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Aupair aus Südamerika

Ehemaliges Aupair aus Argentinien trifft deutsche Reisende

Aupairs aus Südamerika und deutsche Auswanderer

Globalisierung der Familien

Wie klein die Welt doch ist. Heutzutage. Vor rund 100 Jahren war die Welt freilich noch um einiges größer, als ein gewisser Armin Eber aus Alzey bei Worms über den großen Teich nach Argentinien auswanderte. Der Urenkel des Ausgewanderten begab sich dann 1993 in Deutschland auf Spurensuche seiner Vorfahren.
Er wurde in Hechtsheim bei August Eber, Neffe von Armin Eber, fündig. Und schon war eine Verbindung entstanden, die mit vielen gegenseitigen Besuchen in Südamerika und in Europa wachgehalten wird.

In diesem Jahr machten sich nun Ruth Wilkes, Tochter von August Eber, und ihr Mann August zur Hochzeit der jüngsten Tochter des Großcousin von Ruth Wilkes, Enrico Eber. Nach über 15 Stunden Flug mit Zwischenlandungen in Sao Paulo und Buenos Aires landeten die Wilkes in Santa Fe (rund 600 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires). Von dort ging es dann noch eine Autostunde nach Santo Domingo. Zwei Tage nach der Ankunft wurde die Hochzeit gefeiert.
"Das Verhältnis zu den Einheimischen war sehr herzlich, was auch nicht durch die Sprachschwierigkeiten beeinträchtigt werden konnte", fühlten sich die Wilkes unter den 140 Hochzeitsgästen pudelwohl. Zur Feier wurde ein Rind geschlachtet und das landestypische Asado zelebriert, eine besondere Form des Grillens.

Für die Finther Gäste hatte die Reise weitere Highlights zu bieten. Die Großstadt Rosario wurde ebenso wie die Stadt Esperanza besucht, wo die Gäste vom Pfarrer, dessen Mutter ebenfalls eine geborene Eber ist, und vom Bürgermeister empfangen wurden. Nach einer Woche Gastfreundschaft bei den Verwandten schloß sich dann ein Trip zu den berühmten Wasserfällen von Icuazú an. Dort sollte die nächste Überraschung auf die Wilkes warten. Die Reiseleiterin namens Maria Schmidt erklärte den Wilkes nämlich, daß sie einst in Mainz als Au Pair-Mädchen gearbeitet hatte. Und zwar in Hechtsheim in der Nähe vom Bürgerhaus, also um die Ecke, wo die Wilkes wohnen. Die Welt ist eben doch ein Dorf geworden.

Juni 2005

 
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