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Seite << 1 >> Privatschulen
Bildung als Scheidewand?Trend zu SchulalternativenPrivatschulen in Deutschland Um die hundert neue Privatschulen öffnen in Deutschland jährlich ihre Pforten, natürlich stark unterschiedlich hinsichtlich Zielen und Werten. Als größte Schulträger stehen katholische und evangelische Kirche da. Ihnen folgen etwa zweihundert Waldorfschulen, Montessori-Bildungseinrichtungen, außerdem um die zwanzig internationale Schulen, Landeserziehungsheime und Freie Schulen, gegründet durch Eltern.
Ursache für die Abkehr könnte die geringe Reformfreudigkeit staatlicher Schulen sein. Nicht nur Gebäude sind in vielen Fällen sanierungsbedürftig sondern auch der Geist. Meist entstanden Neuerungen (Schulform Internat, Orientierungspläne für Kindergärten
) an Privatschulen, bis sie anschließend auch von gewöhnlichen Schulen übernommen wurden. Manch einer sieht in der größeren Bedeutung von Privatschulen eine Chance. Während es früher in vielen Orten nur eine Schule gab, so bieten sich heute Alternativen. Lehrer können sich nicht mehr in ihren Stühlen zurücklehnen, da die Schüler gezwungenermaßen zu ihnen pilgern werden, sondern haben umzudenken.
Zu beachten ist jedoch auch die Problematik, die mit dem Trend zu Privatschulen auftaucht. Sie besuchen nur Kinder von Eltern, die zum einen über ausreichend Geld verfügen, zum anderen Wert auf Bildung legen. So entsteht z.B. der geringe Ausländeranteil, der erneut auf die Benachteiligung von Kindern bildungsferner Eltern hinweist. Übrigens: Die Niederlande weisen einen Privatschüleranteil von 76 Prozent auf. Großbritannien trumpft mit 41 Prozent, Frankreich mit 21. In Deutschland liegt die Quote nur bei sieben Prozent. Seite << 1 >>
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