Au Pair Box
 
Menü        
Einführung 
Für Aupairs 
Für Familien 
Aktuelles 
Aupairversicherung
Auslandsversicherung
 Schwarzes Brett 
Ferienjobs 
Bildgalerie 
Agenturen 
Service für Agenturen 
Service für Eltern 
Ratgeber
Familie / Aupair
Links 
Sag´s weiter 
Impressum 
Ratgeber


 
Seite
<< 1 >> 

Läuse

Mittel gegen Kopfläuse - Tipp zur Diagnose

Kopflausbefall kein Grund zu Panik oder Putzwut

Von Nissenkamm und Überlebenschancen der Laus

Ab und an gehen sie an Schulen um und versetzen Eltern in Panik: Läuse. Neben stündlichen Haarwaschungen steht ausgiebiges Putzen auf dem Programm, um den Kopf des Kindes möglichst bald von den Plagegeistern zu befreien und ihre Verbreitung aufzuhalten. Dabei ließe sich das Problem auch mit deutlich weniger Aufwand beheben, denn Putzen und Haarewaschen trägt nur bedingt zum Erfolg bei.

Verständlich ist der Reinigungshang natürlich, denn Menschen verbinden Parasiten meist mit Schmutz. Tatsächlich spielt es für Kopfläuse jedoch keine Rolle, wie oft die Haare gewaschen werden. Ausgewachsene Läuse klammern sich, ebenso wie Larven, fest genug ans Haar, um weder durch Wasser noch durch eine Bürste vertrieben zu werden. Die Eier kleben ebenfalls zu fest an den Haaren, um weggeschwemmt oder -gebürstet zu werden. Allerdings hilft intensives Kämmen immerhin bei etwa sechzig Prozent der Läusebefalle.

Der Blutsauger trennt sich nicht freiwillig von seinem Wirt, denn auf den Lebensraum Kopfhaut hat er sich bestens eingestellt: Sechs kräftige Beine zur Umklammerung eines Haares, eine Vorliebe für Temperaturen zwischen 29 und 31 Grad … An anderen Orten fühlt sich die Laus weder wohl, noch überlebt sie lange. Ihre Beine taugen schlecht zur Fortbewegung auf anderen Oberflächen; zudem mangeln ihr Spring- und Flugfähigkeit. Außerhalb des menschlichen Kopfes ist ihr außerdem zu kalt. Wanderungen unternimmt sie also nur von Menschenkopf zu Menschenkopf, z.B. beim Kuscheln.

Ohne Blut überlebt eine Laus kaum länger als 24 Stunden, ein Zeitraum, in dem sie nach Verlust eines Menschenkopfes kaum einen zweiten findet. Generalreinigungen der Wohnung oder Verschluss der Kuscheltiere in einer Tiefkühltruhe sind also überflüssig, denn nach 55 Stunden sterben sowohl Laus als auch Larve. Man stecke Mützen, Helme oder Kuscheltiere einfach drei Tage lang weg. Spart Zeit und Energie, die man der Reinigung des Menschen widmen kann.
Eine Säuberung verdienen allerdings Bürsten, Haarbänder, Kämme und Spangen. Sechzig Grad Wassertemperatur töten die Tiere ab. Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche wechsle man am Tag des Beginns der Läusebehandlung.

Experten raten zu Läusemittel (geprüft und zugelassen) und Nissenkamm. Nach Einwirkung des Mittels spüle man das Haar gut (!) aus (um die Tiere nicht resistent zu machen) und kämme es mit dem Nissenkamm. Zu diesem Verfahren raten Experten auch, wenn die Packungsbeilage etwas anderes sagt. Nach acht bis zehn Tagen wiederhole man die Behandlung, da in dem Zeitraum die Läuse schlüpften, die als Eier die erste Bekämpfung überlebten.
Die Kämmtherapie wiederhole man alle fünf Tage, also am ersten, fünften, neunten, dreizehnten und siebzehnten Tag. Hierzu feuchte man das Haar vorher an und tränke es mit einer Pflegespülung, was zugleich die Wirksamkeit der Behandlung aufzeigt. Die Läuse können nicht weglaufen, was auch die Diagnose erleichtert. Die Suche nach Läusen fällt so leichter als durch mühsames Durchforsten der Haare nach Eiern oder Nissen.
Ansonsten fällt die Diagnose Laien eher schwer, denn die winzigen Tiere verwechselt man gern mit Schuppen. Die kleben allerdings nicht an den Haaren, so wie Läuseeier, und jucken nicht.

Die meisten Mittel zur Läusebekämpfung enthalten einen Auszug der Chrysanthemenblüte: Pyrethrum (natürlich bzw. künstlich hergestellt). Seit nahezu zweihundert Jahren nutzt man es in Europa als Insektenmittel. Pyrethroide schaden Muskeln und Nerven der Laus. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit greife man am besten zu Mitteln mit den Wirkstoffen Pyrethrum, Allethrin und Permethrin.
Für Menschen geht von Pyrethroiden angeblich keine Gefahr aus, sofern sie nicht in dem Mittel schwimmen. Brennen, Rötungen oder Juckreiz können sich allerdings einstellen. Bei Kontakt mit Schleimhäuten oder Augen spüle man das Mittel sofort ab. Chrysanthemenallergiker sollten ebenso wie Babys, Kleinkinder und Schwangere zu anderen Mitteln greifen.
Zur Läusebekämpfung eignet sich auch ein Läuseshampoo mit Kokosöl, das die Parasiten offenbar erstickt. Richtig angewendet, zeigt es gute Wirkung.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.bzga.de

Wissenschaftlicher Name der Laus: Pediculus humanus capitis
Größe: ca. drei Millimeter
Größe der Eier: nicht einmal ein Millimeter

 
Seite
<< 1 >>