet heute als unabhängiges Prüflabor weltweit GVO-Tests mittels hochspezifischer PCR-Analytik von Rohstoffen bis zu Multi-Ingredient-Mischungen in Fertigprodukten auf gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe sowie klassische mikrobiologische Untersuchungen an. Weiterhin umfasst das Dienstleistungsspektrum allgemeine Gutachten, Risikobewertungen und Beratung im Bereich Gentechnik. Mit innovativen Testverfahren ist Genetic ID in der Lage, alle bekannten gentechnisch veränderten Organismen in Roh- und Hilfsstoffen bei der Lebensmittelproduktion aufzuspüren und zu messen. Dieses Verfahren ist zertifiziert. Darüber hinaus bringt Genetic ID die Leistungen seines englischen Schwesterunternehmens Cert ID, insbesondere die neutrale Prüfung und Zertifizierung von "Non-GVO" - Produktionsprozessen, in die Kooperation mit ein.

 

Internate

Internat muss nicht gleich altmodisch sein

Familienähnliche Strukturen kommen gut an

Ganzheitlicher Ansatz ist sehr beliebt

Sie sind nicht nur für wohlhabende oder konservative Familien von Interesse: Vielmehr bieten Internate oftmals eine umfassende Bildung, die über die Vermittlung des Schulstoffs in kleinen Klassen hinausgeht. So gibt es eine Reihe zusätzlicher Aktivitäten, die die Bereiche Handwerk, Naturwissenschaften, Sport, musisches oder soziales Engagement abdecken, um einem ganzheitlichen Erziehungs- und Bildungsanspruch zu genügen. Die Schwerpunkte variieren je nach Prägung des Internates. So ist die Urspringschule ein evangelisches Landerziehungsheim (LEH) mit reformpädagogischem Ansatz und dem Motto "Mit Kopf, Herz und Hand" verpflichtet. Auch Schloß Salem und die Internats- und Tagesschule Schule Schloß Stein gehören zu den LEHs, sind aber konfessionell ungebunden. Schloß Stein gehört zudem mit drei weiteren LEH-Internaten, Schloß Neubeuern, Schloß Reichersbeuern und Landheim Schondorf am Ammersee, dem Zusammenschluß "Internate Bayern" an.

Wie Schloß Stein verfügen viele Internate über eine langjährige Familientradition und somit über eine sehr intensive und persönliche Erfahrung in der Leitung eines Internats. Das Internatsgymnasium Lucius etwa - ein staatlich anerkanntes, neusprachliches Gymnasium mit Wocheninternat - wird bereits seit seiner Gründung 1809 von der Familie Lucius geleitet. Am Pädagogium Godesberg, das seit der Gründung im Jahr 1883 unter der Leitung der Familie Kühne steht, wurde der familiäre Gedanken gar zum Kern des pädagogischen Ansatzes: Lehrer und Schüler leben dort in einer familienähnlichen Gemeinschaft zusammen. Und neben der familiären Atmosphäre streben die Internate für eine möglichst praxisnahe Ausbildung ihrer Schüler auch immer den "Blick über den Tellerrand" an.

Freilich achtet man in Internaten meist sehr genau auf die Freizeittätigkeiten der Kinder: Im elitär wirkenden Salem sind Drogentests keine Seltenheit. Bequem für die Eltern, die sich so nicht selber über einen eventuellen Drogenkonsum ihrer Kinder Gedanken machen müssen. Aber bei "rebellisch veranlagten" Jugendlichen kann das Gefühl, derart kontrolliert und bevormundet zu werden, auch Abwehrreaktionen hervorrufen.

 
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