Tilidin
Tilly Trend in Berlin
Glücksgefühl statt Schmerz und Angst
Abhängigkeit und Entzug wie bei Heroin
Tilidin (Tilly)
Aussehen: Flüssigkeit, oft in Flaschen aufbewahrt (Wasser- oder kleine braune Flaschen)
Wirkung: Glücksgefühle, sexuelle Anregung, Ausblendung von Angst und Schmerz, erhöhte Gewaltbereitschaft
Risiken: Der Wirkstoff fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, ist also auf Rezept in jeder Apotheke zu haben. Viele haben ihn gar unbewusst zu Hause stehen. Die Hemmschwelle zum Probieren liegt entsprechend niedrig, noch unter der für Haschisch.
Abhängigkeit: rasch körperlich und psychisch. Ähnelt der von Heroin, ebenso der Entzug. Zittern, Krämpfe, Depressionen, Ängste, Gier nach Opiat.
Etwa ab 2002 tauchten die ersten Fälle auf, als besonders junge männliche Einwanderer in Berlin zu den Tropfen griffen. Inzwischen hat Tilidin den Ruf als "Schlägerdroge", die vor Kämpfen eingenommen werde. Nach der Einnahme herrscht erhöhte Gewaltbereitschaft. Experten widersprechen dem Klischee jedoch; niemand nimmt sie, um sich später zu prügeln.