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Frauenarbeit

Wunsch nach mehr Arbeit

Frauenarbeitsquote in Deutschland

Durchschnittliche Arbeitszeit der Frauen

Erwerbstätige kennen das Phänomen vermutlich: Je mehr Kinder eine Familie hat, desto weniger arbeitet die Frau außer Haus, desto mehr hingegen der Mann. Deutschland steht noch weit von seinem Ziel entfernt, Männern und Frauen eine gleichmäßige Aufteilung der Familien- und Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Dabei möchten sechzig Prozent der westdeutschen und zwanzig Prozent der ostdeutschen Frauen gern länger arbeiten.

Durchschnittlich arbeiten Frauen in Deutschland 29,1 Stunden in der Woche außer Haus, also eine Stunde weniger als vor sieben Jahren. Damals gingen Männer im Schnitt 8,8 Stunden länger einem Broterwerb nach als Frauen, ein Wert, der binnen fünf Jahren auf 9,3 Stunden stieg.
Die deutsche Erwerbsquote bei Frauen zwischen fünfzehn und 64 Jahren (61,5 Prozent) übertrifft den europäischen Durchschnitt. Sie gehen allerdings nur zu 46,5 Prozent einer Vollzeittätigkeit nach; weitere 46,8 Prozent arbeiten Teilzeit. Durchschnittlich gehen Teilzeitarbeiterinnen in Deutschland achtzehn Stunden pro Woche ihrem Broterwerb nach, die kürzeste Zeit im EU-Vergleich. Einer der Gründe ist vermutlich die Zunahme von Minijobs, denn die Zahl der nur geringfügig beschäftigten Frauen stieg binnen fünf Jahren von 2,97 Millionen auf 3,32 Millionen.
Männer mit zwei Kindern arbeiten vor zwei Jahren 41,5 Wochenstunden, Frauen mit zwei Kindern 23 Stunden.

Trotz ihrer Beteuerungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken, legt die deutsche Regierung Familien Hindernisse in den Weg. So winken durch das Ehegattensplitting steuerliche Vorteile für Ehepaare mit unterschiedlichen Einkommen. Zudem begünstigt die Förderung von Minijobs geringfügige Beschäftigungen.

Mehr zu der Studie gibt´s bei der Universität Duisburg-Essen (Institut Arbeit und Qualifikation, IAQ).

 
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